Koreanischer Schweinebauch – Dwaejigogi-bokkeum 돼지고기볶음

Vor langer Zeit wollte ich euch mal eine ganze Serie an koreanischen Rezepten vorstellen. So unendlich lang ist das her, dass ich nachsehen musste, wann das war – es ist ein bisschen mehr als ein Jahr her. Dann kamen viele andere leckere Dinge dazwischen und anschließend eine laaaaange Blogpause (in der ich auch wenig gekocht und herumprobiert habe), aber heute soll es zumindest ein kleines Stückchen weitergehen.

Wie ich im Beitrag über den koreanischen Krautsalat schon erwähnt habe, hatte ich früher einen kleinen koreanischen Imbiss in meiner Nachbarschaft. Da es in Augsburg leider keinen gibt (oder ich noch keinen gefunden habe), musste ich also selbst tätig werden.

Wenn man gerne scharf isst, kann man mit diesem Gericht sehr glücklich werden. Es sieht nicht nur scharf aus, es kann den Mund in Flammen setzen. Es lohnt sich, nach den koreanischen Chiliflocken gochugaru Ausschau zu halten, sie sind minimal scharf – das übernimmt eher die koreanische Chilipaste gochujang.

 

Der Krautsalat ist übrigens auch zu diesem Gericht ein Muss als Beilage.

Ich hoffe, dass ich auch noch dazu komme, euch bei Gelegenheit ein paar andere koreanische Gerichte vorzustellen :-). Angelehnt ist dieses Rezept übrigens an Maangchi, die in ihrem YouTube Channel fantastische koreanische Gerichte zum Besten gibt und mittlerweile auch das erste Kochbuch (Maangchi’s Real Korean Cooking: Authentic Dishes for the Home Cook*)

Zutaten für 4 Personen:

  • 600 g Schweinebauch, in feine Scheiben geschnitten
  • 1 weiße Zwiebel, halbiert und in feine Streifen geschnitten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, grob gehackt

für die Marinade:

  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 TL Ingwer, fein gehackt
  • 2 EL koreanische Chiliflocken (gochugaru) – falls diese nicht zu bekommen sind, bitte nur durch ca. 1/2 TL „normale“ Chiliflocken ersetzen
  • 2 EL brauner Rohrzucker
  • 5-6 EL koreanische Chilipaste (gochujang)
  • 3 EL Sojasauce
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 grüne koreanische Chilischote, in feine Ringe geschnitten (optional)
  • eine Prise Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: insgesamt ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Alle Zutaten für die Marinade in einer verschließbaren Schüssel vermischen. Dann das Fleisch, die Zwiebelstücke und die Frühlingszwiebeln dazugeben. Das Fleisch kann dann im Kühlschrank marinieren, kann aber auch direkt gebraten werden.

Eine große Pfanne stark erhitzen, dann das Fleisch inklusive Marinade für ca. 10 bis 15 Minuten braten, bis das Fleisch gar und die Zwiebel weich und durchsichtig ist.

Als Beilage passt z.B. Reis oder man wickelt die Fleischstücke in frische Salatblätter.

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Bulgursalat mit Kürbiskernpesto, Huhn und getrockneten Tomaten

Bulgursalat

 

Der Frühling ist da! Der Frühling ist da! Nach den grauen, regnerischen Tagen ist es eine wahre Wohltat, dass nun die Natur erblüht und alles grün wird. Das vergangene Wochenende habe ich genutzt, um Inventur auf der Terrasse zu machen, welche Pflanzen den Winter überlebt haben und die meisten Kräuter sprießen bereits wieder. Der Grill kam auch zum ersten Mal in diesem Jahr zum Einsatz und ich hoffe, dass das gute Wetter anhält, ich habe nämlich vor, demnächst einiges an Grillrezepten für euch aufzubereiten!

In der Zwischenzeit gibt es einen frischen, leckeren Bulgursalat mit Kürbiskernpesto. Das Pesto kann man auch prima für andere Dinge verwenden – ich kann es mir z.B. auch hervorragend zu Spaghetti vorstellen. Angelehnt ist es an dieses Rezept von dem wunderschönen Blog not without salt.

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Statt mit den getrockneten Tomaten kann man dieses Gericht auch mit geröstetem Gemüse zubereiten, z.B. Paprika, Kürbis, Süßkartoffeln, Spargel usw. Eignet sich vielleicht sogar besser als die getrockneten Tomaten, die ich verwendet habe, die waren nämlich ein bisschen zäh. Wenn ihr das Gemüse verwenden wollt, schneidet einfach eine beliebige Menge davon in mundgerechte Stücke, mischt die Stücke mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und etwas feinem Zitronenabrieb, packt sie bei 200°C in den Ofen und lässt sie 20 bis 30 Minuten rösten.

Zutaten für 4 Personen als leichte Hauptspeise:

für den Bulgur:

  • 200 g Bulgur
  • ca. 400 ml Wasser
  • 2 TL Salz

für das Pesto:

  • ca. 70 g Kürbiskerne, in der Pfanne ohne Öl leicht angeröstet
  • 1 große Handvoll Basilikum
  • ca. 60 ml Olivenöl
  • Saft und Abrieb einer Zitrone
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Agavendicksaft

für das Huhn:

  • 2 Hühnerbrustfilets
  • 1 EL Olivenöl
  • Abrieb und Saft von 1/2 Zitrone
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

ansonsten:

  • ca. 100 g sonnengetrocknete Tomaten (ohne Öl) bzw. anderes Gemüse nach Wahl
  • 1 Avocado

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Den Bulgur in kochendes, gesalzenes Wasser einrühren, kurz aufkochen lassen und für ca. 20 bis 25 Minuten quellen lassen.

Für das Pesto die Basilikumblätter abzupfen und mit den restlichen Zutaten im Mixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Hühnerbrustfilets abwaschen, trockentupfen und salzen. In einer Pfanne mit Öl scharf anbraten, dann mit schwarzem Pfeffer, Zitronenzeste und -saft mischen und bei niedriger Hitze (gerne auch im Ofen bei 100°C) gar ziehen lassen.

Tomaten in feine Streifen schneiden, mit heißem Wasser überbrühen und ca. 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.

Zum Schluss das Pesto und den Bulgur vermischen, die Tomatenstreifen unterheben. Auf einem Teller mit dem Hühnerbrustfilet (in Scheiben geschnitten) und ein paar Streifen Avocado anrichten.

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Pak Choi mit Lammhackfleisch

Pak Choi II

 

Zufallskreationen habe ich hier ja schon öfter vorgestellt. Gerichte, die einfach entstehen, weil gerade bestimmte Zutaten zu Hause sind, mit denen man vielleicht gerade nicht so viel anfangen kann, führen manchmal zu positiven Überraschungen. Hier im Blog habe ich schon einiges vorgestellt, was „mal eben so“ entstanden ist und auch noch für gut befunden wurde:

Pak Choi ist jetzt nicht sooo ungewöhnlich und trotzdem hatte ich aktuell keine spezielle Verwendung. Das gesunde Gemüse hat einen leicht kohligen Geschmack und ist im Rohzustand schön knackig und saftig. Zum Dünsten braucht er nur ein paar Minuten und so ist er bestens geeignet für leckere und gesunde Feierabendküche.

Die Kombination mit Lammhackfleisch ist richtig gut geworden, da war ich selbst überrascht. Während sich der Reis im Reiskocher quasi von selbst zubereitet, wird schnell ein bisschen geschnippelt und angebraten und schon ist das Abendessen fertig.

Pak Choi I

 

Zutaten für 4 Personen:

  • etwas neutrales Öl (Sonnenblumenöl, Erdnussöl) zum Anbraten
  • 2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer, fein gehackt
  • 1/2 rote Chilischote, in feine Ringe geschnitten
  • 1-2 rote Zwiebeln, in halbe Ringe geschnitten
  • 500g Lammhackfleisch (alternativ auch Rinderhackfleisch)
  • 50 ml Mirin (Kochwein)
  • ca. 50 ml helle Sojasauce
  • 2-3 EL Sweet Chili Sauce
  • 4 Pak Choi, längs geviertelt
  • 1 Stängel Minze, Blätter gezupft und in feine Streifen geschnitten
  • etwas frischer Koriander zum Bestreuen (nach Belieben)

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Zubereitung:
Das Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen. Knoblauch, Ingwer und Chili im Öl 1-2 Minuten anbraten, dann die Zwiebeln dazugeben und ein paar Minuten mit anschwitzen. Das Lammhackfleisch hinzufügen und bei mittlerer Hitze krümelig anbraten, dabei leicht bräunen. Mit Mirin und Sojasauce ablöschen, dann Sweet Chili Sauce einrühren und den Pak Choi unterheben. Ein paar Minuten mitdünsten, dann mit Sojasauce und Sweet Chili Sauce abschmecken, mit Minze und Koriander bestreuen und sofort servieren.

Dazu passt Basmati- oder Wildreis.

 

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Brathähnchen mit Fenchel, Orangen und Anisschnaps

Dass ich von Yotam Ottolenghis „Jerusalem“ schwer begeistert bin, daraus habe ich ja noch nie einen Hehl gemacht. Dieses Rezept hier hat es mir aber besonders angetan, vor allem, weil die Aromen so überraschend harmonisch waren. Ein bisschen abgewandelt habe ich es natürlich wieder, mein Vorratsschrank war dafür nicht ausgelegt und über ein paar Hinweise habe ich mich einfach hinweggesetzt (z.B. darüber, die am Schluss verbleibende Flüssigkeit auf 80 ml einzukochen – ich mag mir nicht ausmalen, wie salzig diese Sauce geworden wäre!)

Im Originalrezept werden Clementinen und Arak (das ist ein Anisschnaps, der vor allem im nahen Osten heimisch ist) verwendet. Leider habe ich keine unbehandelten Clementinen gefunden, daher bin ich spontan auf Orangen ausgewichen. Geht auch ganz hervorragend. Den Arak (den ich üblicherweise nicht zu Hause führe) habe ich durch Pernod ersetzt, die Flasche stand bei mir schon ewig rum und ich wusste nie so recht, was ich damit nun anstellen soll. Nun ist ja eine Verwendung gefunden…

Huhn JerusalemZutaten für 4-6 Personen:

  • 100 ml Pernod (oder Arak oder Ouzo)
  • 4 EL Olivenöl
  • 3 El frisch gepresster Orangensaft
  • 3 EL Zitronensaft
  • 2 El körniger Senf
  • 3 El brauner Zucker
  • 2 oder 3 Knollen Fenchel
  • 1 Hühnchen, in 8 Teile geteilt oder ca. 1,3 kg Hühnerteile
  • 2 Orangen oder 4 Mandarinen/Clementinen
  • 1 El Thymian
  • 2 1/2 TL Fenchelsaat (ich habe ca. 1 TL Anissaat verwendet)
  • Salz, Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten
Marinierzeit: ein paar Stunden, am besten aber über Nacht
Backzeit: ca. 45 Minuten

Zubereitung:
Pernod (oder Ouzo/Arrak) mit Olivenöl, Orangensaft, Zitronensaft, Senf und Zucker gut vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Orangen/Mandarinen/Clementinen in dünne Scheiben und die Fenchalknollen in Achtel schneiden. Zusammen mit den Hühnerteilen, dem Thymian und Fenchelsaat in einen gut verschließbaren Beutel geben und mit der Marinade vermischen. Für ein paar Stunden oder über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Backofen auf 220°C vorheizen. Die Hühnerteile in eine große Auflaufform ausbreiten, den Fenchel und die Orangenscheiben dazwischen verteilen. Alles mit der Marinade übergießen.

Für ca. 45 Minuten im Ofen backen, bis alles schön gebräunt ist. Die Flüssigkeit abgießen, in einen Topf geben und etwas einreduzieren lassen, nach Wunsch noch abbinden. Schmeckt hervorragend mit Reis, Couscous, Bulgur oder einfach einem Stück Brot zum Auftunken.

 

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Köttbullar med Potatis och Lingonchutney (Fleischbällchen mit Kartoffeln und Preiselbeerchutney)

Heute beginnt die „schwedische Woche“. Die Idee hierzu entstand vor längerer Zeit im Hüttenhilfe-Forum und findet anlässlich der royalen schwedischen Hochzeit am kommenden Wochenende statt. Ich gebe es zu – 2010 war ich ganz verzaubert, als Victoria von Schweden ihren Daniel geheiratet hat und ich hoffe auf eine ähnlich schöne Hochzeit bei ihrer Schwester Madeleine.

Nun ja, das ist jedenfalls der Anlass für die Flut an schwedischen Rezepten, die sich in den nächsten Tagen hier im Blog breitmachen werden. Geplant ist, bis Samstag (da findet die Trauung statt) jeden Tag ein typisch schwedisches Rezept vorzustellen – ich bin gespannt, ob die Frequenz tatsächlich durchhalten kann

Den Anfang macht heute der Traum eines jeden Ikeabesuchers – die typischen Fleischbällchen mit Kartoffeln und Preiselbeeren. Anregungen für das untenstehende Rezept habe ich mir hier und hier geholt. Und – was soll ich sagen – es schmeckt sooo lecker! Schon so ähnlich wie bei Ikea, nur viel besser. Die Fleischbällchen haben eine tolle Konsistenz, sind ganz locker und zart und zergehen quasi auf der Zunge. Statt der Preiselbeermarmelade, die es üblicherweise zu diesem Gericht gibt, gab es bei uns Preiselbeerchutney, das ich vor einiger Zeit hier im Blog vorgestellt habe.

KöttbullarZutaten für 4 Personen als Hauptgericht:

für die Köttbullar:

  • 500 g Rinderhack
  • 1 Ei
  • 1 1/2 TL Salz
  • 75 g Semmelbrösel
  • 250 ml Milch
  • 1/2 TL Piment, gemahlen
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Zwiebel

für die Kartoffeln:

  • ca. 400 g kleine Kartoffeln
  • 1 EL Butter
  • 1 Zweig Petersilie

für die Sauce:

  • 100 g Butter
  • 2 EL Mehl
  • 50 ml Sahne
  • 250 ml Rinderfond
  • 1-2 EL rotes Gelée (z.B. Johannisbeere oder Preiselbeere)
  • 1/2 TL Piment
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

zusätzlich: Preiselbeerchutney oder Preiselbeermarmelade

Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten

Zubereitung:
Die Zwiebel in möglichst feine Würfel schneiden und in etwas Butter glasig dünsten. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

In einer Schüssel Semmelbrösel mit Salz, gemahlenem Pfeffer und Piment mischen, dann die Milch einrühren. Diese Mischung zusammen mit den Zwiebeln zum Hackfleisch in eine Rührschüssel geben und (vorzugsweise mit einer Küchenmaschine) einige Minuten durchrühren, so dass alle Zutaten miteinander eine Bindung eingehen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Aus der Fleischmasse Bällchen formen und auf einem flachen Teller bereitstellen. Ca. 2 EL Butterin einer Pfanne zerlassen und richtig heiß werden lassen. Dann die Fleischbällchen ringsherum ganz kurz anbraten, sie sollen aber noch nicht durchgaren! In eine Auflaufform geben und im Ofen nochmal ca. 20 Minuten fertig garen.

Währenddessen die Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen. Wenn sie fertig sind, die Petersilie fein schneiden und die Kartoffeln mit etwas Butter und der Petersilie anschwenken.

Parallel kann man in der Pfanne die Sauce zubereiten: nochmal etwas Butter zum Bratensatz geben und das Mehl einrühren und anbraten. Mit kalter Sahne und Rinderfond aufgießen und köcheln lassen, bis die Sauce eindickt. Gelée und Piment dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles gemeinsam auf einem Teller anrichten.

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Eintopf aus grünem und weißem Spargel mit Huhn und Kartoffeln

Bei den aktuellen Außentemperaturen kann man schonmal ein Eintopfgericht servieren, dachte ich mir. Nachdem ich zur Zeit wirklich kiloweise Spargel im Kühlschrank habe, braucht es ein paar verschiedene Ideen – ich esse zwar sehr, sehr gerne Spargelsalat, aber mehrmals pro Woche ist das auch nicht so spannend.

Von der letzten Hühnerfond-Einkochaktion hatte ich noch ein bisschen Hühnerfleisch im Gefrierschrank, das habe ich für den Eintopf mitverwendet. Im Prinzip erhält man dadurch eine Art Frikassee, man kann aber das Fleisch auch weglassen und den Hühnerfond durch Spargel- oder Gemüsefond ersetzen.

SpargeleintopfZutaten für 4-6 Personen als Hauptgericht:

  • 500 g weißer Spargel
  • 500 g grüner Spargel
  • 1 EL Salz
  • 1,5 EL Zucker
  • 500 g Kartoffeln, festkochend
  • 700 ml Hühner- oder Spargelfond
  • 2 EL Butter
  • 3 EL Mehl
  • gekochtes Hühnerfleisch oder zwei Hühnerbrüste
  • Stärke zum Abbinden
  • ein Schuss Sahne
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten

Zubereitung:
Den weißen Spargel schälen und kurz abwaschen. Beide Spargelsorten von ihren holzigen Enden befreien und in ca. 1,5 lange Stücke schneiden, die Spitzen dabei stehen lassen.

In einem großen Topf reichlich Wasser mit 1 EL Salz und dem Zucker zum Kochen bringen. Die Spargelstücke und -spitzen darin knapp unter dem Siedepunkt ca. 10 Minuten ziehen lassen, so dass die Stücke noch schön bissfest sind. Die Spargelspitzen 3 Minuten nach den übrigen Stücken in den Sud geben.

Den Fond abgießen (und aufheben! Er lässt sich hervorragend weiterverwenden) und die Spargelstücke beiseite stellen.

In einem großen Topf die Butter zerlassen und mit dem Mehl eine Mehlschwitze herstellen. Mit dem Hühnerfond aufgießen und ca. 300 ml von dem Kochwasser der Spargelstücke dazugeben. Aufkochen lassen. Währenddessen die Kartoffeln schälen und in gleich große Würfel schneiden. Die Kartoffeln in die Flüssigkeit geben und etwa 15-20 Minuten gar kochen. Die Spargelstücke und das gekochte Hühnerfleisch dazugeben (wer kein gekochtes Hühnerfleisch hat, die Hühnerbrüste würfeln und ca. 5 Minuten vor Ende der Garzeit in den Eintopf geben), mit Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. mit Speisestärke abbinden. Zum Schluss noch einen Schuss Sahne unterrühren.

Spargeleintopf II

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The World’s Best Chicken Curry

Es wird mal wieder Zeit für etwas indisches. Letztes Wochenende gab es bei meinen Eltern ein kleines indisches „Gelage“ mit vielen verschiedenen Speisen. Was bei solchen Gelegenheiten gut zusammenpasst, ist z.B. eine Zusammenstellung aus diesen Speisen:

Dann gibt es meistens noch verschiedene Dips, Saucen und Chutneys:

  • Tomatenchutney
  • Koriandersößchen
  • Joghurt mit Minze (hierbei rühre ich Joghurt mit englischer Mint Sauce zusammen)
  • Joghurt mit Kreuzkümmel (Rezept siehe unten)

Und was natürlich ganz hervorragend zu den oben aufgelisteten Leckereien passt, ist ein würziges Chicken Curry. Die Schärfe kann und sollte natürlich je nach Geschmack angepasst werden, aber ein bisschen brennen darf es schon (für den, der’s mag). Zimt und Nelken geben dem Gericht eine so tolle geschmackliche Note, dass es ganz oben auf meiner Favoritenliste gelandet ist.

Das Rezept unten ist abgewandelt nach dem tollen Roman „The Hindi-Bindi Club„, das neben einer schön erzählten Geschichte von indischen Auswanderern in den USA auch ein paar tolle Rezepte beinhaltet.

Chicken CurryZutaten für 4 Personen:

  • 500 g Hühnerbrustfilet, in grobe Würfel geschnitten

für die Marinade:

  • 1-2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 EL Ingwer, fein gehackt
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 1/2 TL Korianderkörner, gemahlen
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL Kurkuma

für die Sauce:

  • 2 EL neutrales Öl oder Ghee
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zimtstange
  • 4-6 Nelken, ganz
  • 2 mittlere Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 1/2 Dose Pizzatomaten, ggf. etwas mehr
  • 250 ml Wasser
  • 1 TL Korianderkörner, gemahlen
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1/4 TL Kurkuma
  • 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • ggf. Chilipulver
  • Zitronensaft
  • Salz

für die Joghurtsauce:

  • 250 g Naturjoghurt
  • 1/2 TL Salz
  • 1 geh. TL Kreuzkümmel, gemahlen

Zubereitungszeit: ca. 45 Min.

Chicken Curry IIZubereitung:
Die Zutaten für die Marinade miteinander vermischen, das Fleisch dazugeben und in einer Schüssel 1 Stunde bis 24 Stunden marinieren lassen.

In einer tiefen Pfanne mit Deckel das Öl erhitzen und die Zimtstange, Lorbeerblatt und Nelken dazugeben. Bei mittlerer Hitze etwa 2 Minuten anrösten. Die Zwiebelwürfel dazugeben und anbraten, bis sie leicht goldbraun sind, dann die Tomatenstücke einrühren und bei niedriger Hitze etwa 5 Minuten köcheln lassen.

Wasser zur Sauce geben, aufkochen und etwas einreduzieren lassen, dann die ganzen Gewürze einrühren. Ggf. nochmal etwas Wasser nachgießen oder Pizzatomaten. Wenn die Sauce gut eingedickt ist, das marinierte Hühnerfleisch dazugeben und bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten garen.

Die Sauce mit Zitronensaft, Salz und Chilipulver abschmecken. Mit etwas Wasser verdünnen, dann nochmal einreduzieren lassen. Zum Schluss noch Lorbeerblatt, Nelken und Zimtstange entfernen.

Die Zutaten für die Joghurtsauce zusammenrühren und abschmecken. Das Curry mit dem Joghurt und Chapatis oder Basmatireis servieren.

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Daoûd Pascha – Hackfleischbällchen orientalisch mit Tomatensauce

Hier kommt ein weiteres tolles und schön mild, aber nicht langweilig schmeckendes orientalisches Mezzegericht. Die passierten Tomaten und die Zwiebeln geben den Fleischbällchen eine gewisse Süße, die durch ein wenig Zimt und Paprika noch abgerundet wird – wer beides nicht mag, kann es bestimmt auch weglassen.

Zutaten für ca. 6 Personen (oder auch für 10 bis 12, wenn’s noch viele andere Sachen gibt):

  • 500 g Rinderhackfleisch
  • 50 g Pinienkerne, grob gehackt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 TL Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 1/2 TL Paprika edelsüß
  • 1 großzügige Prise rotes Chilipulver
  • 4 Zwiebeln
  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • 1 Biozitrone
  • 500 g passierte Tomaten

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
In einer Schüssel das Fleisch, die Pinienkerne, Tomatenmark, Salz, Pfeffer und die übrigen Gewürze vermischen (mit den Händen gut verkneten oder alternativ mit einer Küchenmaschine). Die Masse zu kleinen, ca. walnussgroßen Bällchen formen und beiseite stellen.

Die Zwiebeln halbieren und in feine Streifen schneiden. In einer großen Pfanne das Öl erhitzen und die Zwiebelstreifen darin bräunen, dann herausnehmen und die Hackfleischbällchen rundherum etwa 5 Minuten anbraten.

Die angebratenen Zwiebeln wieder dazugeben, Zitronenabrieb von der Biozitrone sowie passierte Tomaten dazugeben und bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten garen.

Quelle: Die libanesische Küche

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Cheeseburger mit Rinderhack, Balsamicoschalotten und Aprikosen-Tomatenketchup

Über zwei Monate gibt’s diesen Blog jetzt schon und heute gibt es tatsächlich das erste Rezept, in dem Fleisch vorkommt. Damit ist es dann mit dem „Burger-Special“ auch erstmal gut, die Bemühungen dahingehend werde ich zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen. Demnächst gibt es dann eher wieder leichte Kost.

Zum Würzen des Hackfleischs nehme ich einfach nur Salz und ein bisschen frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer – mehr braucht’s gar nicht, weil man ja ohnehin noch diverse Saucen und andere Geschmackskomponenten auf den Burger schichtet. Da darf das Fleisch dann einfach nur nach Fleisch schmecken. Das verwendete Hackfleisch sollte schön durchwachsen sein, wenn es zu mager ist, werden die Patties gerne mal leicht gummiartig, das ist dann nicht so schön. Und den Käse kann man natürlich weglassen, dann ist’s kein Cheeseburger, sondern einfach nur ein schöner Burger.

Lasst’s euch schmecken!

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 Burgerbrötchen
  • 500 g Rinderhack
  • 2 TL Salz
  • frisch gemahlener Pfeffer
  • 4 Scheiben Schmelzkäse, Emmentaler oder anderen Scheibenkäse nach Wahl
  • 8 Scheiben Bacon/Frühstücksspeck
  • 4 große Salatblätter
  • 2 Tomaten
  • 2 Gewürzgurken
  • Balsamico-Madeiraschalotten
  • Würzsaucen, z.B. Aprikosen-Tomaten-Ketchup, Senf, Ketchup etc. nach Belieben

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Zubereitung:
Das Hackfleisch mit Salz und etwas frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührer vermischen, bis es eine Bindung quasi „mit sich selbst“ eingeht – ca. 1-2 Minuten. Aus der Masse vier Frikadellen formen und in einer Pfanne (dann ggf. mit etwas Öl), auf dem Grill oder dem Kontaktgrill von beiden Seiten anbraten, so dass das Fleisch innen noch schön saftig bleibt. Jedes Pattie mit einer Scheibe Käse belegen und in der Pfanne  überbacken lassen, dann beiseite legen und noch etwas ruhen lassen.

Die Baconstreifen zwischen zwei Lagen Küchenkrepp legen (am besten nicht alle auf einmal) und in der Mikrowelle bei voller Leistung knusprig „backen“, so geht ein Großteil des Fettes heraus und die Scheiben werden schön kross. Wer sie lieber in der Pfanne zubereitet, legt die Scheiben ohne Öl in eine Pfanne und brät sie so lange, bis sie knusprig sind.

Währenddessen die Brötchen halbieren, ggf. mit etwas Öl oder Butter einstreichen und in der Pfanne/auf dem Grill leicht anrösten, so dass die Saucen später nicht „durchsumpfen“.

Dann den Burger nach Lust und Laune schichten und belegen. Reinbeißen – fertig!

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