Spaghetti AOP (aglio, olio e peperoncini)

Gute Dinge müssen ja nicht immer kompliziert sein. Oft ist es ja so, dass gerade die einfachen Gerichte große Begeisterung hervorrufen. Nun musste ich tatsächlich 36 Jahre alt werden, um das erste Mal selbst Spaghetti aglio e olio zuzubereiten. Schade, dass mich dieses supereinfache, schnelle Gericht nicht früher gereizt hat – dabei ist es so unglaublich gut!

 

„Schuld“ daran war ein fantastischer Urlaub in der Toskana – lange bevor die Touristenströme durch Florenz, Siena und Lucca ziehen. Im kleinen Agriturismo nördlich von Florenz waren wir die einzigen Gäste und die kleine Ferienwohnung war mit einer Küche ausgestattet. So konnten wir jeden Tag die kleinen Städte und Märkte erkunden und Abends dann die heimgebrachten Schätze zubereiten. Besser geht es einfach nicht. Frische Ravioli in Salbeibutter, Burrata mit Olivenöl und Tomaten und eben auch Spaghetti mit Knoblauch, viel Olivenöl und Peperoncini. Das war so gut, dass wir beschlossen haben, daraus eine Tradition zu machen – schließlich ist alles in wenigen Minuten zubereitet und eignet sich so hervorragend für den Feierabend (dann jedoch besser freitags, um den Geruchssinn der Kollegen nicht unnötig zu strapazieren).

Wenn so wenig Zutaten in ein Gericht kommen, ist die Qualität der Komponenten natürlich umso wichtiger. Die Toskana bietet eine reichhaltige Auswahl an hochwertigen und sehr würzigen Olivenölen, die sich hervorragend für Spaghetti AOP eignen. Aber auch bei uns gibt es gute Olivenöle, ich würde an eurer Stelle ein bisschen durchprobieren, bis ihr eins gefunden habt, dass euch zusagt.

 

Zutaten für 2 Personen:

  • 400 g Spaghetti
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • ca. 50 ml Olivenöl
  • 2 getrocknete Peperoncini (kleine Chilis)
  • 2-3 Zweige Petersilie

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten

Zubereitung:
Spaghetti in kochendem Salzwasser al dente kochen.

Währenddessen die Knoblauchzehen und die Peperoncini zerdrücken und fein hacken. Das Olivenöl in einer kleinen Pfanne leicht erhitzen, dann Knoblauch und Peperoncini dazugeben und vorsichtig anschwitzen, aber nicht bräunen.

Wenn die Nudeln fertig sind, diese abgießen und das Knoblauchöl unterrühren. Die Petersilienblätter abzupfen und fein schneiden, dann ebenfalls unter die Spaghetti heben.

Sofort servieren, am Tisch ggf. noch mit Olivenöl und Salz verfeinern.

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Koreanischer Schweinebauch – Dwaejigogi-bokkeum 돼지고기볶음

Vor langer Zeit wollte ich euch mal eine ganze Serie an koreanischen Rezepten vorstellen. So unendlich lang ist das her, dass ich nachsehen musste, wann das war – es ist ein bisschen mehr als ein Jahr her. Dann kamen viele andere leckere Dinge dazwischen und anschließend eine laaaaange Blogpause (in der ich auch wenig gekocht und herumprobiert habe), aber heute soll es zumindest ein kleines Stückchen weitergehen.

Wie ich im Beitrag über den koreanischen Krautsalat schon erwähnt habe, hatte ich früher einen kleinen koreanischen Imbiss in meiner Nachbarschaft. Da es in Augsburg leider keinen gibt (oder ich noch keinen gefunden habe), musste ich also selbst tätig werden.

Wenn man gerne scharf isst, kann man mit diesem Gericht sehr glücklich werden. Es sieht nicht nur scharf aus, es kann den Mund in Flammen setzen. Es lohnt sich, nach den koreanischen Chiliflocken gochugaru Ausschau zu halten, sie sind minimal scharf – das übernimmt eher die koreanische Chilipaste gochujang.

 

Der Krautsalat ist übrigens auch zu diesem Gericht ein Muss als Beilage.

Ich hoffe, dass ich auch noch dazu komme, euch bei Gelegenheit ein paar andere koreanische Gerichte vorzustellen :-). Angelehnt ist dieses Rezept übrigens an Maangchi, die in ihrem YouTube Channel fantastische koreanische Gerichte zum Besten gibt und mittlerweile auch das erste Kochbuch (Maangchi’s Real Korean Cooking: Authentic Dishes for the Home Cook*)

Zutaten für 4 Personen:

  • 600 g Schweinebauch, in feine Scheiben geschnitten
  • 1 weiße Zwiebel, halbiert und in feine Streifen geschnitten
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, grob gehackt

für die Marinade:

  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 TL Ingwer, fein gehackt
  • 2 EL koreanische Chiliflocken (gochugaru) – falls diese nicht zu bekommen sind, bitte nur durch ca. 1/2 TL „normale“ Chiliflocken ersetzen
  • 2 EL brauner Rohrzucker
  • 5-6 EL koreanische Chilipaste (gochujang)
  • 3 EL Sojasauce
  • 1 EL Sesamöl
  • 1 grüne koreanische Chilischote, in feine Ringe geschnitten (optional)
  • eine Prise Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: insgesamt ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Alle Zutaten für die Marinade in einer verschließbaren Schüssel vermischen. Dann das Fleisch, die Zwiebelstücke und die Frühlingszwiebeln dazugeben. Das Fleisch kann dann im Kühlschrank marinieren, kann aber auch direkt gebraten werden.

Eine große Pfanne stark erhitzen, dann das Fleisch inklusive Marinade für ca. 10 bis 15 Minuten braten, bis das Fleisch gar und die Zwiebel weich und durchsichtig ist.

Als Beilage passt z.B. Reis oder man wickelt die Fleischstücke in frische Salatblätter.

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Zucchinipuffer mit Basilikum und Zitrone

Zucchinipuffer IIWie ich in der Kochbuchrezension zu Anna Jones‘ wunderbarem „A Modern Way to Eat“* bereits versprochen habe, gibt es noch ein paar getestete und für gut befundene Rezepte. Allen voran diese Zucchinipuffer, die problemlos nach einem langen Arbeitstag in Nullkommanix zubereitet werden können. Anna gibt das Rezept für 4 Personen an – wenn es als Hauptgericht dienen soll, würde ich allerdings sagen, dass eher 2 Personen davon satt werden. Es eignet sich als Vorspeise, für Parties, als Fingerfood – die Puffer sind echt vielseitig einsetzbar.

Die Rezension zu „a modern way to eat“ findet ihr übrigens hier.

Die Zitrone harmoniert ganz hervorragend mit dem Basilikum und der Zucchini und der Feta gibt dem ganzen eine würzige Note. Natürlich ist das Rezept auch abwandelbar, ich kann mir die Puffer auch sehr gut mit Paprika, Kürbis, roten Zwiebeln oder Pilzen vorstellen.

Zucchinipuffer

Zutaten für 12-16 Puffer:

  • 1 mittlere Zucchini, grob geraspelt (ca. 250g)
  • 100g TK-Blattspinat, aufgetaut und gut ausgedrückt
  • 100g gekrümelter Feta
  • 3 EL geriebener Parmesan oder Pecorino
  • 1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • einige Stängel Basilikum, grob gehackt
  • abgeriebene Schale von einer Zitrone
  • 5 Eier
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Olivenöl

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Zubereitung:
Die grünen Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Käse, Knoblauch und der geriebenen Zitronenschale vermischen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und die Eier unterrühren.

Einen guten Schuss Öl in einer Pfanne erhitzen und jeweils einen großzügigen Esslöffel der Mischung bei mittlerer Hitze ausbraten. Flach streichen und von jeder Seite ca. zwei Minuten anbraten.

Während die nächste Charge Puffer in der Pfanne ausbäckt, können die bereits fertigen im warmen Ofen auf ihren Einsatz warten.

 

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Bärlauch-Joghurtscones

Bärlauchscones I

 

Scones gab es eigentlich gerade erst hier im Blog. Da ich jedoch unverhofft an frischen Bärlauch gekommen bin und dieser in ein paar Tagen wieder von den Küchenzetteln dieser Nation verschwunden sein wird, möchte ich euch diese sensationellen Scones nicht vorenthalten. Sie sind herzhaft und haben eine schöne Bärlauchnote. Die schöne, sattgrüne Farbe der zarten Bärlauchblätter geht beim Backen leider zum größten Teil verloren, aber der Geschmack ist trotzdem da.

Wer weitere Verarbeitungsmöglichkeiten für Bärlauch sucht: Steph vom Kleinen Kuriositätenladen hat noch einiges in petto, zum Beispiel auch einige Tipps zum haltbar machen von Bärlauch mit Bärlauchpaste, Bärlauchbutter, TK-Bärlauch. Und Christina von feines gemüse hat unter anderem eine traumhafte Bärlauchquiche, Bärlauch-Tomaten-Tarte oder Bärlauch-Cantuccini im Angebot.

Bärlauchscones II

 

Zutaten für 9-10 Scones:

  • 400 g Mehl
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Zucker
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 TL Backpulver
  • 125 g kalte Butter, in kleine Würfel geschnitten
  • 1 gute Hand voll frischer Bärlauch, fein gehackt
  • 400 g Joghurt

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 25 Minuten

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Mehl, Backpulver, Zucker, Pfeffer und Salz in einer großen Schüssel mischen. Die kalte Butter mit den Fingerspitzen ins Mehl einarbeiten, bis alles leicht krümelig ist. Den Bärlauch beliebig fein hacken und untermischen, dann das Joghurt dazugeben (evtl. nicht die ganze Menge oder ein bisschen mehr verwenden) und nur ganz kurz durchmischen, bis der Teig zusammenkommt.

Ein Blech mit Backpapier auslegen und mit Mehl bestäuben. Den Teig flachdrücken und mit einer Ausstechform Kreise ausstechen, diese dann auf ein Backblech legen. Dabei genug Platz zwischen den einzelnen Scones lassen, da sie im Ofen noch aufgehen.

Bei 200°C etwa 30 Minuten backen, bis die Scones goldbraun und knusprig sind.

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Bulgursalat mit Kürbiskernpesto, Huhn und getrockneten Tomaten

Bulgursalat

 

Der Frühling ist da! Der Frühling ist da! Nach den grauen, regnerischen Tagen ist es eine wahre Wohltat, dass nun die Natur erblüht und alles grün wird. Das vergangene Wochenende habe ich genutzt, um Inventur auf der Terrasse zu machen, welche Pflanzen den Winter überlebt haben und die meisten Kräuter sprießen bereits wieder. Der Grill kam auch zum ersten Mal in diesem Jahr zum Einsatz und ich hoffe, dass das gute Wetter anhält, ich habe nämlich vor, demnächst einiges an Grillrezepten für euch aufzubereiten!

In der Zwischenzeit gibt es einen frischen, leckeren Bulgursalat mit Kürbiskernpesto. Das Pesto kann man auch prima für andere Dinge verwenden – ich kann es mir z.B. auch hervorragend zu Spaghetti vorstellen. Angelehnt ist es an dieses Rezept von dem wunderschönen Blog not without salt.

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Statt mit den getrockneten Tomaten kann man dieses Gericht auch mit geröstetem Gemüse zubereiten, z.B. Paprika, Kürbis, Süßkartoffeln, Spargel usw. Eignet sich vielleicht sogar besser als die getrockneten Tomaten, die ich verwendet habe, die waren nämlich ein bisschen zäh. Wenn ihr das Gemüse verwenden wollt, schneidet einfach eine beliebige Menge davon in mundgerechte Stücke, mischt die Stücke mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und etwas feinem Zitronenabrieb, packt sie bei 200°C in den Ofen und lässt sie 20 bis 30 Minuten rösten.

Zutaten für 4 Personen als leichte Hauptspeise:

für den Bulgur:

  • 200 g Bulgur
  • ca. 400 ml Wasser
  • 2 TL Salz

für das Pesto:

  • ca. 70 g Kürbiskerne, in der Pfanne ohne Öl leicht angeröstet
  • 1 große Handvoll Basilikum
  • ca. 60 ml Olivenöl
  • Saft und Abrieb einer Zitrone
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Agavendicksaft

für das Huhn:

  • 2 Hühnerbrustfilets
  • 1 EL Olivenöl
  • Abrieb und Saft von 1/2 Zitrone
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

ansonsten:

  • ca. 100 g sonnengetrocknete Tomaten (ohne Öl) bzw. anderes Gemüse nach Wahl
  • 1 Avocado

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Den Bulgur in kochendes, gesalzenes Wasser einrühren, kurz aufkochen lassen und für ca. 20 bis 25 Minuten quellen lassen.

Für das Pesto die Basilikumblätter abzupfen und mit den restlichen Zutaten im Mixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Hühnerbrustfilets abwaschen, trockentupfen und salzen. In einer Pfanne mit Öl scharf anbraten, dann mit schwarzem Pfeffer, Zitronenzeste und -saft mischen und bei niedriger Hitze (gerne auch im Ofen bei 100°C) gar ziehen lassen.

Tomaten in feine Streifen schneiden, mit heißem Wasser überbrühen und ca. 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.

Zum Schluss das Pesto und den Bulgur vermischen, die Tomatenstreifen unterheben. Auf einem Teller mit dem Hühnerbrustfilet (in Scheiben geschnitten) und ein paar Streifen Avocado anrichten.

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Dreikäsescones mit getrockneten Tomaten

Dreikäsescones II

 

Vor kurzem gab es (endlich!) mal wieder leckere Scones, dieses Mal zum Abendessen – sonst liebe ich Scones ja auch zu einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück. Wie die allermeisten meiner Rezepte zu Scones ist auch dieses spontan entstanden. Dieses Mal sollten es herzhafte Scones werden – verschiedene Käsesorten und getrocknete Tomaten fanden sich im Kühlschrank und riefen förmlich danach, verwendet zu werden.

Welche Käsesorte genau verwendet wird, ist glaube ich nicht so entscheidend für das Endergebnis. Aus Gründen der aktuellen Verfügbarkeit in meinem Kühlschrank habe ich mich für einen Manchego entschieden, der gibt dem Teig schon mal eine käsige Grundnote. Der Rahm-Romadur und der L’Amour Rouge haben zum einen kräftige Aromen, zum zweiten zerfließen sie beim Backen schön und machen die Scones unglaublich saftig. Diese Käsesorten sind jedoch keine Bedingung – auch ein Emmentaler macht sich sicher gut oder ein kräftiger Bergkäse.

Dreikäsescones

 

Ganz hervorragend haben die Scones mit ein bisschen Butter und einem geräucherten Entenschinken vom G.L.d.V. (Geflügellieferanten des Vertrauens) geschmeckt, aber sie sind auch pur oder z.B. mit Frischkäse ein wahrer Genuss.

Zutaten für ca. 10 große Scones:

  • 400 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 2 TL Salz
  • 1 EL Zucker oder Agavendicksaft
  • 125 g kalte Butter, in kleinen Würfeln
  • 100 g geriebener Hartkäse (z.B. Pecorino, Parmesan, Manchego o.ä.)
  • 1 kleiner Rahm-Romadur oder anderer kräftiger Käse, mit oder ohne Rinde in Würfel geschnitten
  • 200 g aromatischer, cremiger Weichkäse (z.B. L’Amour Rouge), mit Rinde in Würfel geschnitten
  • 125 g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft und in feine Streifen geschnitten
  • ca. 350 ml Buttermilch

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Mehl, Backpulver, Zucker, und Salz in einer großen Schüssel mischen. Die kalte Butter mit den Fingerspitzen ins Mehl einarbeiten, bis alles leicht krümelig ist. Den geriebenen  und den gewürfelten Käse, sowie die getrockneten Tomaten unterrühren. Dann Buttermilch dazugeben (evtl. nicht die ganze Menge oder ein bisschen mehr verwenden) und nur ganz kurz durchmischen, bis der Teig zusammenkommt.

Ein Blech mit Backpapier auslegen und mit Mehl bestäuben. Mit einem Esslöffel oder mit der Hand Teilportionen abteilen und auf ein Backblech legen, die einzelnen „Haufen“ ggf. noch etwas in Form bringen. Dabei genug Platz zwischen den einzelnen Scones lassen, da sie im Ofen noch aufgehen.

Bei 200°C etwa 30 Minuten backen, bis die Scones goldbraun und knusprig sind.

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Asiatischer Cole Slaw

Asian Slaw II

 

Sensationell. Einfach sensationell.
Selten habe ich einen Salat gegessen, der mich so begeistert hat wie dieser hier. Gerade noch fällt er ganz knapp in die Kategorie „Schnelle Küche“, hier sind alle Rezepte zu finden, die in 30 Minuten oder weniger zubereitet werden können (so habe ich das für mich definiert). Für einen Salat ist es relativ viel Aufwand, dafür belohnt das Ergebnis umso mehr.

Angelehnt ist diese Variante an ein Rezept der „Hairy Bikers“, das bei BBC Food veröffentlicht wurde. Die Menge habe ich drastisch reduziert – eigentlich wollte ich einen Salat für zwei Personen (daher habe ich die Mengen halbiert), allerdings hätte es locker (!) für 4 Personen gereicht. So schlimm war es aber nicht, da der knackige Krautsalat auch noch am nächsten Tag ganz hervorragend schmeckt.

Crunchige Wintersalate sind gerade meine Spezialität, vielleicht gibt es davon noch ein paar, bevor sich das garstige Wetter endgültig verabschiedet. In der Zwischenzeit könnt ihr euch noch gerne diese hier anschauen:

Asian Slaw I

 

Zutaten für 4 gute Salatesser:

  • 1/4 Chinakohl, in feine Streifen geschnitten
  • 1/4 Rotkohl, in feine Streifen geschnitten
  • 1/2 rote Zwiebel, in sehr feine Streifen geschnitten
  • 2 Frühlingszwiebeln, geputzt und schräg in feine Ringe geschnitten
  • 2 Pak Choi, halbiert und in feine Streifen geschnitten
  • eine Handvoll Mungbohnensprossen (optional)
  • ca. 100 g Zuckerschoten, in feine Streifen geschnitten
  • 1/2 Bund Minze, Blätter grob gezupft
  • 1 Bund Koriander, Blätter gezupft

Für das Dressing:

  • 1 Stück Ingwer, daumengroß, geschält und in sehr feine Scheiben geschnitten
  • 6 EL Zucker
  • ca. 100 ml Reisessig
  • 1-2 TL Salz
  • 6 EL Olivenöl
  • Saft von einer Limette
  • 2 EL geröstetes Sesamöl
  • 2 EL Mirin

Zubereitungszeit inkl. Schnippeln: 30 Minuten

Zubereitung:
Die Ingwerscheiben in einen Topf geben, mit Zucker und Reisessig aufkochen lassen und ggf. noch etwas Wasser nachgeben. Ca. 15 Minuten leise vor sich hinköcheln lassen, dann abkühlen lassen.

Währenddessen die Zutaten für den Salat vorbereiten und schnippeln. Alles zusammen in eine große Schüssel geben. Die Dressingbestandteile zusammenmischen und den Sirup vom Kochen des Ingwers dazugeben. Die Ingwerscheiben kleinschneiden und unter das Dressing rühren.

Schließlich das Dressing über den Salat geben und alles gut unterheben.

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Gründonnerstagstradition: Spinat, Nockerle und Spiegelei

Nockerle II

 

Traditionen sind etwas wunderbares, natürlich in wohldosierter Menge und Intensität. In meiner Familie gibt es nur noch eine Handvoll Traditionen, die auch heute noch aktuell sind und die ich selbst am Leben erhalte – eine davon ist das typische Gründonnerstagsessen, das es bei meinen Großeltern gab (die gleichen, die auch Spaghetti mit Tomatensoße kredenzt haben). Rahmspinat (kann zur Not auch mit Blubb sein), dazu Nockerle und Spiegelei.

Für diejenigen unter euch, denen Nockerle nicht geläufig sind: im Prinzip sind es Mehlklöße, in der Konsistenz ähnlich wie feste Spätzle. Das ist nun kein hochkompliziertes oder mords extravagantes Essen, aber oft sind es ja die einfachen Dinge, die uns nachhaltig begeistern. Die Nockerle werden immer in einer großen Menge zubereitet und können wunderbar am nächsten Tag in der Pfanne angebraten und mit Ketchup verspeist werden.

Nockerle I

 

Zutaten für 4 Personen:

für den Spinat:

  • 1 EL Butter
  • 600g TK-Blattspinat
  • 1 kleine Zwiebel, klein gewürfel
  • 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
  • 1 Schuss Weißwein oder Noilly Prat
  • 1 kleiner Schuss Sahne
  • Muskat, frisch gerieben

für die Nockerle:

  • 4 Tassen Mehl
  • 4 Eier
  • 2 TL Salz
  • ca. 500 ml Milch

außerdem:

  • pro Person 1-2 Eier
  • etwas Butter
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Für den Spinat die Zwiebeln und Knoblauch in etwas Butter anschwitzen, mit Weißwein / Noilly Prat ablöschen und dann den Spinat dazugeben. Ca. 10 Minuten köcheln lassen, Muskatnuss dazugeben und mit Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken, dann pürieren (nach Belieben). Zum Schluss mit einem Schuss Sahne verfeinern.

Für die Nockerle Mehl in eine Schüssel sieben und mit Salz mischen. Eier und Milch mit einem Holzlöffel unterrühren, dabei darauf achten, dass der Teig nicht zu flüssig wird – er muss sehr zäh vom Löffel abreißen. Reichlich Wasser in einem großen Topf aufkochen, großzügig salzen. Mit einem mittelgroßen Löffel Nocken abstechen und nacheinander ins kochende Wasser gleiten lassen (in Chargen arbeiten und nicht den ganzen Teig auf einmal verwenden!). Etwa 4-5 Minuten sieden lassen und dann mit einem Schaumlöffel herausheben – am besten in einer großen Schüssel zwischenlagern (man kann auch noch ein paar Butterflocken dazugeben), während die restlichen Nockerle zubereitet werden.

Die Eier in einer Pfanne mit etwas Butter braten und mit Salz und Pfeffer würzen, zum Schluss Spinat, Nockerle und Spiegelei gemeinsam auf einem Teller anrichten.

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Koreanischer Krautsalat

In meiner früheren Nachbarschaft gab es einen kleinen koreanischen Imbiss, der zwar nicht schön zum Sitzen, aber hervorragend für ein schnelles Takeaway-Essen nach einem anstrengenden Arbeitstag war. Ein paar Standardgerichte mussten einfach immer mit – zum Beispiel der koreanische Schweinebauch (den ich hier sicher auch noch vorstellen werde) oder ein Rindfleischgericht namens Bulgogi. Die Gerichte waren immer begleitet von einem süß-sauer-scharfen Krautsalat, der die anderen Aromen ganz hervorragend ergänzte.

In Augsburg habe ich bisher noch keinen solchen Imbiss entdeckt (wobei es hier einen ganz hervorragenden Thai ums Eck gibt) – also hieß die Herausforderung, die koreanischen Leckereien selbst zu zaubern. Ich bin noch ein bisschen am Herumexperimentieren, aber die Anfänge sind schon sehr vielversprechend!

Da der Krautsalat eine „Muss“-Beilage für alle anderen koranischen Gerichte ist, fange ich heute mal damit an. Falls ihr keine koreanischen Chiliflocken habt oder findet, dann nehmt einfach ein oder zwei Teelöffel anderer geschroteter Chilis.

Krautsalat

Zutaten:

  • 1/2 Kopf Weißkohl, fein geschnitten
  • 1 EL Salz
  • 2 EL Reisessig
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 1/2 EL koreanische Chiliflocken
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Frühlingszwiebel

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten (inkl. Wartezeit)

Zubereitung:
Den Weißkohl mit Salz vermengen und ca. 10 Minuten (oder länger, wenn andere Vorbereitungen parallel laufen) ziehen lassen. Wenn Flüssigkeit ausgetreten ist, den Kohl weiter auspressen und das Wasser wegschütten.

Die Knoblauchzehe fein hacken, die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und zusammen mit dem Weißkohl und den restlichen Zutaten vermischen. Der Salat kann im Kühlschrank bis zur weiteren Verwendung durchziehen.

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Müsliriegel mit Honig und Trockenfrüchten

Lange ist es her, als ich das letzte Mal an einem Blogevent teilgenommen habe. Und dass ich Müsliriegel selbstgemacht habe, sowieso. Die letzte Variante waren die Granola Bars mit Beeren, Haferflocken und Rice Crispies aus The Sprouted Kitchen: A Tastier Take on Whole Foods*. Sara hat nicht nur einen wunderschönen Blog, sie hat auch bereits ein weiteres Kochbuch herausgebracht: The Sprouted Kitchen Bowl and Spoon: Simple and Inspired Whole Foods Recipes to Savor and Share*.

Müsliriegel II

 

Heute geht es aber um ein anderes Rezept. Müsliriegel wollte ich schon lange mal wieder machen und so traf es sich ganz gut, dass es zur Zeit ein schönes Blogevent bei zorra’s Blog 1x umrühren bitte aka kochtopf. Das Event hat die liebe Maja von moey’s kitchen organisiert, die ich ja auch schon ein paarmal treffen durfte und die mittlerweile ein tolles Müslibuch* auf den Markt gebracht hat. Und da mache ich doch gerne mit.

Blog-Event CXVII - Whats for breakfast? Müsli! (Einsendeschluss 15. März 2016)

Die Müsliriegel heute sind angelehnt an dieses Rezept, allerdings habe ich hier und da etwas abgeändert, das Rezept auf europäische Maßeinheiten umgerechnet und noch etwas Zimt hinzugefügt (das schadet nie). Die Riegel sind sehr schnell zubereitet und das Rezept ist durchaus ergiebig. Je nach Größe kommen locker 25 Riegel dabei raus, man kann sie aber natürlich noch kleiner schneiden und hat dann kleine Energiehappen, die sich nachmittags im Büro hervorragend naschen lassen.

Wer übrigens zum Thema Müsli noch mehr hier im Blog lesen möchte, dem empfehle ich die diesen Beitrag hier.

Müsliriegel I

 

Zutaten für 18-30 Riegel oder noch mehr Häppchen:

  • 210 g grobe Haferflocken
  • 150 g Mandeln, ganz
  • 100 g Kokosflocken
  • 50 g Weizenkleie
  • 60 g Butter
  • 130 Honig
  • 65 g heller Rohrzucker
  • 1 1/2 Vanilleextrakt oder etwas gemahlene Vanille
  • 1/4 TL Salz
  • 6-8 Stück Datteln, entkernt und gewürfelt
  • 100 g getrocknete Cranberries oder anderes Trockenobst
  • 1 TL Zimt, gemahlen

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: 12 Minuten und 25 Minuten

Zubereitung:
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und alle trockenen Zutaten darauf mischen. Im Ofen 10-12 Minuten leicht anrösten, dabei immer wieder wenden, damit nichts anbrennt.

Die Ofentemperatur auf 150°C reduzieren. Alle übrigen Zutaten in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze kurz aufkochen. Dann die trockenen Zutaten dazugeben und alles gut miteinander vermengen. Die Masse dann auf dem Blech verteilen und alles mit feuchten Fingern etwa 1 cm dick flach pressen (die Ränder dabei etwas glätten). Im Ofen für ca. 25 Minuten leicht goldbraun backen.

Wenn die Riegelmasse fertig gebacken ist, etwa 2 bis 3 Stunden auskühlen lassen, dann mit einem sehr scharfen Messer in Riegel oder Stücke schneiden.

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