Geröstete Karotten mit Kreuzkümmel, Honig-Zitronen Dressing und Ziegenkäse

Ich weiß, ich weiß…
Es ist schon wieder ein Monat her seit dem letzten Blogeintrag. Es hat sich einiges (nicht blogrelevantes) getan – eine tolle Reise nach Barcelona zum Beispiel, ein wunderschönes Wochenende mit fantastischem Adele-Konzert in Köln (dort gab es dann auch ein sehr nettes Treffen mit Maja von moey’s kitchen und super Essen – Burger in der Fetten Kuh, Dessertpizza im 485° und die wundervollste Pizza, die ich seit langem hatte im Scugnizzo).

Langsam kehrt also wieder Ruhe ein und das passt ganz hervorragend, weil nämlich die Grillsaison beginnt. Letztes Wochenende gab es tolle Lammkeulenkoteletts mit diesen unglaublichen gerösteten Karotten. Das Rezept stammt aus dem sehr inspirierenden Kochbuch Persiana: Recipes vom the Middle East & Beyond von Sabrina Ghayour*, das Mitte letzten Jahres auch auf Deutsch erschienen ist (ich habe damals gleich bei der englischen Ausgabe zugeschlagen). Sabrina Ghayour hat mittlerweile ein neues Kochbuch herausgebracht – Sirocco (Fabulous Flavours from the East)*, derzeit nur auf Englisch erhältlich.

geröstete Karotten 1

 

Also: es gab also Karotten. Das Rezept sieht vor, dass man vor dem Anrichten weichen Ziegenkäse über die gerösteten Karotten bröckelt, ich wollte ein bisschen kreativ sein und habe die eine Seite mit Ziegenfrischkäse bebröckelt und die andere Hälfte mit Feta. Letzteres war noch um Nuancen besser, weil der Feta eine schöne Würze mitbringt, der fantastisch mit den süßlichen Karotten harmoniert.
Wird es definitiv wieder geben.

geröstete Karotten 2

 

Zutaten für 4 Personen als Beilage:

  • 750 g Karotten, geschält und in ca. 1 cm dicke schräge Scheiben geschnitten
  • ein guter Schuss Olivenöl
  • 2 EL Kreuzkümmelsamen
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Saft einer Zitrone
  • 3 EL flüssiger Honig (z.B. Akazienhonig)
  • 100g weicher Ziegenkäse oder Feta
  • 1 Bund Dill, grob gehackt
  • ca. 2 TL Nigellasamen

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 40 Minuten

Zubereitung:
Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Karottenscheiben darauf verteilen und mit Olivenöl, Kreuzkümmelsamen, Salz und Pfeffer vermischen. Bei 200°C etwa 30 Minuten backen.

Währenddessen Zitronensaft und Honig mischen. Am Ende der 30 Minuten über die gebackenen Karotten geben und nochmal ca. 10 Minuten im Ofen rösten. Danach leicht abkühlen lassen.

Auf einer Platte oder einem Teller anrichten, Käse über die Karotten bröckeln und mit Dill und Nigellasamen garnieren.

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Zucchinipuffer mit Basilikum und Zitrone

Zucchinipuffer IIWie ich in der Kochbuchrezension zu Anna Jones‘ wunderbarem „A Modern Way to Eat“* bereits versprochen habe, gibt es noch ein paar getestete und für gut befundene Rezepte. Allen voran diese Zucchinipuffer, die problemlos nach einem langen Arbeitstag in Nullkommanix zubereitet werden können. Anna gibt das Rezept für 4 Personen an – wenn es als Hauptgericht dienen soll, würde ich allerdings sagen, dass eher 2 Personen davon satt werden. Es eignet sich als Vorspeise, für Parties, als Fingerfood – die Puffer sind echt vielseitig einsetzbar.

Die Rezension zu „a modern way to eat“ findet ihr übrigens hier.

Die Zitrone harmoniert ganz hervorragend mit dem Basilikum und der Zucchini und der Feta gibt dem ganzen eine würzige Note. Natürlich ist das Rezept auch abwandelbar, ich kann mir die Puffer auch sehr gut mit Paprika, Kürbis, roten Zwiebeln oder Pilzen vorstellen.

Zucchinipuffer

Zutaten für 12-16 Puffer:

  • 1 mittlere Zucchini, grob geraspelt (ca. 250g)
  • 100g TK-Blattspinat, aufgetaut und gut ausgedrückt
  • 100g gekrümelter Feta
  • 3 EL geriebener Parmesan oder Pecorino
  • 1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • einige Stängel Basilikum, grob gehackt
  • abgeriebene Schale von einer Zitrone
  • 5 Eier
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Zubereitung:
Die grünen Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Käse, Knoblauch und der geriebenen Zitronenschale vermischen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und die Eier unterrühren.

Einen guten Schuss Öl in einer Pfanne erhitzen und jeweils einen großzügigen Esslöffel der Mischung bei mittlerer Hitze ausbraten. Flach streichen und von jeder Seite ca. zwei Minuten anbraten.

Während die nächste Charge Puffer in der Pfanne ausbäckt, können die bereits fertigen im warmen Ofen auf ihren Einsatz warten.

 

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Asiatischer Cole Slaw

Asian Slaw II

 

Sensationell. Einfach sensationell.
Selten habe ich einen Salat gegessen, der mich so begeistert hat wie dieser hier. Gerade noch fällt er ganz knapp in die Kategorie „Schnelle Küche“, hier sind alle Rezepte zu finden, die in 30 Minuten oder weniger zubereitet werden können (so habe ich das für mich definiert). Für einen Salat ist es relativ viel Aufwand, dafür belohnt das Ergebnis umso mehr.

Angelehnt ist diese Variante an ein Rezept der „Hairy Bikers“, das bei BBC Food veröffentlicht wurde. Die Menge habe ich drastisch reduziert – eigentlich wollte ich einen Salat für zwei Personen (daher habe ich die Mengen halbiert), allerdings hätte es locker (!) für 4 Personen gereicht. So schlimm war es aber nicht, da der knackige Krautsalat auch noch am nächsten Tag ganz hervorragend schmeckt.

Crunchige Wintersalate sind gerade meine Spezialität, vielleicht gibt es davon noch ein paar, bevor sich das garstige Wetter endgültig verabschiedet. In der Zwischenzeit könnt ihr euch noch gerne diese hier anschauen:

Asian Slaw I

 

Zutaten für 4 gute Salatesser:

  • 1/4 Chinakohl, in feine Streifen geschnitten
  • 1/4 Rotkohl, in feine Streifen geschnitten
  • 1/2 rote Zwiebel, in sehr feine Streifen geschnitten
  • 2 Frühlingszwiebeln, geputzt und schräg in feine Ringe geschnitten
  • 2 Pak Choi, halbiert und in feine Streifen geschnitten
  • eine Handvoll Mungbohnensprossen (optional)
  • ca. 100 g Zuckerschoten, in feine Streifen geschnitten
  • 1/2 Bund Minze, Blätter grob gezupft
  • 1 Bund Koriander, Blätter gezupft

Für das Dressing:

  • 1 Stück Ingwer, daumengroß, geschält und in sehr feine Scheiben geschnitten
  • 6 EL Zucker
  • ca. 100 ml Reisessig
  • 1-2 TL Salz
  • 6 EL Olivenöl
  • Saft von einer Limette
  • 2 EL geröstetes Sesamöl
  • 2 EL Mirin

Zubereitungszeit inkl. Schnippeln: 30 Minuten

Zubereitung:
Die Ingwerscheiben in einen Topf geben, mit Zucker und Reisessig aufkochen lassen und ggf. noch etwas Wasser nachgeben. Ca. 15 Minuten leise vor sich hinköcheln lassen, dann abkühlen lassen.

Währenddessen die Zutaten für den Salat vorbereiten und schnippeln. Alles zusammen in eine große Schüssel geben. Die Dressingbestandteile zusammenmischen und den Sirup vom Kochen des Ingwers dazugeben. Die Ingwerscheiben kleinschneiden und unter das Dressing rühren.

Schließlich das Dressing über den Salat geben und alles gut unterheben.

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Müsliriegel mit Honig und Trockenfrüchten

Lange ist es her, als ich das letzte Mal an einem Blogevent teilgenommen habe. Und dass ich Müsliriegel selbstgemacht habe, sowieso. Die letzte Variante waren die Granola Bars mit Beeren, Haferflocken und Rice Crispies aus The Sprouted Kitchen: A Tastier Take on Whole Foods*. Sara hat nicht nur einen wunderschönen Blog, sie hat auch bereits ein weiteres Kochbuch herausgebracht: The Sprouted Kitchen Bowl and Spoon: Simple and Inspired Whole Foods Recipes to Savor and Share*.

Müsliriegel II

 

Heute geht es aber um ein anderes Rezept. Müsliriegel wollte ich schon lange mal wieder machen und so traf es sich ganz gut, dass es zur Zeit ein schönes Blogevent bei zorra’s Blog 1x umrühren bitte aka kochtopf. Das Event hat die liebe Maja von moey’s kitchen organisiert, die ich ja auch schon ein paarmal treffen durfte und die mittlerweile ein tolles Müslibuch* auf den Markt gebracht hat. Und da mache ich doch gerne mit.

Blog-Event CXVII - Whats for breakfast? Müsli! (Einsendeschluss 15. März 2016)

Die Müsliriegel heute sind angelehnt an dieses Rezept, allerdings habe ich hier und da etwas abgeändert, das Rezept auf europäische Maßeinheiten umgerechnet und noch etwas Zimt hinzugefügt (das schadet nie). Die Riegel sind sehr schnell zubereitet und das Rezept ist durchaus ergiebig. Je nach Größe kommen locker 25 Riegel dabei raus, man kann sie aber natürlich noch kleiner schneiden und hat dann kleine Energiehappen, die sich nachmittags im Büro hervorragend naschen lassen.

Wer übrigens zum Thema Müsli noch mehr hier im Blog lesen möchte, dem empfehle ich die diesen Beitrag hier.

Müsliriegel I

 

Zutaten für 18-30 Riegel oder noch mehr Häppchen:

  • 210 g grobe Haferflocken
  • 150 g Mandeln, ganz
  • 100 g Kokosflocken
  • 50 g Weizenkleie
  • 60 g Butter
  • 130 Honig
  • 65 g heller Rohrzucker
  • 1 1/2 Vanilleextrakt oder etwas gemahlene Vanille
  • 1/4 TL Salz
  • 6-8 Stück Datteln, entkernt und gewürfelt
  • 100 g getrocknete Cranberries oder anderes Trockenobst
  • 1 TL Zimt, gemahlen

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: 12 Minuten und 25 Minuten

Zubereitung:
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und alle trockenen Zutaten darauf mischen. Im Ofen 10-12 Minuten leicht anrösten, dabei immer wieder wenden, damit nichts anbrennt.

Die Ofentemperatur auf 150°C reduzieren. Alle übrigen Zutaten in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze kurz aufkochen. Dann die trockenen Zutaten dazugeben und alles gut miteinander vermengen. Die Masse dann auf dem Blech verteilen und alles mit feuchten Fingern etwa 1 cm dick flach pressen (die Ränder dabei etwas glätten). Im Ofen für ca. 25 Minuten leicht goldbraun backen.

Wenn die Riegelmasse fertig gebacken ist, etwa 2 bis 3 Stunden auskühlen lassen, dann mit einem sehr scharfen Messer in Riegel oder Stücke schneiden.

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Tomatensuppe mit Süßkartoffeln und Bohnen

Tomatensuppe II (1)

Das Wetter draußen ruft immer noch nach wärmenden Eintopfgerichten und Suppen. Vor kurzem hatte mich noch eine fiese Grippe in den Fängen, da kam mir dieses Rezept ganz recht, da es hauptsächlich Zutaten beinhaltete, die ich schon zu Hause hatte.

Durch die diversen Gewürze bekommt die Suppe einen wundervoll komplexen Geschmack, der am nächsten Tag fast noch ein bisschen besser zur Geltung kommt. Die Basis lässt sich dann mit verschiedenen „Dreingaben“ komplettieren – wer mag, gibt ein pochiertes Ei darauf und/oder etwas kleingeschnittene Avocado, gezupfte Korianderblättchen oder (Ziegen)frischkäse machen sich ebenfalls gut. Und obendrein ist sie noch relativ schnell zubereitet, dementsprechend auch für schnelle Feierabendküche geeignet.

Das Rezept stammt ursprünglich aus dem wundervollen Buch „A Modern Way to Eat“ von Anna Jones*, das ich hier demnächst auch noch rezensieren werde, ich habe es nur ein kleines bisschen angepasst. Das Kochbuch ist so wunderschön und praktisch gestaltet, dass ich daran im Buchladen einfach nicht vorbeigehen konnte. Und es ist auf Apfelpapier gedruckt! Vorab schonmal eine Empfehlung dafür :-).Tomatensuppe I (1)

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Personen als wärmende Vorspeise:

  • 1 mittlere Süßkartoffel, geschält und in kleine Stücke geschnitten
  • 250 g Cherrytomaten, halbiert
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Dose (400g) stückige Tomaten
  • 1 Dose (400g) Bohnen (Kidney, schwarz oder weiß), abgetropft
  • 1 TL geräuchertes süßes Paprikapulver (Pimentón de la Vera dulce)
  • 1 TL Koriander, gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

zusätzlich (optional und wahlweise):

  • 1 Avocado, in Streifen geschnitten
  • einige Eier zum Pochieren
  • etwas frischer Koriander oder Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten.
  • Frischkäse oder Ziegenfrischkäse

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Süßkartoffelstücke und Cherrytomaten auf je eine Hälfte eines Backblechs ausbreiten, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Olivenöl beträufeln, dann im Ofen für ca. 20 bis 25 Minuten rösten.

Einen großen Topf mit etwas Öl erhitzen, dann die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch darin leicht anbraten. Die gemahlenen Gewürze dazugeben und einige Minuten mitbraten, bis alles zu duften beginnt. Die stückigen Tomaten dazugießen und etwa 5 Minuten köcheln lassen.

Die Brühe angießen, aufkochen lassen und etwas köcheln lassen, nach Belieben kann sie zu diesem Zeitpunkt auch püriert werden. Anschließend die Bohnen zugeben.

Nun sollten auch die Süßkartoffeln und Tomaten fertig sein. Das Backblech aus dem Ofen nehmen, die Süßkartoffeln in die Suppe geben und die Tomaten beiseite stellen. Alles nochmal ein paar Minuten leicht köcheln lassen.

Wer möchte, kann nun die pochierten Eier zubereiten (ein bis zwei Stück pro Portion), die dann beim Anrichten auf die Suppe gesetzt werden.

Schließlich wird die Suppe in Schüsseln geschöpft. Die Cherrytomaten, sowie eventuelle andere Zugaben (Koriander, Frischkäse etc.) über der Suppe verteilen, als Abschluss das pochierte Ei darauf setzen.

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Chinakohlsalat mit Mango und Birne

Chinakohlsalat I

 

Sehnt ihr euch zur Zeit auch so nach frischem Salat? Saisonal sieht es ja gerade nicht so optimal aus, wenn man auf Blattsalate steht – wenn es im Winter ein knackiger, frischer Salat sein soll, hat man meistens nicht viel Auswahl. Chinakohl ist lange ein bisschen stiefmütterlich behandelt worden und feiert seit Kurzem ein Comeback. Das ist kein Wunder, denn er ist nicht nur gesund, sondern auch sehr unkompliziert und lecker.

Der Salat ist asiatisch angehaucht durch den Reisessig, Sojasauce und Chilisauce und ich habe das Rezept hier zum ersten Mal gesehen und es wie immer ein bisschen angepasst. Zusätzlich dazu, dass er mächtig gesund ist, lässt er sich auch in Windeseile zubereiten! Und er ist recht unkompliziert, was die Vorbereitung angeht – es schadet überhaupt nicht, wenn er nicht sofort serviert wird, sondern erst noch ein paar Minuten durchzieht, er fällt nicht gleich in sich zusammen. Ich habe sogar schonmal Reste vom Vorabend am nächsten Tag mit in die Arbeit genommen. Klar, die Birne ist dann nicht mehr ganz so hübsch, aber der Geschmack ist immer noch sensationell.

Chinakohlsalat II

 

Zutaten für 4-6 Personen als Beilagensalat:

für das Dressing:

  • 60 ml Reisessig
  • 1 EL Sesamöl (geröstet)
  • 1 TL Ingwer, fein gerieben
  • 1 EL brauner Zucker oder Agavendicksaft
  • 1 EL Sojasauce
  • ggf. 1 TL Sriracha (thailändische Chilisauce)

für den Salat:

  • 1/2 Kopf Chinakohl
  • 1 Mango (nicht allzu reif, so dass sie noch fest ist)
  • 1 Birne
  • 1 rote Chilischote

Zubereitungszeit: etwa 10 Minuten

Zubereitung:
Die Zutaten für das Dressing in einer kleinen Schüssel gut miteinander verrühren.

Mit einer Mandoline den Chinakohl in feine Streifen schneiden. Die Mango schälen und ebenfalls in feine Streifen, Würfel oder in Stifte schneiden. Die Birne ungeschält, aber entkernt fein hobeln und die Chili in feine Ringe schneiden.

Alle Zutaten in einer großen Schüssel vermengen und abschmecken.

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Pak Choi mit Lammhackfleisch

Pak Choi II

 

Zufallskreationen habe ich hier ja schon öfter vorgestellt. Gerichte, die einfach entstehen, weil gerade bestimmte Zutaten zu Hause sind, mit denen man vielleicht gerade nicht so viel anfangen kann, führen manchmal zu positiven Überraschungen. Hier im Blog habe ich schon einiges vorgestellt, was „mal eben so“ entstanden ist und auch noch für gut befunden wurde:

Pak Choi ist jetzt nicht sooo ungewöhnlich und trotzdem hatte ich aktuell keine spezielle Verwendung. Das gesunde Gemüse hat einen leicht kohligen Geschmack und ist im Rohzustand schön knackig und saftig. Zum Dünsten braucht er nur ein paar Minuten und so ist er bestens geeignet für leckere und gesunde Feierabendküche.

Die Kombination mit Lammhackfleisch ist richtig gut geworden, da war ich selbst überrascht. Während sich der Reis im Reiskocher quasi von selbst zubereitet, wird schnell ein bisschen geschnippelt und angebraten und schon ist das Abendessen fertig.

Pak Choi I

 

Zutaten für 4 Personen:

  • etwas neutrales Öl (Sonnenblumenöl, Erdnussöl) zum Anbraten
  • 2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer, fein gehackt
  • 1/2 rote Chilischote, in feine Ringe geschnitten
  • 1-2 rote Zwiebeln, in halbe Ringe geschnitten
  • 500g Lammhackfleisch (alternativ auch Rinderhackfleisch)
  • 50 ml Mirin (Kochwein)
  • ca. 50 ml helle Sojasauce
  • 2-3 EL Sweet Chili Sauce
  • 4 Pak Choi, längs geviertelt
  • 1 Stängel Minze, Blätter gezupft und in feine Streifen geschnitten
  • etwas frischer Koriander zum Bestreuen (nach Belieben)

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Zubereitung:
Das Öl in einer großen Pfanne oder einem Wok erhitzen. Knoblauch, Ingwer und Chili im Öl 1-2 Minuten anbraten, dann die Zwiebeln dazugeben und ein paar Minuten mit anschwitzen. Das Lammhackfleisch hinzufügen und bei mittlerer Hitze krümelig anbraten, dabei leicht bräunen. Mit Mirin und Sojasauce ablöschen, dann Sweet Chili Sauce einrühren und den Pak Choi unterheben. Ein paar Minuten mitdünsten, dann mit Sojasauce und Sweet Chili Sauce abschmecken, mit Minze und Koriander bestreuen und sofort servieren.

Dazu passt Basmati- oder Wildreis.

 

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Gegrillte Paprika mit Knoblauch

Eins meiner Lieblingsrezepte – gegrillte Paprika. So einfach, so gut. Und bevor der Sommer jetzt zu Ende geht (hat ja eh wieder lange genug gedauert mit dem nächsten Rezept), gibt es nun eine der schönsten Formen von sommerlichem Gemüse. Ich gerate ins Schwärmen…

gegrillte Paprika 3

Im Sommer (wo Paprika ohnehin Saison haben und daher dann auch verzehrt werden wollen) können die Paprika am einfachsten auf dem Grill zubereitet werden. Bei schlechtem Wetter geht es aber auch problemlos im Backofen, wobei ihnen dann natürlich das typische Grillaroma fehlt. Auf alle Fälle ist wichtig, dass die Paprika so richtige schwarze Blasen bekommen – keine Angst, das wird ja später nicht mitgegessen.

Durch das Grillen (und dadurch auch Garen) bekommen die Paprika ein tolles süßliches Röstaroma, das durch Olivenöl und Knoblauch noch unterstützt wird.

So eignen sie sich perfekt als Beilage zum Grillen. Oder als Antipasti. Oder um dringende gegrillte Paprikagelüste zu stillen. Oder einfach, weil sie sensationell gut schmecken und man gerade so Lust drauf hat.

Das Beste daran ist, dass sie sich (wenn man sich zusammenreißen kann) im Kühlschrank ein paar Tage halten, wenn sie gut verschlossen aufbewahrt werden. Die Aromen ziehen dann schön durch und gerade der Knoblauch kommt gut heraus.

gegrillte Paprika 1

Zutaten für 4 Personen als Beilage:

  • 4 Paprika (rot oder gelb, auch gerne gemischt)
  • etwas Olivenöl zum Einreiben der Paprikaschoten
  • 1 große oder 2 kleine Knoblauchzehen
  • Salz
  • ca. 4 EL Olivenöl
  • 1 TL Zitronensaft

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Grillzeit: etwa 20 Minuten
im Backofen: ca. 30 Minuten
Ruhezeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Bei Verwendung des Grills diesen vorheizen (Holzkohle oder Gas), die Paprika waschen und abtrocknen, dann dünn mit Olivenöl einreiben. Auf dem Grill bei mittlerer Hitze ringsum ankohlen lassen (wichtig: auch mal senkrecht auf den Grill stellen). Vom Grill nehmen, ein paar Minuten leicht abkühlen lassen und dann in einem verschlossenen Gefrierbeutel schwitzen lassen.

Falls der Backofen zum Einsatz kommt, diesen auf 230°C vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen. Die Paprika waschen, trocknen und längs halbieren, dann die Kerne und Stege entfernen. Die Hälften dünn mit Olivenöl einreiben und auf das Blech legen. Im Backofen lassen, bis die Haut schwarze Blasen wirft, dann leicht abkühlen lassen und in einem verschlossenen Gefrierbeutel schwitzen lassen.

Brot

Nach ca. 30 Minuten des Abkühlens im Gefrierbeutel lassen sich die Paprikaschoten leicht von der schwarzen Haut befreien, die geschälten Stücke dann entweder mit den Händen zerteilen oder mit dem Messer in Streifen schneiden.

Knoblauch fein hacken und zusammen mit dem restlichen Olivenöl, dem Zitronensaft und etwas Salz zu den Paprikastreifen in eine Schüssel geben. Gerne im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur noch etwas durchziehen lassen. Schmeckt hervorragend mit frisch geröstetem Brot.

gegrillte Paprika 2

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Guacamole

Mit Avocados ist das ja so eine Sache… Erfahrungsgemäß sind sie entweder steinhart oder schon „drüber“. Den richtigen Zeitpunkt abzupassen gleicht einer größeren Herausforderung. Aber wenn man den rechten Moment abpasst, wird man geschmacklich belohnt. Und ein gesunder Genuss sind die Früchte obendrein.

Avocados haben einen sehr hohen, allerdings „gesunden“ Fettanteil. Außerdem sind sie sehr reich an Vitaminen – z.B. Vitamin A+E, Carotin und Biotin.

Am besten kauft man Avocados im harten, unreifen Zustand. Da sie ohnehin nicht reif geerntet werden können (weil sie erst reifen, wenn sie vom Baum geerntet wurden), stellt man so zumindest sicher, dass der Zeitpunkt der Ernte noch nicht so lange her ist und nicht schon tausend Kunden im Supermarkt daran herumgedrückt haben. Also, am besten im Voraus planen und den Avocados noch ein paar Tage Zeit geben, fertig zu reifen. Wenn sie dann (zu Hause) auf Druck nachgeben, aber die Haut noch nicht eingefallen ist, dann sollten sie genau richtig sein.

Guacamole

 

Und zum Thema Guacamole: Rezepte dafür gibt es wie Sand am Meer und ebenfalls unendlich verschiedene Varianten. Das hier ist meine Variante, so wie ich sie am liebsten esse. Wer mag, kann zusätzlich noch eine halbe, sehr fein gewürfelte rote Zwiebel unterheben oder etwas fein gewürfelte Chilischote. Tomaten sind eher optional, ich verwende sie hauptsächlich wegen der Farbe. Und Koriander – für mich ist das ein Muss, ich mag den Geschmack von frischem Koriander aber auch sehr gerne. Wer da meine Ansicht nicht teilt, kann stattdessen Petersilie (für die Farbe) verwenden oder die Kräuter einfach weglassen.

Für 2 Personen als Hauptspeise mit Brot oder für ca. 6 Personen als Dip:

  • 2 reife Avocados
  • Saft einer halben Limette
  • 3-4 Cherry- oder Datteltomaten
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 TL Agavendicksaft
  • 1 handvoll frischer Koriander
  • Chiliflocken
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten

Zubereitung:
Die Avocados halbieren, den Kern entfernen und das Fruchtfleisch aus der Schale lösen. In einer Schüssel mit einer Gabel zerdrücken (nicht allzu fein). Die Cherry- bzw. Datteltomaten vierteln und von den Kernen befreien, dann fein würfeln und zur Avocado geben. Limettensaft, Agavendicksaft, Knoblauch und Chiliflocken ebenfalls mit der Avocadomasse vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss den Koriander grob zerkleinern und unterheben. Falls die Guacamole Zeit hat zum Durchziehen, vor dem Servieren nochmals abschmecken.

Dazu passt hervorragend Baguette oder geröstetes Bauernbrot. Oder Tortillachips…

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Aprikosensalsa mit Zitronenverbene

Es gibt Momente, da frage ich mich, warum ich bestimmte Dinge nicht schon viel früher ausprobiert habe. Der Kräutergarten auf der Dachterrasse ist mittlerweile recht umfangreich, aber Zitronenverbene gehörte noch nicht dazu, ein Zustand, der dringend und zeitnah geändert werden muss.

Aprikosensalsa1

 

Das Rezept für diese Aprikosensalsa ist in der aktuellen Ausgabe von „Martha Stewart Living“ erschienen (zum Originalrezept geht es hier), die ich druckfrisch am Flughafen erstanden habe, allerdings ist es leicht abgewandelt. Die Menge ist geeignet, eine mittlere Kohorte abzufüttern, allerdings kann die Salsa auch gerne ein bisschen durchziehen und am nächsten Tag nochmal serviert werden.

Die Jalapeños (oder ersatzweise grüne Chilis) werden über der offenen Flamme angeröstet und bekommen so ein leicht rauchiges Aroma. Falls ihr eh grillen wollt, könnt ihr sie auch kurz auf den Grill legen. Auch ein kleiner Bunsenbrenner verrichtet ähnliche Dienste.

Jalapeños

 

Zutaten für eine große Schüssel voll (sicher für 10 oder mehr Personen):

  • 2  Jalapeños (alternativ: grüne Chilis)
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • ca. 20 reife Aprikosen, in Würfel geschnitten
  • 2 EL Ingwer, sehr fein gehackt
  • 2 EL Agavendicksaft oder brauner Zucker
  • 1 EL Salz
  • 1 gute Handvoll Zitronenverbene (alternativ: frischer Koriander), grob gehackt
  • 1/2 rote Zwiebel, in feine viertel Ringe geschnitten
  • Tortillachips oder Weißbrot zum Servieren

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten

Zubereitung:
Die Jalapeños und Frühlingszwiebeln etwa 2 bis 3 Minuten über einer offenen Gasflamme einige Minuten rösten, bis sie leicht angekohlt sind.

Die Aprikosen in eine mittelgroße Schüssel geben. Jalapeños halbieren, von den Stegen und Kernen befreien und fein würfeln. Die Frühlingszwiebeln ebenfalls sehr fein schneiden und zusammen mit den restlichen Zutaten mit den Aprikosen vermischen. Im Kühlschrank etwas durchziehen lassen und mit den Tortillachips servieren.

Aprikosensalsa2

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