Kartoffeln mit Koriander, Kreuzkümmel, Zitrone und Kurkuma

Zur Zeit ist es mir nicht nach fotografieren. Also nicht so richtig. Manchmal genieße ich es sehr, ein Gericht zu kochen, so richtig in Szene zu setzen, mit Farben zu spielen und hinterher das Ergebnis zu bewundern. Momentan ist es ein bisschen anders – meine Küche ist gerade sehr experimentell, alles geht recht schnell und ich habe wenig Muße, zu drapieren, zu wischen, zu kombinieren, schön anzurichten. Und ich habe festgestellt, dass deshalb die Bloggerei unter meiner Foto-Unlust leidet. Schade eigentlich.

Da es ja mein Blog ist und ich mich hier nach Belieben austoben darf (und bloggen möchte ich ja!), habe ich mir vorerst eine kleine Drapier-, Wisch- und Kombinier-Auszeit genommen. Es wird in Zukunft eher „schnelle“ Fotos geben, die kurz vor dem Essen entstehen und vielleicht weniger professionell, aber hoffentlich trotzdem ein bisschen ansprechend aussehen. So kann ich euch trotzdem mit neuen Rezepten versorgen und ich hoffe, ihr verzeiht mir die Fotos.

Hiermit präsentiere ich also diese fantastische Grillbeilage: scharf, säuerlich und würzig-aromatisch. Gut für laue Sommernächte. Bei uns gab es dazu Lamm und Cevapcici und ein bisschen Dip.

Kartoffeln mit Koriander

 

Fast vergessen: das Rezept stammt aus dem (herrlichen!) Kochbuch Olives, Lemons & Za’atar: The Best Middle Eastern Home Cooking* von Rawia Bishara, das auch auf deutsch unter dem Titel „Hummus, Bulgur & Za’atar“ erschienen ist (aber scheinbar nicht mehr lieferbar ist).

Zutaten für 4 Personen als Beilage:

  • 700 g kleine Kartoffeln, die mit Schale gegessen werden können
  • Olivenöl
  • 1 EL Butter (optional)
  • 2-3 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 TL Koriandersaat
  • 2 TL Kreuzkümmelsamen
  • 2 TL Kurkuma, gemahlen
  • 1/2 TL getrocknete Chiliflocken
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Saft einer Zitrone
  • 1 Bund frischer Koriander, bis auf ein paar Blättchen zum Garnieren fein gehackt
  • optional: Limettenschnitze

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Zubereitung:
Kartoffeln gut waschen und 10 Minuten köcheln lassen. Abgießen und abschrecken, dann in mundgerechte Stücke schneiden.

Olivenöl und Butter in einer Pfanne erhitzen, die Gewürze und den Knoblauch ca. 2 Minuten darin anbraten und dann die Kartoffeln dazugeben. Ca. 3 Minuten weiterbraten, mit Salz und Pfeffer würzen und den Zitronensaft unterrühren. Weiterbraten, bis die Flüssigkeit verdampft ist, vom Herd nehmen und den gehackten Koriander unterrühren.

Heiß mit dem frischen Koriander und den Limettenschnitzen servieren.

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Geröstete Karotten mit Kreuzkümmel, Honig-Zitronen Dressing und Ziegenkäse

Ich weiß, ich weiß…
Es ist schon wieder ein Monat her seit dem letzten Blogeintrag. Es hat sich einiges (nicht blogrelevantes) getan – eine tolle Reise nach Barcelona zum Beispiel, ein wunderschönes Wochenende mit fantastischem Adele-Konzert in Köln (dort gab es dann auch ein sehr nettes Treffen mit Maja von moey’s kitchen und super Essen – Burger in der Fetten Kuh, Dessertpizza im 485° und die wundervollste Pizza, die ich seit langem hatte im Scugnizzo).

Langsam kehrt also wieder Ruhe ein und das passt ganz hervorragend, weil nämlich die Grillsaison beginnt. Letztes Wochenende gab es tolle Lammkeulenkoteletts mit diesen unglaublichen gerösteten Karotten. Das Rezept stammt aus dem sehr inspirierenden Kochbuch Persiana: Recipes vom the Middle East & Beyond von Sabrina Ghayour*, das Mitte letzten Jahres auch auf Deutsch erschienen ist (ich habe damals gleich bei der englischen Ausgabe zugeschlagen). Sabrina Ghayour hat mittlerweile ein neues Kochbuch herausgebracht – Sirocco (Fabulous Flavours from the East)*, derzeit nur auf Englisch erhältlich.

geröstete Karotten 1

 

Also: es gab also Karotten. Das Rezept sieht vor, dass man vor dem Anrichten weichen Ziegenkäse über die gerösteten Karotten bröckelt, ich wollte ein bisschen kreativ sein und habe die eine Seite mit Ziegenfrischkäse bebröckelt und die andere Hälfte mit Feta. Letzteres war noch um Nuancen besser, weil der Feta eine schöne Würze mitbringt, der fantastisch mit den süßlichen Karotten harmoniert.
Wird es definitiv wieder geben.

geröstete Karotten 2

 

Zutaten für 4 Personen als Beilage:

  • 750 g Karotten, geschält und in ca. 1 cm dicke schräge Scheiben geschnitten
  • ein guter Schuss Olivenöl
  • 2 EL Kreuzkümmelsamen
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Saft einer Zitrone
  • 3 EL flüssiger Honig (z.B. Akazienhonig)
  • 100g weicher Ziegenkäse oder Feta
  • 1 Bund Dill, grob gehackt
  • ca. 2 TL Nigellasamen

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 40 Minuten

Zubereitung:
Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, die Karottenscheiben darauf verteilen und mit Olivenöl, Kreuzkümmelsamen, Salz und Pfeffer vermischen. Bei 200°C etwa 30 Minuten backen.

Währenddessen Zitronensaft und Honig mischen. Am Ende der 30 Minuten über die gebackenen Karotten geben und nochmal ca. 10 Minuten im Ofen rösten. Danach leicht abkühlen lassen.

Auf einer Platte oder einem Teller anrichten, Käse über die Karotten bröckeln und mit Dill und Nigellasamen garnieren.

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Suppe aus verbrannter Aubergine mit Moghrabieh

AuberginensuppeWow – was für ein Geschmack! Diese Suppe ist eine wahre Geschmacksexplosion auf der Zunge und eine Wohltat für einen Gaumen, der Kräftiges liebt.

Am besten macht man dieses Rezept zusammen mit den verbrannten Auberginen mit Knoblauch, Zitrone und Granatapfelkernen, dann hat man die Arbeit und die Wartezeit nur einmal. Außerdem lässt sich die abgetropfte Flüssigkeit von dem anderen Rezept ganz hervorragend als Gemüsefond für diese Suppe verwenden. Allerdings geht es natürlich auch „ohne“.

Moghrabieh ist die libanesische Variante von Couscous und ist in den „einschlägigen“ libanesischen Supermärkten erhältlich. Wer kein Moghrabieh findet, kann auch „Fregola Sarda“, eine Nudelsorte aus Sardinien oder Maftoul verwenden.

Wie so vieles in letzter Zeit ist auch dieses Rezept aus meinem heißgeliebten Ottolenghi – Jerusalem: Das Kochbuch, das ich fast nicht mehr aus der Hand lege.

Auberginensuppe IIZutaten für 4-6 Personen:

  • 5 kleine oder 3 große Auberginen (ca. 1,2 kg)
  • etwas neutrales Öl zum Braten
  • 1 Zwiebel, in grobe Würfel geschnitten
  • 1 EL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 Dose (400 g) Pizzatomaten
  • 350 ml Hühner- oder Gemüsefond (oder Flüssigkeit vom Abtropfen der verbrannten Auberginen)
  • 400 ml Wasser
  • 4 Knoblauchzehen, durchgepresst
  • 2 1/2 TL Zucker
  • 100 g Moghrabieh (libanesischer Riesencouscous)
  • frische Kräuter zum Garnieren (Basilikum, Dill oder Petersilie)
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten (plus die Zeit, die zum Rösten der Auberginen benötigt wird)

Zubereitung:
Die Auberginen waschen und abtrocknen, dann drei kleine oder zwei große Auberginen mit einem spitzen Messer ringsum ein paarmal einstechen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Ofen unter dem Grill rösten, so dass die Haut richtig schwarz wird und Blasen wirft. Dabei ca. alle 15 – 20 Minuten wenden, so dass die Auberginen gleichmäßig „verbrennen“.

Die Auberginen etwas abkühlen lassen, so dass man sie anfassen kann, ohne sich die Finger zu verbrennen. Dann mit dem Messer aufschneiden und das gegarte Fleisch in langen, dünnen Streifen aus der Schale lösen. Die Schale entsorgen und das „verbrannte“ Auberginenfleisch grob hacken.

Die restlichen Auberginen (zwei kleine oder eine große) in Würfel schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, dann die Auberginenwürfel für 10 – 15 Minuten darin braten. Dabei immer wieder umrühren, damit sie nicht anbrennen. Auf Küchenkrepp ein bisschen abtropfen lassen und leicht salzen.

1 EL Öl in die Pfanne geben, erhitzen und Zwiebelwürfel mit dem Kreuzkümmel darin für ca. 5 Minuten anbraten. Die Pizzatomaten dazugeben und etwa eine Minute aufkochen lassen, dann die weiteren Zutaten (Brühe, Wasser, Knoblauch, Zucker, Zitronensaft, 1 1/2 TL Salz und etwas schwarzen Pfeffer) zugeben. Für ca. 15 Minuten leicht vor sich hinköcheln lassen.

In der Zwischenzeit das Moghrabieh in Salzwasser (wie Nudeln) al dente kochen. Die Kochzeit ist dabei ein bisschen abhängig von der verwendeten Marke, aber ca. 15 – 18 Minuten sollten hinkommen. Nachdem das Moghrabieh fertig ist, abgießen und beiseite stellen.

Das „verbrannte“ Auberginenfleich zur Suppe geben und mit einem Pürierstab fein oder grob pürieren (je nach Geschmack). Dann den größten Teil der gebratenen Auberginenwürfel und des Moghrabieh mit hineingeben (ein bisschen was zum Garnieren aufheben) und nochmal ca. 2 Minuten köcheln lassen. Abschmecken und ggf. nachwürzen.

Heiß servieren und mit den übrigen Auberginenwürfeln, etwas Moghrabieh und frischen Kräutern bestreut servieren.

Auberginensuppe I

Blumenkohlküchlein mit Kreuzkümmel und Limetten-Korianderjoghurt

DSC_7165Christina von „feines gemüse“ hat hier vor kurzem diese wundervollen Blumenkohlküchlein vorgestellt. Bei genauerem Hinsehen und Durchblättern meines Ottolenghis habe ich dann festgestellt, dass ich es mir schon zum Nachkochen markiert hatte. Die Gelegenheit war günstig (Blumenkohl und Eier waren im Haus) und so habe ich mich gleich ans Werk gemacht. Die Küchlein waren fantastisch.

Ähnlich wie Christina hatte ich auch Respekt vor dem heißen Öl (Verschwendung/Gefahr/Kalorien) und dann festgestellt, dass mehr als 300 ml des Öls bei doppelter Menge an Küchlein übrig geblieben sind. Das Rest-Öl habe ich gefiltert, so kann ich es nochmal wiederverwenden (zum Braten oder für Salatdressing – den Geschmack der Küchlein nimmt es aber natürlich schon an, das muss berücksichtigt werden).

Mein Blumenkohlkopf war ein bisschen größer als nur „klein“ (ca. 700 g), daher habe ich das Rezept einfach verdoppelt, wobei ich die Menge der Eier im Vergleich zum Originalrezept ein wenig reduziert habe (statt 8 Eiern habe ich dann nur 6 verwendet). Das bietet sich eigentlich auch an, wenn man schon mit dem heißen Öl herumhantiert und die Küche einnebelt. Die Küchlein lassen sich nämlich auch hervorragend noch am nächsten Tag essen oder gar einfrieren.

Dazu passt z.B. auch Hummus, ein leckeres Ciabattabrötchen, Tabouleh oder Bulgursalat.

Blumenkohl I (1)Zutaten für 6-7 große Küchlein:

  • 1 kleiner Blumenkohlkopf (ca. 300 – 350 g)
  • 120 g Mehl
  • 1/2 Bund Petersilie
  • 2 Schalotten
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 Eier
  • 2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 1 1/2 TL Salz (ggf. mehr)
  • ca. 1 TL Pfeffer, frisch gemahlen
  • 500 ml Sonnenblumenöl

für das Limetten-Korianderjoghurt:

  • 300 g Joghurt
  • 2 EL Koriander, fein gehackt
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Bio-Limette (Abrieb und Saft wird benötigt)
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Die Zutaten für den Limetten-Korianderjoghurt vermischen, abschmecken und bis zum Servieren durchziehen lassen.

Den Blumenkohl in kleine Röschen zerteilen, waschen und in Salzwasser ca. 15 Minuten weich blanchieren, dann durch ein Sieb abtropfen lassen.

Petersilie, Schalotten und Knoblauch fein hacken und mit dem Mehl, den Gewürzen und den Eiern in einer Rührschüssel vermischen. Dann den abgetropften Blumenkohl noch warm dazugeben und unterheben, die Röschen dürfen ruhig auseinanderbrechen, so dass der Teig schön homogen wird.

Das Sonnenblumenöl in eine Pfanne gießen und erhitzen. Mit einem Holzlöffel überprüfen, ob die Temperatur richtig ist (wenn kleine Bläschen aufsteigen). Dann pro Küchlein 2-3 EL Teig in die Pfanne geben (aufpassen, dass man nicht zu viele Küchlein auf einmal versucht zu braten) und nach ca. 4 Minuten wenden.

Aus der Pfanne nehmen, auf Küchenkrepp abtropfen lassen und mit dem Limetten-Korianderjoghurt und Petersilie bestreut servieren.

Karottenpüree orientalisch – mit Kreuzkümmel und Harissa

Nachdem der August bezüglich des Blogevents „Cookbook of Colors“ so erfolgreich gelaufen ist, wage ich die Teilnahme ein zweites Mal – weil’s einfach gerade reinpasst und weil das Rezept so ganz wundervoll orange ist. ORANGE ist das Farbthema im Blogevent für den Monat Oktober (wenn’s dann wieder ans Abstimmen geht, sag ich natürlich hier bescheid).

HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Aber – dieses orientalische Karottenpüree ist nicht nur orange, sondern auch richtig lecker. Die Karotten bringen eine tolle, erdige Süße mit, die zusammen mit dem Harissa eine tolle Geschmackskombination ergeben. Wie gehabt – wer kein Harissa zu Hause hat, nimmt einfach eine Kombination aus Chilipulver, gemahlenem Kreuzkümmel und gemahlenem Koriander. Schnell gemacht ist das Püree obendrein und wieder ein Bestandteil einer schönen orientalischen Mezzetafel.

Zutaten für 4 Personen:

  • 500 g Karotten
  • 1-2 TL Salz
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Harissa
  • 2 EL Olivenöl

Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten

Zubereitung:
Die Karotten schälen und in gleichmäßige, etwa 1 cm große Stücke schneiden. In einen Topf geben und soviel Wasser zugeben, dass die Karotten gerade so bedeckt sind. Salz dazugeben und etwa 20 Minuten kochen lassen, bis die Karotten schön weich sind.

Die Karotten abgießen und fein pürieren, dann Knoblauch dazupressen. Mit Zitronensaft, Kreuzkümmel, Harissa und Olivenöl mischen, dann mit Salz abschmecken. Kalt oder bei Zimmertemperatur mit Weißbrot servieren.

Quelle: Oriental Basics

Lauki (Flaschenkürbis) mit Kreuzkümmel und Crème Fraîche

Heute gibt es endlich mal wieder ein indisches Rezept und ich hoffe sehr, dass in den nächsten Wochen noch ein paar folgen werden…

Lauki ist ein Flaschenkürbis, den es im gut sortierten Asialaden zu kaufen gibt (falls ihr allerdings keinen Lauki finden solltet – ich habe das Gericht aber auch schon mit grünem Spaghettikürbis gekocht – ging auch, hat auch geschmeckt). Geschmacklich liegt er irgendwo zwischen Zucchini und Gurke, er ist jedoch wesentlich kochfester. Das verwendete Gemüse sollte etwas 20-25 cm lang sein und keine Macken haben.

Dieses Gericht bringt eine gewisse Schärfe mit sich, die sich aber wunderbar mit der leichten cremigen Süße des Crème Fraîche ergänzt. Wer es lieber nicht so scharf möchte, tastet sich vielleicht erstmal mit nur einer oder einer halben Chilischote heran.

Zutaten für 2 Personen oder für 4 als Bestandteil eines größeren indischen Essens:

  • 1 Lauki
  • 1-2 EL Ghee oder Butterschmalz
  • 1 TL Kreuzkümmel, ganz
  • 1 TL Salz
  • 2 kleine grüne Chilis
  • 2 EL frischer Koriander, gehackt
  • 2 EL Crème Fraîche

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Den Lauki mit einem Gurkenschäler schälen und kurz abwaschen (die Schnittfläche wird nämlich beim Schälen so leicht schleimig). Dann längs achteln und in kleine Stücke schneiden, die Form spielt dabei wirklich keine Rolle.

Ghee in einem dünnwandigen Wok oder einer Pfanne erhitzen, dann Kreuzkümmel dazugeben und braten, bis er anfängt zu duften. Den Lauki und das Salz nacheinander zugeben und 2-3 Minuten anbraten. Dann mit einem Schuss Wasser ablöschen und zugedeckt ca. 20 Minuten köcheln lassen, dabei immer wieder umrühren. Ggf. auch mehr Wasser dazugeben, falls es „trocken“ wird.

Die grünen Chilis halbieren und von ihren Kernen und den weißen Häutchen befreien, dann fein schneiden. Zusammen mit dem Koriander und dem Crème Fraîche zum Lauki geben, gut durchrühren und offen nochmal 2-3 Minuten köcheln lassen. Mit Salz abschmecken.

Spitzkohl mit Paprikastreifen

Hin und wieder, wenn ich auf dem Markt einkaufe, wandern Dinge in meinen Einkaufskorb, von denen ich in dem Moment noch nicht genau weiß, was ich daraus kochen werde. So ist es mir vor einiger Zeit mit einem Spitzkohl passiert. Aber da ein indisches Essen mit Freunden anstand, war ich mir sicher, dass der Spitzkohl spätestens da Verwendung finden würde. Und ich lag richtig.

Wer mal ein richtig gutes und umfangreiches indisches Kochbuch sucht und auch vor einer englischen Ausgabe nicht zurückschreckt (wobei im September wohl die deutsche Ausgabe erscheint), dem kann ich „India“ von Pushpesh Pant nur wärmstens empfehlen. Aus diesem Buch ist auch das folgende Rezept, das ich vom Original natürlich wieder leicht abgewandelt habe.

Zutaten für 4 bis 6 Personen als Bestandteil eines größeren indischen Essens:

  • 3 EL neutrales Öl
  • 1 1/2 TL Kreuzkümmelsamen, ganz
  • 1 TL Kurkuma, gemahlen
  • 3 kleine getrocknete rote Chilis
  • 1 mittelgroßer Spitzkohl, in feine Streifen geschnitten
  • 2 rote Paprika, entkernt und in feine Streifen geschnitten
  • 1 1/2 TL Salz

Zubereitungszeit: 30 bis 45 Minuten

Zubereitung:
Das Öl in einer großen Pfanne mit hohem Rand oder einem Wok erhitzen und den Kreuzkümmel, das Kurkuma und die klein zerkrümelten Chilis bei mittlerer Hitze etwa 3 Minuten darin rösten. Die Hälfte des Spitzkohls und die Paprikastreifen dazugeben und umrühren.

Nach ein paar Minuten fängt der Kohl an, in sich zusammenzufallen. Wenn das passiert, den Rest des Kohls dazugeben und unter Rühren weiterbraten, bis alles gleichmäßig braun gebraten ist (je nach Pfanne oder Wok für etwa 15 bis 30 Minuten).

Zum Schluss das Salz untermischen und den gebratenen Spitzkohl warm oder bei Zimmertemperatur servieren.

Koriandersößchen

Es wird Zeit, mal diese wundervollen indischen Rezepte der Weltöffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, die wir während unserer Zeit in Indien kennengelernt haben. Und weil es in letzter Zeit öfter mal indisch gab (und auch wieder gibt), ist die Gelegenheit günstig!

Los geht’s heute mit einem traumhaften Koriandersößchen. Es wird ordentlich viel frischer Koriander verwendet, wer also einen asiatischen Supermarkt oder ähnliches in der Nähe hat, kann hier sicher punkten. Koriander ist ja nicht so jedermanns Sache, aber selbst bekennende Koriander-Nichtmöger fanden dieses Sößchen schmackhaft und lecker. Also – einfach mal ausprobieren, selbst wenn ihr in der Vergangenheit vielleicht nicht der größte Fan von frischem Koriander wart.

 

Für etwa 250 ml braucht ihr:

  • 2 kleine grüne Chilischoten (die scharfen), von den Kernen befreit und grob geschnitten
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, ganz
  • ca. 80 ml Kokosmilch oder etwa 2 EL frisches Kokosnussfleisch, gewürfelt
  • 1,5 Bund frischen Koriander
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 TL Agavendicksaft oder Zucker

Alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit einem Stabmixer pürieren (wer einen Standmixer hat, kann natürlich auch diesen verwenden). Eventuell noch ein bisschen kaltes Wasser zugeben und mit Salz und Zucker abschmecken.

Schmeckt ganz hervorragend zu jeglichen indischen Currys oder auch zu frischem Gemüse als Dip.