Geröstete Karotten mit Kreuzkümmel, Honig-Zitronen Dressing und Ziegenkäse

Ich weiß, ich weiß…
Es ist schon wieder ein Monat her seit dem letzten Blogeintrag. Es hat sich einiges (nicht blogrelevantes) getan – eine tolle Reise nach Barcelona zum Beispiel, ein wunderschönes Wochenende mit fantastischem Adele-Konzert in Köln (dort gab es dann auch ein sehr nettes Treffen mit Maja von moey’s kitchen und super Essen – Burger in der Fetten Kuh, Dessertpizza im 485° und die wundervollste Pizza, die ich seit langem hatte im Scugnizzo).

Langsam kehrt also wieder Ruhe ein und das passt ganz hervorragend, weil nämlich die Grillsaison beginnt. Letztes Wochenende gab es tolle Lammkeulenkoteletts mit diesen unglaublichen gerösteten Karotten. Das Rezept stammt aus dem sehr inspirierenden Kochbuch Persiana: Recipes vom the Middle East & Beyond von Sabrina Ghayour*, das Mitte letzten Jahres auch auf Deutsch erschienen ist (ich habe damals gleich bei der englischen Ausgabe zugeschlagen). Sabrina Ghayour hat mittlerweile ein neues Kochbuch herausgebracht – Sirocco (Fabulous Flavours from the East)*, derzeit nur auf Englisch erhältlich.

geröstete Karotten 1

 

Also: es gab also Karotten. Das Rezept sieht vor, dass man vor dem Anrichten weichen Ziegenkäse über die gerösteten Karotten bröckelt, ich wollte ein bisschen kreativ sein und habe die eine Seite mit Ziegenfrischkäse bebröckelt und die andere Hälfte mit Feta. Letzteres war noch um Nuancen besser, weil der Feta eine schöne Würze mitbringt, der fantastisch mit den süßlichen Karotten harmoniert.
Wird es definitiv wieder geben.

geröstete Karotten 2

 

Zutaten für 4 Personen als Beilage:

  • 750 g Karotten, geschält und in ca. 1 cm dicke schräge Scheiben geschnitten
  • ein guter Schuss Olivenöl
  • 2 EL Kreuzkümmelsamen
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Saft einer Zitrone
  • 3 EL flüssiger Honig (z.B. Akazienhonig)
  • 100g weicher Ziegenkäse oder Feta
  • 1 Bund Dill, grob gehackt
  • ca. 2 TL Nigellasamen

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 40 Minuten

Zubereitung:
Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Karottenscheiben darauf verteilen und mit Olivenöl, Kreuzkümmelsamen, Salz und Pfeffer vermischen. Bei 200°C etwa 30 Minuten backen.

Währenddessen Zitronensaft und Honig mischen. Am Ende der 30 Minuten über die gebackenen Karotten geben und nochmal ca. 10 Minuten im Ofen rösten. Danach leicht abkühlen lassen.

Auf einer Platte oder einem Teller anrichten, Käse über die Karotten bröckeln und mit Dill und Nigellasamen garnieren.

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Salat aus Riesencouscous, Datteln und Kräutern

Dass ich das neue Kochbuch von Sally Butcher gleich nach dem Erscheinen gekauft habe, dürfte keine große Überraschung sein. „Snackistan“ (wer hat sich nur diesen Namen einfallen lassen?) ist von der Aufmachung her ähnlich wie „Veggiestan“, allerdings nicht ausschließlich vegetarisch. Trotzdem finden sich auch viele vegetarische Rezepte, von denen ich heute eins vorstellen möchte.

Einige der Zutaten, die eigentlich im Rezept vorkommen, habe ich leider kurzfristig nicht bekommen, so habe ich das Rezept einfach abgewandelt und entsprechend angepasst. Statt dem Schwarzkümmel verwendet Sally Butcher Schwarzen Kreuzkümmel (habe ich noch nie gesehen, werde aber danach Ausschau halten), Außerdem kommt noch Pekmez vor, das kann man eigentlich in jedem türkischen Supermarkt kaufen.

Aber ansonsten – das Gericht lässt sich auch ganz hervorragend im Urlaub kochen (und bloggen), wenn man gerade bei lieben Freunden am anderen Ende der Welt untergebracht ist :-). Lasst es euch schmecken!

CouscoussalatZutaten für 6 Personen:

  • 200 g Riesencouscous / israelischer Couscous / Moghrabieh
  • 500 ml Gemüsebrühe (oder etwas mehr)
  • Olivenöl (zum Braten und zum Verfeinern)
  • 1 geh. EL Nigellasamen (Schwarzkümmel)
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • ca. 1,5 cm frischer Ingwer, fein gehackt
  • 2-3 EL Balsamicoessig
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 1/2 Bund frischer Koriander, grob gehackt
  • 24 Datteln, entsteint und grob gehackt
  • 120 g Labneh, grob zerkrümelt (alternativ: neutraler Frischkäse)

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten (plus ein bisschen Zeit zum Abkühlen)

Zubereitung:
Etwas Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und Ingwer und Gewürze darin 30 Sekunden anbraten. Den Couscous dazugeben und unter Rühren weiterbraten, bis der Couscous leicht bräunlich wird. Dann (ähnlich wie bei einem Risotto) etwas Gemüsebrühe angießen und warten, bis der Großteil vom Couscous aufgesaugt wurde. Diesen Vorgang wiederholen, bis der Couscous weich ist (das sollte nicht länger als 20 Minuten dauern).

Die Pfanne abdecken und den Couscous quellen lassen, bis er etwas abgekühlt ist. Dann ca. 3 EL Olivenöl, Balsamico und Salz dazugeben und schließlich Koriander, Datteln und Frühlingszwiebeln unterheben. Labneh über den fertigen Salat krümeln und mit Brot servieren. Lauwarm, kalt oder am nächsten Tag – der Salat schmeckt in jeder Variante sehr gut!

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Muhamara – Dip aus gerösteter roter Paprika

Muhamara IManchmal gibt es so Rezepte, die springen einen einfach gleich auf den ersten Blick an. So wie dieses hier. Beim Durchblättern des (übrigens sehr schönen) Kochbuchs Pismek-Kochen auf Türkisch: Geschichten & Rezepte aus dem Land am Bosporus (daraus werde ich in nächster Zeit noch einiges hier vorstellen) ist mir dieser Dip sofort aufgefallen. Er lässt sich super vorbereiten und schmeckt sogar am nächsten Tag noch viel besser als am Tag der Zubereitung.

Wie auch bei der Suppe aus gerösteter Paprika mit Orange, Ingwer und Zitronengras ist die Zubereitung wegen der gerösteten Paprika ein bisschen aufwändiger. Das Entfernen der Haut nimmt einfach einige Zeit in Anspruch, aber auch bei diesem Rezept lohnt es sich, weil die Paprika ein ganz tolles Aroma bekommen.

Wer sein Pide nicht selber backen möchte, kann natürlich auch auf ein fertig gekauftes Fladenbrot aus einem türkischen Laden zurückgreifen, aber auch auf einem kräftigen Bauernbrot schmeckt der Dip einfach fantastisch. Meine neue Lieblingszutat Granatapfelsirup ist natürlich auch enthalten und sorgt für das „gewisse Etwas“.

Muhamara IIZutaten für sehr viele Personen als Dip (am besten in Kombination mit Pide):

  • 1 kg rote Paprikaschoten
  • 75 g Bauernbrot ohne Rinde, in Stücke geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, gehackt
  • 130 g Nüsse (Walnüsse oder Cashewkerne), grob gehackt
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • 1 EL Tomatenmark
  • 2 TL Zitronensaft, frisch gepresst
  • 2 EL Granatapfelsirup
  • 2 TL Zucker
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2 EL Olivenöl

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten (plus eine Nacht Ruhezeit)

Zubereitung:
Den Backofen auf 250°C vorheizen. Die Paprika mit der Schnittfläche nach unten auf eine mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Ofen so lange rösten, bis die Haut schwarze Blasen wirft. Aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und dann in einen Gefrierbeutel geben, fest verschließen und die Paprika eine Zeit schwitzen lassen.

Wenn die Paprika abgekühlt sind, die Haut abziehen und die gerösteten Paprika grob schneiden.

Paprikastücke in ein hohes Gefäß geben und mit den restlichen Zutaten pürieren (oder alles in einen Blender füllen). Mit Salz und Pfeffer abschmecken und im Kühlschrank über Nacht durchziehen lassen.

Muhamara III

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Blumenkohlsalat mit Granatapfel und Haselnüssen

Hier kommt ein sehr aromatischer und leckerer Salat, der aber ganz anders schmeckt als alles, was ich bisher unter dem Begriff „Salat“ so gegessen habe. Der gebackene Blumenkohl ist eine wunderbare Kombination zu den frischen, säuerlichen Granatapfelkernen und die gerösteten Haselnüsse geben dem Ganzen noch den richtigen Crunch.

Ein Novum für mich waren die im Ofen gerösteten Haselnüsse. Das mag jetzt ein bisschen merkwürdig klingen, aber bisher dachte ich immer, es „reicht“, sie in der Pfanne anzurösten. Allerdings muss ich zugeben, dass es sich wirklich lohnt, die zusätzliche Zeit einzuplanen, um die Nüsse im Ofen zu rösten – sie bekommen dadurch einfach ein ganz fantastisches Aroma.

Wie so viele Rezepte in letzter Zeit ist auch dieses abgewandelt nach Ottolenghi’s Jerusalem: Das Kochbuch, das meine Küche in den letzten Wochen unglaublich bereichert hat.

Blumenkohl IIZutaten für 4 Personen:

  • 1 mittlerer Blumenkohlkopf, geputzt und in kleine Röschen zerteilt
  • 5-6 EL Olivenöl
  • 1-2 Selleriestangen
  • 50 g Haselnüsse, ganz
  • 2-3 EL Petersilie, gewaschen und grob gezupft
  • 1/2 Granatapfel, die Kerne ausgelöst
  • 1/2 TL Zimt, gemahlen
  • 1/2 TL Piment, gemahlen
  • 2 EL Granatapfelsirup
  • 1 1/2 EL Agavendicksaft
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: xx Minuten

Zubereitung:
Den Ofen auf 220°C vorheizen. Die Blumenkohlröschen in einer feuerfesten Form mit etwas Olivenöl, 1/2 TL Salz und etwas frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer vermischen und auf der obersten Schiene im Ofen etwa 25-30 Minuten backen. Die Röschen sollten leicht knusprig sein und etwas Farbe genommen haben.

Wenn der Blumenkohl fertig ist, die Ofentemperatur auf 170°C reduzieren und die Haselnüsse etwa 15 Minuten goldbraun darin rösten.

Dann die Haselnüssen leicht abkühlen lassen, grob hacken und zusammen mit den restlichen Zutaten zu den Blumenkohlröschen geben. Alles vorsichtig vermischen und bei Raumtemperatur servieren.

Blumenkohl I

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Kookoo Sabzi – Omelett mit Koriander und Petersilie

Omelett hätte ich jetzt nicht unbedingt zu den typisch orientalischen Speisen gezählt. Aber ich habe mich eines besseren belehren lassen – hier kommt ein Rezept für ein iranisches Gericht, das sich mit einem kleinen Salat oder ein bisschen Brot prima zu einem leichten Mittagessen verwandeln lässt. Außerdem lässt es sich mit etwas Hummus auch gut zu einem Sandwich zusammenbauen.

Die Berberitzen geben dem Omelett einen stark säuerlichen Geschmack. Im Vergleich zum Originalrezept (das übrigens aus dem schönen vegetarisch-orientalischen Kochbuch Veggiestan: Der Zauber der orientalischen Gemüseküche von Sally Butcher stammt) habe ich die Menge daher stark reduziert, mir war die Säure zu stark vorherrschend. Wer Berberitzen nicht findet oder sie nicht mag, kann auch stattdessen geröstete Pinienkerne verwenden.

Omelette IZutaten für 8 Personen als Bestandteil einer Mezzetafel oder als Imbiss:

  • 9 Eier
  • 1 Bund Koriander, frisch
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 EL Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 30-40 g eingeweichte Berberitzen (optional)

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Zubereitung:
Die Kräuter und Frühlingszwiebeln waschen und alles zusammen fein hacken. Die Eier in eine Schüssel schlagen, gut verquirlen, dann Mehl und Backpulver dazurühren und mit Salz und Pfeffer würzen. Auch die Berberitzen mit zum Ei geben.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die gehackten Kräuter und Frühlingszwiebeln etwa 5 Minuten darin anbraten. Die Eiermasse dazugeben und bei sehr geringer Hitze etwa 15 Minuten braten. Dann noch ein paar Minuten unter dem Backofengrill fertiggaren. Das Omelette in Spalten oder Rechtecke schneiden und heiß oder kalt servieren.

Omelette II

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Kürbisdip aus Butternutkürbis mit Tahini

Kürbisdip IIEin einsamer Butternutkürbis fristete hier bis vor kurzem noch sein Dasein, richtig leid tat er mir schon, weil ich irgendwie keine „ordentliche“ Verwendung für ihn fand. Irgendwie waren alle bewährten und beliebten Varianten durch, also musste mal wieder etwas Neues her. Da kam ein schönes Rezept aus dem neuen Ottolenghi „Jerusalem“ gerade recht – es verspricht optisch ein bisschen, Hummusersatz zu sein (falls es mal gerade keine Hülsenfrüchte sein sollen).

Nun, mit Hummus hat es geschmacklich nicht viel zu tun, durch den Butternutkürbis schmeckt der Dip süßlich, was durch den Zimt noch betont wird. Trotzdem – herrlich. Zusätzlich zum Originalrezept habe ich noch ein wenig Granatapfelsirup dazugegeben, der macht sich in immer mehr Gerichten gut und wird sicher in Zukunft häufig zum Einsatz kommen.

Fast glaube ich, dass „Jerusalem“ zu meinem neuen Lieblingskochbuch avanciert. Wobei der Spitzenplatz mit „Veggiestan“ schon echt heiß umkämpft ist…

Kürbisdip IZutaten für viiieeele Personen als Bestandteil einer Mezzetafel:

  • 1 großer Butternutkürbis (ca. 1-1,2 kg)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 70 g Tahini, hell
  • 120 g griech. Joghurt
  • 2 Knoblauchzehen, durchgedrückt
  • ggf. Granatapfelsirup zum Abschmecken
  • 1 TL schwarze und weiße Sesamsamen zum Garnieren
  • 1 1/2 TL Dattelsirup
  • Salz

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten (plus 70 Minuten Backzeit)

Zubereitung:
Ofen auf 200°C vorheizen. Den Butternutkürbis halbieren und von seinen Kernen befreien, dann schälen und in grobe Würfel schneiden. Die Würfel in eine Auflaufform geben und mit dem Olivenöl, 1/2 TL Salz und Zimt mischen. Die Auflaufform gut mit Alufolie abdecken und dann im Ofen ca. 70 Minuten backen (während der Backzeit die Würfel einmal wenden). Danach abkühlen lassen.

Den abgekühlten Kürbis in ein hohes Gefäß geben und mit dem Joghurt, Tahini und Knoblauch mischen. Mit einem Pürierstab kurz pürieren, so dass die Paste aber noch etwas stückig bleibt. Mit Salz, Zitronensaft und Granatapfelsirup abschmecken.

Den Kürbisdip auf einen Teller löffeln und flach hindrücken. Mit den Sesamsamen bestreuen und den Dattelsirup darüberträufeln.

Kürbisdip

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Winter-Tabouleh mit Fenchel, Sellerie und Granatapfelkernen

Traditionell wird im orientalischen Tabouleh (das übrigens auch gerne mal Tabbouleh, Tabbouli, Taboulé oder irgendwie anders geschrieben wird) ja eher Sommergemüse wie Tomaten und Frühlingszwiebeln verwendet. Zur Zeit sieht es mit Tomaten ja eher schlecht aus und wer auf ein leckeres Tabouleh trotzdem nicht verzichen möchte, der ist mit dieser Wintervariante echt gut bedient. Ich überlege mir fast, ob das mein neues Lieblingsrezept für Tabouleh wird!

Was für mich eine totale Offenbarung war – der Granatapfelsirup! Er gibt dem Gericht so eine tolle, leicht herb-fruchtige, aber trotzdem säuerliche Note – das muss man wirklich ausprobieren. Bei mir wird sicher demnächst öfter mit dem tollen Sirup gekocht bzw. leckere Dressings angerührt.

Was das verwendete Gemüse angeht – hier kann jeder sicher einfach das nehmen, was er/sie gerne mag. Ich hatte keinen Fenchel zu Hause, also gab es in meiner Variante zwei ganz fein gehobelte schwarze Rettiche mit hinein, aber auch Karotten oder andere knackige Gemüsesorten kommen in Frage.

Auch dieses Rezept stammt aus dem tollen Kochbuch The Lebanese Kitchen.

Wintercouscous IIZutaten für ca. 8 Personen als Beilage:

  • 200 g Couscous
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 rote Zwiebel, in feine Würfel geschnitten
  • 1 Fenchelknolle, in feine Streifen geschnitten
  • 1/2 kleine Sellerieknolle, in sehr dünne Scheiben geschnitten
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Bund Minze
  • ca. 100 ml Olivenöl
  • Saft von 1 Zitrone
  • 3 EL Granatapfelsirup
  • 2 EL Granatapfelkerne
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten

Zubereitung:
Den Couscous in eine hitzebeständige Schale geben und mit der heißen Gemüsebrühe übergießen. Ca. 5-10 Minuten stehenlassen, dann sollte die Flüssigkeit komplett vom Couscous absorbiert worden sein.

Den Couscous mit einer Gabel etwas auflockern, dann die Zwiebel, Fenchelstreifen und Sellerie dazugeben und gut durchmischen. Als nächstes Petersilie und Minze – beides gewaschen, trockengeschüttelt und in feine Streifen geschnitten – zum Couscous geben.

Aus dem Olivenöl, dem Granatapfelsirup und dem Zitronensaft ein Dressing mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dressing über das Tabouleh geben und alles vorsichtig durchmischen. Zum Schluss noch die Granatapfelkerne darüberstreuen.

Wintercouscous I

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Verbrannte Aubergine mit Knoblauch, Zitrone und Granatapfelkernen

Achtung – hier kommt ein absoluter Knaller! Zugegebenermaßen ist die Zubereitung der verbrannten Aubergine ein bisschen zeitintensiv – allerdings läuft das meiste nebenher und man kann das Gericht ganz prima vorbereiten. Der Knoblauch schmeckt schon ein bisschen raus, was ich persönlich gerne mag, aber für ein Mittagessen im Büro eignet sich die „Verbrannte Aubergine“ daher eher nicht.

Den neuen Ottolenghi (aus dem Kochbuch ist dieses Rezept nämlich), der nun auch auf deutsch erschienen ist (Jerusalem: Das Kochbuch) habe ich gleich nach dem Erhalt mit unzähligen Klebezetteln versehen, die die Rezepte markieren, die ich bei Gelegenheit nachkochen möchte. Es ist ein wirklich tolles Kochbuch.

Wer gleich ein bisschen mehr „verbrannte“ Aubergine herstellen möchte, kann sie auch noch für die Suppe aus verbrannter Aubergine mit Moghrabieh verwenden.

verbrannte AubergineZutaten für ca. 8 Personen als Bestandteil einer Mezzetafel:

  • 4 große oder 6 mittlere Auberginen (ca. 1,5 kg)
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Biozitrone (Saft und Abrieb werden benötigt)
  • 5 EL Olivenöl
  • 2 EL Petersilie, fein geschnitten
  • 2 EL Minze, fein geschnitten
  • 1/2 Granatapfel (es werden ca. 80 g Kerne benötigt)
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: eigentlich nur etwa 10 Minuten (plus ca. 1 Stunde Backzeit, 1 Stunde Abtropfzeit, ein bisschen extra Wartezeit und auch noch Zeit zum Marinieren)

Zubereitung:
Die Auberginen waschen und abtrocknen, dann mit einem spitzen Messer ringsum ein paarmal einstechen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Ofen unter dem Grill rösten, so dass die Haut richtig schwarz wird und Blasen wirft. Dabei ca. alle 15 – 20 Minuten wenden, so dass die Auberginen gleichmäßig „verbrennen“.

Die Auberginen etwas abkühlen lassen, so dass man sie anfassen kann, ohne sich die Finger zu verbrennen. Dann mit dem Messer aufschneiden und das gegarte Fleisch in langen, dünnen Streifen aus der Schale lösen. Die Schale dann entsorgen und das Fleisch in einem Sieb abtropfen lassen. Die Flüssigkeit kann dabei aufgefangen werden und für ein anderes Gericht verwendet werden (man kann den Abtropfvorgang beschleunigen, in dem man die Auberginenstreifen in einem Tuch auspresst).

Am Schluss sollten ca. 550 g Auberginenfleisch übrig bleiben – dieses dann in in eine Schüssel geben und mit dem Knoblauch (durchgepresst), der geriebenen Zitronenschale und -saft, Olivenöl, ca. 1/2 TL Salz und etwas schwarzem Pfeffer vermischen. Etwa eine Stunde (oder länger) bei Zimmertemperatur marinieren lassen.

Vor dem Servieren dann noch die frischen Kräuter untermischen und mit Granatapfelkernen bestreuen.

verbrannte Aubergine II

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Lauch in Öl

Schon lange gab es hier keine orientalischen Mezzerezepte mehr. Dem muss Abhilfe geschaffen werden – gerade in den letzten Wochen habe ich ein paar neue Rezepte ausprobiert aus den wundervollen Kochbüchern, die Ende letzten Jahres erschienen sind (und damit komme ich auch meinem Vorsatz für 2013 nach, dieses Jahr mehr aus meinen schon vorhandenen Kochbüchern zu kochen).

Ich starte mit einem ganz einfachen vegetarischen Rezept, das supereinfach und genauso schnell zuzubereiten ist und trotzdem ganz lecker schmeckt. Lauch ist sowieso eins meiner liebsten Gemüse und die Kombination aus dem leicht süßlichen Lauch und der frischen Zitronenschale ist einfach ganz fantastisch! Es ist auch nicht ganz so ölig wie der Titel zunächst vermuten lässt. Eigentlich spielt die Hauptrolle der Lauch.

Das Rezept stammt aus dem umfangreichen Wälzer The Lebanese Kitchen von Salma Hage. Aus dem Buch wird es sicher in nächster Zeit noch ein paar weitere Rezepte geben…

Lauch IZutaten für ca. 8 Personen als Bestandteil einer Mezzetafel:

  • 1 EL Butter
  • 4 EL Olivenöl
  • 3 Stangen Lauch, in Ringe geschnitten, gewaschen und abgetropft
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL frischer Thymian
  • 1 TL brauner Zucker
  • 3 EL frische Petersilie, fein geschnitten
  • 1 Zitrone (Saft und Schalenabrieb wird benötigt)
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Zubereitung:
In einer großen Pfanne die Butter zerlassen und das Olivenöl mit hineingeben. Dann die Lauchringe, Lorbeerblätter und Thymianblättchen mit dazugeben und bei geringer Hitze ein paar Minuten andünsten lassen. Den Zucker dazugeben und weiter für ca. 10 Minuten dünsten lassen, bis der Lauch ein wenig weich geworden ist.

Von der Hitze nehmen und leicht abkühlen lassen. Dann die Lorbeerblätter entfernen und Zitronensaft und -schale, sowie Petersilie hinzugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Lauch II (1)

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Maghmour – Auberginen mit Knoblauch und Zwiebeln

Heute gibt es das vorerst letzte Rezept der orientalischen Vorspeisenreihe – Maghmour. Auch wieder eine sehr leckere und aromatische Sache, vor allem für diejenigen, die gerne Auberginen essen.

Wie ihr auf dem Bild sehen könnt, habe ich die Auberginen nicht geschält (entgegen der Vorgabe im Rezept). Ich mag das Aroma der Auberginenschale ganz gerne, aber wenn sie geschält werden, wird das Ergebnis natürlich noch zarter und die Aromen verbinden sich bestimmt noch ein bisschen besser.

Zutaten:

  • 1 kg Auberginen (etwa 3 Stück)
  • 5 kleine Zwiebeln
  • 1 kg Tomaten
  • 15 Knoblauchzehen (nicht erschrecken, die Zehen können später wieder aus dem fertigen Gericht herausgefischt werden)
  • Saft einer Zitrone
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Olivenöl
  • 1/2 TL getrocknete Minze

Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten

Zubereitung:
Die Auberginen schälen und in Würfel schneiden (wer möchte, kann die Schale dran lassen, sie gibt ein spezielles Aroma). Die Zwiebeln schälen, in viertel Ringe schneiden und beiseite stellen. Die Tomaten grob würfeln und ebenfalls beiseite stellen.

Reichlich Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Auberginenwürfel darin rundum anbraten, bis sie beginnen, weich zu werden. Dann die Zwiebeln dazufügen und mit anschwitzen. Wenn die Zwiebeln leicht bräunlich werden, die geschälten, aber noch ganzen Knoblauchzehen dazugeben und 2 Minuten braten.

Die Tomaten hinzufügen und alles mit dem Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen. Drei der Knoblauchzehen mit der getrockneten Minze zerdrücken und wieder zu dem Rest geben.

Bei niedriger Hitze ca. 20 Minuten vor sich hinköcheln lassen (bzw. bis die Auberginen schön weich geworden sind).

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