Bananen-Saaten-Kuchen mit Zitronen-Sesam-Guss

Bananenkuchen I

 

Vor langer Zeit begann mein Rührkuchen-Trauma. Meistens endete es mit einem im Ofen überquellenden und sich schließlich auf dem heißen Backofenboden ergießenden Kuchenteig. Und in reichlich Putz- und Schrubbarbeit. Und am Ende war auch noch kein Kuchen da – wenn ich Glück hatte, konnte man die verbrannten Ränder ein bisschen ringsum abschneiden und das rohe Innere landete im Abfall.

Man könnte also sagen, dass dieser Bananen-Saaten-Kuchen der Härtetest für Anna Jones‘ Buch „A Modern Way to Eat“ war. Und noch dazu muss in ehrlich zugeben, dass ich beim Durchlesen eher dachte, dass der Kuchen am Ende wahrscheinlich sehr „ökig“ schmecken würde. Aber trotzdem wollte ich den Versuch wagen. Ihr ahnt es vielleicht, aufgrund meiner Begeisterung in der Rezension – Anna ließ mich nicht im Stich.

Bananenkuchen II

 

Dieser Kuchen ist so saftig, so fantastisch bananig und zitronig, dass es eine wahre Freude ist. Unglaublich. Er sieht mords gesund aus und ist es wahrscheinlich auch. Beim nächsten Versuch werde ich mal versuchen, den Zucker wegzulassen und irgendwie zu ersetzen (Agavendicksaft o.ä.), das klappt bestimmt auch sehr gut.

Zutaten für eine kleine Kastenform (ca. 20 cm):

  • 125 g Weizenmehl
  • 125 g Dinkelmehl oder Vollkornmehl
  • 125 g Rohrohrzucker
  • 150 g Saaten (ich habe Goldleinsamen, Mohn und Sesam zu gleichen Teilen verwendet)
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Backpulver
  • abgeriebene Schale und Saft von einer Zitrone
  • 2 große oder 3 kleine Bananen, mit einer Gabel zerdrückt
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Eier

für den Zitronenguss:

  • 1 EL Tahin (Sesampaste)
  • 3 EL Puderzucker
  • Saft von einer Zitrone

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 45 Minuten bei 200°C

Zubereitung:
Backofen auf 200°C vorheizen und eine kleine Kastenform mit Backpapier auskleiden (oder mit Butter einreiben und mit reichlich Mehl bestäuben).

Alle trockenen Zutaten – Mehl(e), Zucker, die verschiedenen Saaten, Salz und Backpulver in einer Rührschüssel gut vermischen.

Die zerdrückten Bananen in einer weiteren Schüssel mit Zitronensaft, Zitronenschale, Olivenöl und Eiern gut verrühren. Dann zu den trockenen Zutaten geben und nur so lange verrühren, bis sich alles verbunden hat. Dann in die Kastenform geben und im Ofen ca. 45 Minuten backen, bis die Holzstäbchenprobe sauber funktioniert.

Währenddessen die Zutaten für den Zitronen-Sesam-Guss in einer Schüssel glattrühren.
Wenn der Kuchen fertig ist, auskühlen lassen und dann mit dem Zuckerguss bestreichen.

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Amaretto-Mandel-Marzipanstollen

Endlich ist es wieder so weit – die vorweihnachtliche Stollenzeit ist angebrochen! Darauf habe ich mich ja schon seit dem letzten Jahr gefreut, wo ich zum ersten Mal dieses tolle weihnachtliche Gebäck für mich entdeckt habe.

Letztes Jahr gab es hier ja schon:

Und nachdem das Wetter garstig und regnerisch ist, passt es auch, schon wieder an Stollen zu denken. Diese Variante ist ohnehin mit Hefe, also darf er ruhig ein paar Wochen durchziehen, bevor er angeschnitten wird, dann schmeckt er ganz famos.

Amarettostollen IIZutaten für einen Stollen (ca. 1,8 kg):

  • 500 g Mehl
  • 200 g gemahlene Mandeln (geschält)
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 100 g Zucker
  • 200 ml Milch
  • 1 Bio-Zitrone
  • 200 g Amarettini
  • 200 g Marzipanrohmasse
  • 250 g weiche Butter
  • 1 EL Bittermandelaroma
  • 1 Prise Salz
  • 80 ml Amaretto
  • ca. 100 g Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitungszeit: ca. 90 Minuten
Backzeit: ca. 30 – 40 Minuten

Amarettostollen IIIZubereitung:
Mehl und Mandeln in einer großen Schüssel mischen und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe in die Mulde bröckeln, die Milch leicht erwärmen und mit in die Mulde gießen. 1 TL Zucker dazugeben und leicht verrühren, so dass der Vorteig in der Mulde entsteht. Zugedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.

Die Zitronenschale fein abreiben und die Zitrone auspressen, die Amarettini zerbröseln. Marzipanrohmasse zu zwei länglichen Rollen formen.

Zucker, 200 g Butter, Zitronenschale, Zitronensaft, Mandelaroma und Salz in die Mehlmischung geben und alles gut verkneten. Zugedeckt erneut 1 Stunde gehen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Den Teig zu einem flachen Rechteck ausrollen. Die Amarettinimasse darauf verteilen und die Marzipanrollen der Länge Nach in die Mitte des Teiges legen. Dann den Teig längs zusammenfalten und einen Stollen formen. Im Backofen etwa 30 bis 40 Minuten backen.

Die übrige Butter schmelzen. Den heißen Stollen mit der flüssigen Butter bestreichen, dann mit Puderzucker bestäuben. Diesen Vorgang wiederholen, bis Butter und Puderzucker aufgebraucht sind.

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Mandeltårta (schwedische Mandeltorte)

Die schwedische Woche geht zu Ende – und ich bin ganz schön außer Puste. Aber es hat Spaß gemacht! Ich hoffe, euch hat dieses Special auch gefallen und außerdem hoffe ich, dass wir heute eine traumhaft schöne Hochzeit von Madeleine von Schweden sehen dürfen!

Den Abschluss und gleichzeitig die Krönung der Woche bildet die schwedische Mandeltorte (auch die gibt es bei Ikea zu kaufen, aber natürlich schmeckt sie selbstgebacken noch viiieeel besser!), die zwar schon recht mächtig ist, aber auch unglaublich gut schmeckt.

Wenn ich ehrlich bin, war ich ja ein kleines bisschen skeptisch, ob ich das mit der Torte so gut hinbekomme. Mein Backofen und ich sind ja nicht immer die besten Freunde und eine richtige Torte habe ich tatsächlich noch nie selbst gebacken. Aber – sie ist ganz gut gelungen! Klar, an der Optik kann ich beim nächsten Mal noch ein bisschen feilen, aber der Geschmack…! Ganz wunderbar.

In diesem Sinne – dem Brautpaar von heute auch von hier alles Gute und ein zauberhaftes Fest!

Mandeltårta

Zutaten für eine Torte mit 26 cm Durchmesser (12-16 Stücke):

  • 8 Eier
  • 200 g Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 200 g Sahne
  • 225 g gemahlene Mandeln (mit Haut)
  • 225 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 125 g Butter, zimmerwarm
  • 60g Mandelblättchen

Zubereitungszeit: fast unendlich lange 😉

Zubereitung:
Die Eier vorsichtig trennen, die Eiweiße beiseite stellen. Zucker und Sahne in einem Topf erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann den Vanilleextrakt zugeben, die Eigelbe kurz verquirlen und mit in den Topf geben. Bei geringer Hitze rühren, bis eine puddingartige Creme entsteht (darauf achten, dass die Creme nicht anfängt zu kochen!).

Ein Stück Frischhaltefolie auf die Oberfläche der Creme legen (dadurch wird verhindert, dass sich eine unschöne Haut bildet) und kalt werden lassen.

Ofen auf 200°C vorheizen. Die Eiweiße steif schlagen und währenddessen löffelweise den Puderzucker zugeben, ebenso die Prise Salz. Weiterschlagen, bis sich im Eiweiß schöne Spitzen bilden, dann die gemahlenen Mandeln unterheben.

Mandeltårta IIEine Springform mit Backpapier auslegen und die Hälfte der Eischneemasse einfüllen. Im Ofen für ca. 20 Minuten backen. Kurz auskühlen lassen, dann aus der Springform nehmen und die zweite Hälfte genauso backen.

Beide Böden abkühlen lassen, dann die Eiercreme in der Küchenmaschine mit der Butter verrühren, bis es eine helle Creme ergibt (das kann durchaus ein paar Minuten dauern). Zuerst einen Boden mit der Hälfte der Creme bestreichen. Den zweiten Boden aufsetzen und den Rest der Creme auf dem oberen Boden verteilen.

Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten und auf der oberen Cremeschicht verteilen. Die Torte für mindestens 2-3 Stunden kalt stellen, dann direkt aus dem Kühlschrank servieren.

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Pulla – finnischer Kardamom-Hefezopf

Pulla verbinde ich mit Kindheitserinnerungen. Mein Vater war geschäftlich viel im Norden Europas unterwegs und hin und wieder hat er tolle Leckereien von dort mitgebracht. Da die ganze Familie großer Fan von Kardamom ist, wurde „Pulla“ zu einem geliebten Standardmitbringsel, das immer mal wieder den Weg in unseren Haushalt gefunden hat.. Der Hefezopf hat ein ganz tolles Kardamomaroma, schön intensiv und doch nicht so dominant. Außerdem kann man Pulla ganz hervorragend einfrieren oder backen und dann scheibenweise toasten – wieder eins dieser vielseitig einsetzbaren Backwerke, die ich echt gerne mag. Natürlich lässt es sich auch ganz fantastisch vorbereiten.

Als ich vor kurzem in Köln bei Maja von moey’s kitchen zu Besuch war und wir gemeinsam den Kochbuchabverkauf von Buchgourmet angekurbelt haben, fiel mir das schöne Buch „Zimtschnecken und Blaubeerkuchen – Die besten Backideen aus Skandinavien“ in die Hand. Aus diesem Buch stammt das Rezept für den tollen nordischen Hefezopf – in leicht abgewandelter Form.

HefezopfZutaten für einen großen Zopf:

  • 700g Mehl
  • 1 1/2 Tütchen Trockenhefe
  • 120 g Zucker (plus Zucker extra zum Bestreuen)
  • 2 Eier, verquirlt
  • 250 ml Milch
  • 1 EL Kardamomsamen, gemörsert
  • 1/2 TL Salz

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten (plus 1,5 Stunden Gehzeit)
Backzeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Die Milch lauwarm erhitzen, dann Zucker und Hefe einrühren. Die Kardamomsamen im Mörser zerstoßen und mit in die Milch geben, ebenso den Großteil der zwei verquirlten Eier (nur ein bisschen zum Bestreichen des Zopf zurückbehalten). Die Mischung ein paar Minuten stehen lassen, bis sich kleine Bläschen bilden.

Mehl und Salz in einer großen Rührschüssel vermischen und die Milchmischung dazugießen. Mit dem Knethaken einige Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen und an einem warmen Ort ca. eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Teig nochmal kurz durchkneten und in drei gleich große Stücke teilen. Diese zu Strängen von ca. 50 cm formen und einen Zopf daraus flechten. Nochmal ca. 30 Minuten gehen lassen. Dann mit der übrigen Eiermasse bestreichen und mit Zucker bestreuen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Zopf darin ca. 30 Minuten backen, bis er außen schön goldbraun ist.

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Cranberry-Zitruskuchen mit Kokos

Die letzten Wochen war ich immer wieder von diversen Wehwehchen geplagt, daher muss ich meine virtuelle Vorratskiste durchforsten, was da noch an Rezepten herumschwirrt, die ich noch nicht verbloggt habe. Hier ist so eins – gefunden habe ich diesen fantastischen Kuchen bei Bakers Royale und war sofort angetan von dem wunderschönen Foto. Es war klar – das musste ausprobiert werden!

Vom letzten Thanksgiving Dinner waren noch ein paar Cranberries übrig (zugegebenermaßen halten die richtig lange, wenn sie im Kühlschrank gelagert werden, allerdings musste ich schon intensiv suchen, um die wenigen zusammenzupicken, die für dieses Rezept erforderlich sind). Ich habe die Cranberries mit dem Blender zerkleinert, aber es reicht auch, sie fein zu hacken. Und wer keine frischen Cranberries hat, der lässt sie am besten ganz weg, die getrockneten sind in diesem Fall keine gute Alternative, weil sie meistens gesüßt sind.

Der Kuchen, der hier entstanden ist (und da hatte übrigens meine neueste Errungenschaft aus dem Land der Backträume Premiere – eine außergewöhnliche Guglhupfform, die ich bei meinem letzten New York-Besuch erspäht hatte) schmeckt durch die Orange und die Cranberries nicht so irre süß, sondern angenehm frisch und er ist richtig schön fluffig.

Viel Spaß beim Nachbacken!

Cranberrykuchen (1)Zutaten für eine Guglhupfform:

  • 300 g Mehl
  • 30 g Kokosflocken
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 270 g Zucker
  • 3 Eier, Größe L oder XL
  • 2 EL Orangenschalenabrieb
  • 180 ml neutrales Öl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 80 ml Kokosnusscreme
  • 60 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 1 Handvoll frische Cranberries, fein gehackt

Glasur:

  • 240 g Puderzucker
  • 2-3 EL frisch gepresster Orangensaft

Zubereitungszeit: ca. 15 Min, dann ca. 45 Min. Backzeit

Zubereitung:
Den Ofen auf 175°C vorheizen. Mehl, Kokosflocken, Backpulver und Salz in einer Schüssel miteinander vermischen und beiseite stellen. In einer Rührschüssel Zucker, Eier und Orangenschale zusammenrühren. Währenddessen langsam das Öl zugeben und etwa 2 Minuten weiterrühren, dann Kokosnusscreme und Orangensaft einrühren.

Mit einem Holzlöffel die Mehl-Kokosmischung unterheben und schließlich noch die Cranberries einarbeiten.

Den Teig in eine gefettete Guglhupfform geben und dann ca. 45 Minuten backen, bis die Stäbchenprobe zeigt, dass er fertig ist. Auf ein Kuchengitter stürzen und komplett abkühlen lassen, bevor es ans Glasieren geht.

Für die Glasur Puderzucker und Orangensaft mischen und mit einem Backpinsel auf den Kuchen streichen. Nochmal 30 Minuten warten, bis die Glasur anzieht.

Citruskuchen

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Orangen-Mandel-Polentakuchen

Mit Rührkuchen hab ich’s ja nicht so. Gar nicht eigentlich. Ständig die Angst im Nacken, dass der Kuchen WIEDER aus seiner Form läuft und WIEDER den ganzen Backofen versaut und WIEDER die ganze Mühe umsonst war, weil außer einer harten, schwarzen Kruste und einem vollflüssigen Inneren (und einem ganzen Haufen eingebrannter Kuchenreste auf dem Ofenboden) nichts übrig bleibt.

Trotzdem wage ich mich immer mal wieder an das Experiment und in letzter Zeit führt das auch immer öfter zum Erfolg (die oben beschriebenen – wiederholt festgestellten – Erfahrungen liegen zugegebenermaßen schon einige Zeit zurück, haben aber ein entsprechend großes Trauma hinterlassen). So auch dieses Mal, bei einem orientalischen Mandel-Grießkuchen.

Dieser Kuchen kommt nahezu ohne Mehl aus, daher ist er auch für Glutenallergiker ganz gut anpassbar (hier kann ich mir vorstellen, das kleine bisschen Mehl einfach durch Dinkel- oder ein anderes glutenfreies Mehl zu ersetzen). Er hat eine wundervolle Orangennote, was ich persönlich ganz besonders gerne mag. Und noch dazu ist er nicht so süß, sondern schön fruchtig.

Auch hier kommt Ottolenghi wieder zum Zug – dieses Mal aus seinem Buch Das Kochbuch mediterran*orientalisch*raffiniert.

PolentakuchenZutaten für eine Springform mit 20 cm Durchmesser:

  • 50 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 200 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 3 Eier
  • 2 TL Orangenblütenwasser
  • 240 g gemahlene Mandeln
  • 120 g Instantpolenta

Karamelltopping:

  • 90 g Zucker
  • 2 EL Wasser
  • 20 g Butter, in Würfeln
  • 2 Bioorangen (ggf. noch eine mehr)

Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten

Zubereitung:
Die Springform (20 cm Durchmesser) leicht einfetten und sorgfältig mit einem Stück Backpapier auskleiden, so dass durch den Hebeboden kein Teig hindurchfließen kann.

Für das Karamelltopping 90 g Zucker und 2 EL Wasser in einem Topf vermischen und aufkochen lassen. Nach ein paar Minuten sollte das Wasser verdunstet sein und der Zucker sollte langsam karamellisieren. Immer unter Beobachtung halten, da der Übergang von karamellisiertem zu verbranntem Zucker sehr schnell geht. Wenn der Zucker eine schöne goldbraune Farbe angenommen hat, vorsichtig die Butter zugeben und mit einem Holzlöffel durchrühren. Dann das Karamell in die Kuchenform gießen und den Boden damit gleichmäßig bedecken.

Als nächstes die Orangenschale der zwei Orangen abreiben und beiseite stellen. Die Orangen mit einem Messer von ihrer Schale befreien (wie fürs Filetieren). Dann die Orangen in dünne Scheiben schneiden und die Kerne entfernen. Die Scheiben dann in die Kuchenform auf das Karamell auslegen und ggf. noch eine dritte Orange schälen und in Scheiben schneiden.

Den Ofen auf 170°C vorheizen. Mehl, Backpulver und Salz mischen und beiseite stellen. In einer Rührschüssel Butter und Zucker cremig rühren, dann bei niedriger Geschwindigkeit nach und nach die Eier zugeben.Als nächstes die Orangenschale und das Orangenblütenwasser zugeben, gefolgt von den Mandeln, Polenta und den anderen trockenen Zutaten. Sobald alles vermischt ist, mit dem Rühren aufhören.

Den Teig in die vorbereitete Kuchenform geben, glattstreichen und im Ofen bei 170°C ca. 45 Minuten backen. Dann den noch heißen Kuchen aus der Form stürzen, damit sich das Karamell lösen lässt. Das Backpapier ablösen, dann den Kuchen auskühlen lassen.

Polentakuchen I

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Cranberry-Mandel-Quarkstollen

Cranberries waren in der Vergangenheit immer mein Rosinenersatz. Immer dann, wenn etwas nach Rosinen aussehen, aber nicht schmecken durfte, kamen sie zum Einsatz und das, obwohl der Geschmack wirklich komplett anders ist.

Bei diesem Rezept sind die Cranberries kein Ersatz für Rosinen – sie werden mit voller Absicht verwendet. Der Quarkstollen ist wunderbar saftig und bekommt durch den wohldosierten Einsatz von Orangeat und Zitronat (das hier auch noch gaaanz fein gehäckselt wird) eine recht frische Note. Fast könnte man in Betracht ziehen, diesen Stollen auch unter dem Jahr zu backen, aber so weit wollen wir jetzt erstmal noch nicht gehen – Weihnachten liegt ja (Gott sei Dank) noch vor uns.

Wie alle Quarkstollen muss auch dieser nicht ziehen (eignet sich also ganz hervorragend dazu, ihn auch noch kurz vor Weihnachten zu backen) und hält aber auch nur ca. eine Woche, dann wird er trocken und krümelig.

Zutaten für einen großen Stollen:

  • 250 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 250 g Magerquark
  • 2 EL Grand Marnier
  • je 50 g Orangeat und Zitronat
  • 125 g getrocknete Cranberries
  • 200 g gemahlene Mandeln (gehäutet)
  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 250 g Puderzucker

Zubereitungszeit: ca. 10 Min.
Backzeit: 50-60 Min.

Zubereitung:
125 g Butter, Zucker und Salz cremig rühren, dann die Eier einzeln unterrühren. Das Orangeat in der Küchenmaschine ganz fein häckseln und zusammen mit dem Quark, Grand Marnier, den Cranberries und den Mandeln dazurühren. 500 g Mehl mit Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren. Mit den Händen kurz verkneten.

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten und bemehlten Backblech zu einem Stollen formen und ca. 50-60 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!).

Die übrige Butter schmelzen. Den heißen Stollen mit 1/4 der flüssigen Butter bestreichen, dann mit Puderzucker bestäuben. Diesen Vorgang wiederholen, bis Butter und Puderzucker aufgebraucht sind.

Hält sich ca. eine Woche.

Quelle: Lecker.de

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Orientalischer Stollen mit getrockneten Früchten

Und wieder – es ist ja bald Weihnachten… Heute gibt’s mal wieder ein Stollenrezept (und vor Weihnachten wird vielleicht noch eins oder zwei weitere folgen, dann ist Pause mit den Stollenrezepten bis nächstes Jahr – da wird selbstverständlich wieder experimentiert!). Und das ist einer, der ein bisschen durchziehen darf, er kann also wunderbar jetzt gleich gebacken und dann an Weihnachten gegessen werden.

Diese Stollenvariante ist so richtig schön aromatisch, saftig und schwer durch die leckeren Trockenfrüchte, die darin verarbeitet sind.

Als Hefestollen darf dieser ein paar Wochen vor dem Verzehr gebacken werden und dann gut in Alufolie eingewickelt vor sich hinziehen. Dadurch verteilt sich die Feuchtigkeit gut und das Aroma kann sich schön entfalten.

Zutaten für einen großen Stollen:

  • 100 g getrocknete Datteln
  • 100 g getrocknete Feigen
  • 200 g getrocknete Aprikosen
  • 3-4 EL Orangenlikör
  • 125 ml Milch
  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 1 TL + 70 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • Abrieb von 1/2 Zitrone
  • 2 TL Lebkuchengewürz
  • 1 TL Kardamom, gemahlen (gerne auch mehr)
  • 300 g weiche Butter (200 g für den Teig und 100 g zum Bestreichen des Stollen)
  • 60 g Pistazienkerne, gemahlen
  • 125 g Puderzucker

Zubereitungszeit: ca. 90 Minuten (das meiste davon ist Wartezeit)
Backzeit: ca. 40 Minuten

Zubereitung:
Die Trockenfrüchte in Streifen schneiden und mit dem Orangenlikör in einer Schüssel vermischen. Die Früchte etwa eine Stunde ziehen lassen.

Milch leicht aufwärmen, so dass sie handwarm ist. Das Mehl in eine große Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drucken und die Hefe hineinbröckeln. Die Milch zugießen, 1 TL Zucker dazugeben und vorsichtig mit einem Löffel zu einem Vorteig verrühren. Den Teig an einem warmen Ort ca. 30 Minuten gehen lassen.

Den restlichen Zucker, Salz, Zitronenschale, Gewürze und 200 g weiche Butter zum Vorteig geben, dann alles zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt wieder 30 Minuten gehen lassen.

Die Früchte abtropfen lassen und zusammen mit den Pistazien in den Teig kneten. Den Teig zu einem Stollen formen und auf ein Backblech legen. Erneut zugedeckt 30 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Den Stollen darin 10 Minuten backen, dann die Hitze auf 175°C reduzieren und weitere 25-30 Minuten backen.

Die restlichen 100 g Butter schmelzen. Den noch heißen Stollen mit der Hälfte der Butter bestreichen, dann die Hälfte des Puderzuckers darüberstreuen – diesen Vorgang wiederholen.

In Alufolie eingewickelt den Stollen noch ca. 2 Wochen ziehen lassen und dann anschneiden.

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Nougat-Amaretto-Stollen

Dass Stollen meine neue Leidenschaft sind, habe ich ja schon kurz erwähnt. Deshalb gibt es bis Weihnachten einfach noch ein paar neue Varianten – eine leckerer als die andere.

Da es sich hierbei um einen Quarkstollen handelt und dieser nicht so lange haltbar wie ein Hefestollen ist (wird nach spätestens einer Woche trocken), braucht er nicht durchziehen, sondern kann gleich verzehrt werden. Das bietet sich gerade bei dieser Variante auch echt an, der ist nämlich so richtig lecker und ich würde nicht zwei Wochen bis zum Anschneiden warten wollen.

Der Stollen wird zusätzlich zum Nougat mit zerkrümelten und in Amaretto eingeweichten Keksen gefüllt – das Originalrezept sieht Amarettini vor, aber ich hatte noch einen Rest Cantuccini da, die auch ganz hervorragend passen. Ich kann mir aber vorstellen, dass jede Art von Mandelkeksen gut passt.

Zutaten für einen großen Stollen (ca. 25 Scheiben):

  • 200 g Nougatmasse
  • 80 g Cantuccini oder Amarettini
  • 2-3 EL Amaretto
  • 500 g Mehl
  • 100 g Mandelblättchen
  • 1 TL Instant-Kaffeepulver
  • 2 Eier (Größe M)
  • 125 g Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
  • 250 g Magerquark
  • 1 Prise Salz
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 200 g Butter
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 45 Minuten

Zubereitung:
Die Amarettini etwas zerbröseln, mit Amaretto beträufeln und beiseite stellen. Mehl, Mandeln, Kaffeepulver , Salz, Backpulver und Zucker vermischen, dann nacheinander Eier, Quark, Vanilleextrakt und 175 g Butter dazugeben. Mit dem Rührgerät oder den Händen zu einem glatten Teig verkneten.

Nougat in kleine Würfel schneiden. Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten und leicht bemehlten Backblech zu einer Größe von ca. 40×40 cm ausrollen). Die eingeweichten Amarettini und das Nougat darauf verteilen, die Seiten zur Mitte übereinander klappen und einen Stollen formen. Bei 180°C etwa 45 Minuten backen.

Die restliche Butter schmelzen. Wenn der Stollen fertig ist, noch heiß mit der flüssigen Butter bestreichen und mit Puderzucker bestäuben. Dieser Vorgang darf auch gerne nochmal wiederholt werden!

Hält sich ca. 1 Woche, danach wird er trocken und bröselig.

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Kürbisstollen mit Pumpkin Pie Spice und Cantuccinifüllung

Deutsche Backtradition trifft auf amerikanische. Und die Herbstzeit auf die Vorweihnachtszeit. Hier wird jeder glücklich, der sich jetzt schon auf Weihnachten freut, aber noch nicht in Lebkuchen und Vanillekipferln schwelgen will…

Vor einigen Tagen habe ich erst das Kürbispüree und das sensationelle Pumpkin Pie Spice vorgestellt – heute kommt es bereits zum Einsatz. Und zwar bei einer kleinen Eigenkreation – einem wunderbar zarten, fluffigen, herbstlichen Stollen.

Zum Weihnachtsstollen habe ich aufgrund meiner Rosinen-Aversion ein etwas stiefmütterliches Verhältnis, was dazu geführt hat, dass ich natürlich die letzten 32 Jahre keinen gegessen habe. Doch die Idee reifte, dass dieses weihnachtliche Gebäck doch auch in einer Variante herzustellen sein müsste, die meinen Geschmacksnerven zusagt… Und so entstand eben dieses Stollenrezept. Und ich sage euch – weitere werden folgen! Ich bin gerade so richtig in Fahrt gekommen und habe Stollen zu meinem neuen weihnachtlichen Lieblingsgebäck erkoren!

Dieser Stollen schmeckt bestimmt auch wundervoll in der Adventszeit – aber warum so lange warten, wenn man ihn auch jetzt schon essen kann? Da im Teig Backpulver und Kürbispüree verwendet wird, muss der Stollen auch nicht ziehen, sondern kann gleich gegessen werden (und hält sich nach dem Backen auch nur ca. eine Woche).

Zutaten für einen Stollen (ca. 1,5 kg / 30 Scheiben):

  • 80 g Cantuccini oder Amarettini
  • 2-3 EL Amaretto
  • 500 g Mehl
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 2 Eier (Größe M)
  • 150 g Zucker
  • 3 EL Pumpkin Pie Spice
  • 250 g Kürbispüree
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 200 g Butter
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 45 Minuten

Zubereitung:
Die Cantuccini im Mörser grob zerkleinern. In einer kleinen Schüssel mit dem Amaretto vermischen und beiseite stellen. Das Mehl und die gemahlenen Mandeln mit Salz, Backpulver, Zucker und Pumpkin Pie Spiece mischen, dann nacheinander die Eier, das Kürbispüree, Vanilleextrakt und 175 g der Butter (in Würfel geschnitten) dazugeben. Mit dem Knethaken des Rührgerätes oder mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.

Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten und leicht bemehlten Backblech zu einer Größe von ca. 40×40 cm ausrollen. Die eingeweichten Cantuccini darauf verteilen, die Seiten zur Mitte übereinander klappen und einen Stollen formen. Bei 180°C etwa 45 Minuten backen.

Die restliche Butter schmelzen. Wenn der Stollen fertig ist, noch heiß mit der flüssigen Butter bestreichen und mit Puderzucker bestäuben. Dieser Vorgang darf auch gerne nochmal wiederholt werden!

Hält sich ca. 1 Woche, danach wird er trocken und bröselig.

 

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