Müsliriegel mit Honig und Trockenfrüchten

Lange ist es her, als ich das letzte Mal an einem Blogevent teilgenommen habe. Und dass ich Müsliriegel selbstgemacht habe, sowieso. Die letzte Variante waren die Granola Bars mit Beeren, Haferflocken und Rice Crispies aus The Sprouted Kitchen: A Tastier Take on Whole Foods*. Sara hat nicht nur einen wunderschönen Blog, sie hat auch bereits ein weiteres Kochbuch herausgebracht: The Sprouted Kitchen Bowl and Spoon: Simple and Inspired Whole Foods Recipes to Savor and Share*.

Müsliriegel II

 

Heute geht es aber um ein anderes Rezept. Müsliriegel wollte ich schon lange mal wieder machen und so traf es sich ganz gut, dass es zur Zeit ein schönes Blogevent bei zorra’s Blog 1x umrühren bitte aka kochtopf. Das Event hat die liebe Maja von moey’s kitchen organisiert, die ich ja auch schon ein paarmal treffen durfte und die mittlerweile ein tolles Müslibuch* auf den Markt gebracht hat. Und da mache ich doch gerne mit.

Blog-Event CXVII - Whats for breakfast? Müsli! (Einsendeschluss 15. März 2016)

Die Müsliriegel heute sind angelehnt an dieses Rezept, allerdings habe ich hier und da etwas abgeändert, das Rezept auf europäische Maßeinheiten umgerechnet und noch etwas Zimt hinzugefügt (das schadet nie). Die Riegel sind sehr schnell zubereitet und das Rezept ist durchaus ergiebig. Je nach Größe kommen locker 25 Riegel dabei raus, man kann sie aber natürlich noch kleiner schneiden und hat dann kleine Energiehappen, die sich nachmittags im Büro hervorragend naschen lassen.

Wer übrigens zum Thema Müsli noch mehr hier im Blog lesen möchte, dem empfehle ich die diesen Beitrag hier.

Müsliriegel I

 

Zutaten für 18-30 Riegel oder noch mehr Häppchen:

  • 210 g grobe Haferflocken
  • 150 g Mandeln, ganz
  • 100 g Kokosflocken
  • 50 g Weizenkleie
  • 60 g Butter
  • 130 Honig
  • 65 g heller Rohrzucker
  • 1 1/2 Vanilleextrakt oder etwas gemahlene Vanille
  • 1/4 TL Salz
  • 6-8 Stück Datteln, entkernt und gewürfelt
  • 100 g getrocknete Cranberries oder anderes Trockenobst
  • 1 TL Zimt, gemahlen

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: 12 Minuten und 25 Minuten

Zubereitung:
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und alle trockenen Zutaten darauf mischen. Im Ofen 10-12 Minuten leicht anrösten, dabei immer wieder wenden, damit nichts anbrennt.

Die Ofentemperatur auf 150°C reduzieren. Alle übrigen Zutaten in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze kurz aufkochen. Dann die trockenen Zutaten dazugeben und alles gut miteinander vermengen. Die Masse dann auf dem Blech verteilen und alles mit feuchten Fingern etwa 1 cm dick flach pressen (die Ränder dabei etwas glätten). Im Ofen für ca. 25 Minuten leicht goldbraun backen.

Wenn die Riegelmasse fertig gebacken ist, etwa 2 bis 3 Stunden auskühlen lassen, dann mit einem sehr scharfen Messer in Riegel oder Stücke schneiden.

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Cranberry-Zitruskuchen mit Kokos

Die letzten Wochen war ich immer wieder von diversen Wehwehchen geplagt, daher muss ich meine virtuelle Vorratskiste durchforsten, was da noch an Rezepten herumschwirrt, die ich noch nicht verbloggt habe. Hier ist so eins – gefunden habe ich diesen fantastischen Kuchen bei Bakers Royale und war sofort angetan von dem wunderschönen Foto. Es war klar – das musste ausprobiert werden!

Vom letzten Thanksgiving Dinner waren noch ein paar Cranberries übrig (zugegebenermaßen halten die richtig lange, wenn sie im Kühlschrank gelagert werden, allerdings musste ich schon intensiv suchen, um die wenigen zusammenzupicken, die für dieses Rezept erforderlich sind). Ich habe die Cranberries mit dem Blender zerkleinert, aber es reicht auch, sie fein zu hacken. Und wer keine frischen Cranberries hat, der lässt sie am besten ganz weg, die getrockneten sind in diesem Fall keine gute Alternative, weil sie meistens gesüßt sind.

Der Kuchen, der hier entstanden ist (und da hatte übrigens meine neueste Errungenschaft aus dem Land der Backträume Premiere – eine außergewöhnliche Guglhupfform, die ich bei meinem letzten New York-Besuch erspäht hatte) schmeckt durch die Orange und die Cranberries nicht so irre süß, sondern angenehm frisch und er ist richtig schön fluffig.

Viel Spaß beim Nachbacken!

Cranberrykuchen (1)Zutaten für eine Guglhupfform:

  • 300 g Mehl
  • 30 g Kokosflocken
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 270 g Zucker
  • 3 Eier, Größe L oder XL
  • 2 EL Orangenschalenabrieb
  • 180 ml neutrales Öl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
  • 80 ml Kokosnusscreme
  • 60 ml frisch gepresster Orangensaft
  • 1 Handvoll frische Cranberries, fein gehackt

Glasur:

  • 240 g Puderzucker
  • 2-3 EL frisch gepresster Orangensaft

Zubereitungszeit: ca. 15 Min, dann ca. 45 Min. Backzeit

Zubereitung:
Den Ofen auf 175°C vorheizen. Mehl, Kokosflocken, Backpulver und Salz in einer Schüssel miteinander vermischen und beiseite stellen. In einer Rührschüssel Zucker, Eier und Orangenschale zusammenrühren. Währenddessen langsam das Öl zugeben und etwa 2 Minuten weiterrühren, dann Kokosnusscreme und Orangensaft einrühren.

Mit einem Holzlöffel die Mehl-Kokosmischung unterheben und schließlich noch die Cranberries einarbeiten.

Den Teig in eine gefettete Guglhupfform geben und dann ca. 45 Minuten backen, bis die Stäbchenprobe zeigt, dass er fertig ist. Auf ein Kuchengitter stürzen und komplett abkühlen lassen, bevor es ans Glasieren geht.

Für die Glasur Puderzucker und Orangensaft mischen und mit einem Backpinsel auf den Kuchen streichen. Nochmal 30 Minuten warten, bis die Glasur anzieht.

Citruskuchen

Cranberry-Mandel-Quarkstollen

Cranberries waren in der Vergangenheit immer mein Rosinenersatz. Immer dann, wenn etwas nach Rosinen aussehen, aber nicht schmecken durfte, kamen sie zum Einsatz und das, obwohl der Geschmack wirklich komplett anders ist.

Bei diesem Rezept sind die Cranberries kein Ersatz für Rosinen – sie werden mit voller Absicht verwendet. Der Quarkstollen ist wunderbar saftig und bekommt durch den wohldosierten Einsatz von Orangeat und Zitronat (das hier auch noch gaaanz fein gehäckselt wird) eine recht frische Note. Fast könnte man in Betracht ziehen, diesen Stollen auch unter dem Jahr zu backen, aber so weit wollen wir jetzt erstmal noch nicht gehen – Weihnachten liegt ja (Gott sei Dank) noch vor uns.

Wie alle Quarkstollen muss auch dieser nicht ziehen (eignet sich also ganz hervorragend dazu, ihn auch noch kurz vor Weihnachten zu backen) und hält aber auch nur ca. eine Woche, dann wird er trocken und krümelig.

Zutaten für einen großen Stollen:

  • 250 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 250 g Magerquark
  • 2 EL Grand Marnier
  • je 50 g Orangeat und Zitronat
  • 125 g getrocknete Cranberries
  • 200 g gemahlene Mandeln (gehäutet)
  • 500 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 250 g Puderzucker

Zubereitungszeit: ca. 10 Min.
Backzeit: 50-60 Min.

Zubereitung:
125 g Butter, Zucker und Salz cremig rühren, dann die Eier einzeln unterrühren. Das Orangeat in der Küchenmaschine ganz fein häckseln und zusammen mit dem Quark, Grand Marnier, den Cranberries und den Mandeln dazurühren. 500 g Mehl mit Backpulver mischen und ebenfalls unterrühren. Mit den Händen kurz verkneten.

Den Backofen auf 175°C vorheizen. Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten und bemehlten Backblech zu einem Stollen formen und ca. 50-60 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!).

Die übrige Butter schmelzen. Den heißen Stollen mit 1/4 der flüssigen Butter bestreichen, dann mit Puderzucker bestäuben. Diesen Vorgang wiederholen, bis Butter und Puderzucker aufgebraucht sind.

Hält sich ca. eine Woche.

Quelle: Lecker.de

Cranberry Chutney

Cranberry Chutney ist eine hervorragende Alternative zu der traditionellen „Cranberry Sauce“, die üblicherweise zu Thanksgiving auf den US-amerikanischen Essentischen landet. In der ursprünglichen Version werden eigentlich nur die Cranberries mit Zucker gekocht, da ist die Chutney-Variante schon um einiges raffinierter.

Die Cranberries habe ich beim Gemüsehändler meines Vertrauens vorbestellt, weil ich sicher sein wollte, dass ich sie auf alle Fälle bekomme. Ein unverzichtbarer Bestandteil des Thanksgiving-Essens ist es nämlich schon.

Cranberries (die „richtig“ übrigens Großfrüchtige Moosbeeren heißen) sind im Rohzustand – ählich wie unsere Preiselbeeren – kaum genießbar. Sie sind unendlich sauer und hart, das ist echt kein Spaß. Aber in gekochtem Zustand, gerade in Kombination mit ein paar Gewürzen und abgerundet mit Süße, sind sie ganz hervorragend. Und dazu auch noch mächtig gesund.

Zutaten für ca. 12 Personen:

  • 300-350 g frische Cranberries
  • 3 Schalotten
  • 1 EL neutrales Öl
  • 150 g Zucker
  • 3 EL weißer Balsamico
  • 1 TL Knoblauch, sehr fein gehackt
  • 1-2 TL Ingwer, sehr fein gehackt
  • 1/2 TL Salz (ggf. mehr)
  • rote Chiliflocken – Menge nach Bedarf

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten

Zubereitung:
Die Cranberries waschen und verlesen, dann abtropfen lassen. Schalotten schälen, längs halbieren und in kleine Würfel schneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen, die Schalotten darin anbraten, bis sie glasig sind und dann die Cranberries dazugeben.

Restliche Zutaten in den Topf geben und so lange erhitzen, bis die Cranberries zerplatzen (ca. 10 Minuten). Mit Salz, Chili, Essig und Zucker abschmecken.

Cantuccini mit Cranberries, Haselnüssen und Kardamom

Cantuccini gehören zu meinen ganz besonders favorisierten „Kaffeebeilagen“. Und seit ich in Neuseeland (genauergesagt in der Swedish Bakery in Nelson) eine so hervorragende andere Variante gegessen habe, wollte ich mal ein bisschen herumexperimentieren. Inspiriert von dem neuen Geschmack sind leckere Cantuccini aus meinem Standardrezept geworden (das ich bei Gelegenheit sicher auch noch hier vorstellen werde), mit einer dezenten Kardamomnote, gewohnt hart und knusprig – aber ganz wundervoll in einem feinen Kaffee oder einem Moccachino.

 

Für etwa 80 Cantuccini braucht ihr:

  • 200 Haselnüsse, ganz
  • 80 g Cranberries
  • 4 EL heller Rum
  • 500 g Mehl (Type 550)
  • 2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 2 TL Kardamom, gemahlen (je nach Geschmack auch gerne etwas mehr oder weniger)
  • 50 g Butter, zimmerwarm
  • 4 Eier

Die Cranberries in einer kleinen Schüssel mit dem Rum vermischen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Hasenüsse mit heißem Wasser übergießen und abtropfen lassen.

Mehl, Zucker, Backpulver, Kardamompulver und Salz in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Mulde drücken, Butter und Eier hineingeben und kneten. Dann Haselnüsse und Cranberries unterkneten und ca. 30 Minuten kühlstellen.

Backofen auf 200°C vorheizen. Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und zu Rollen von etwa 3 cm Durchmesser formen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und die Teigrollen darauf legen. Bei 200°C etwa 18 Minuten backen, bis die Rollen ganz leicht goldbraun werden, aber innen noch „halbroh“ sind.

Mit einem scharfen, großen Messer die Rollen schräg in ca. 1 cm breite Streifen schneiden. Die halbfertigen Cantuccini mit der Schnittfläche auf das Backblech legen und nochmal ca. 15 Minuten bei 180°C fertig backen. Sie sollten leicht gebräunt und durch und durch trocken sein. In einem luftdicht verschlossenen Gefäß halten sie sich mehrere Monate.