Nudelauflauf mit Kürbis, Tomaten und Ricotta

Penne mit Kürbis I

 

Christina von feines gemüse hatte vor längerer Zeit einen derart netten Beitrag über Jamie Oliver und seine Entwicklung in Richtung Superfoods geschrieben. Ich las den Artikel und musste ihr uneingeschränkt beipflichten – auch ich kann dem um sich greifenden Trend der Weizengraspülverchen und gequollenen Chiasamen wenig abgewinnen. Doch auch diese Phase kam, ist gerade aktuell und wird wieder vorübergehen. Bis uns die nächste Ernährungsreligion ereilt (ein weiterer interessanter Artikel ist in der Zeit unter dem Titel „Die Religion des Essens“ erschienen).

Jamie Oliver – wie Christina schreibt, den „alten“ Jamie – schätze ich trotzdem nach wie vor sehr. Die allermeisten Kochbücher von Jamie kann ich uneingeschränkt empfehlen und auch für sein soziales Engagement (Jamie’s School Dinners, Restaurant „fifteen“) bewundere ich ihn sehr.

Deshalb gibt es heute ein tolles Rezept von seiner Webseite – Squash and Ricotta Pasta Bake, das uns an einem trüben Herbsttag wie heute problemlos eine behagliche Wärme ins Haus zaubert. Das Original verwendet „normale“ Nudeln und keine Chiliflocken, ich habe jedoch Vollkornnudeln verwendet, weil ich die ganz gerne esse und sie in diesem aromatischen Gericht auf keinen Fall stören. Die Chipotle Chilis geben der cremigen Sauce einen rauchig-würzigen Geschmack, der sich hervorragend in die Aromen einfügt, wer es aber nicht scharf mag, lässt die Chilis einfach weg oder verwendet weniger davon.

Penne mit Kürbis II

Zutaten für 4 hungrige Esser:

  • 1 kg Butternutkürbis, geschält, entkernt und in Würfel geschnitten, alternativ Süßkartoffeln
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 Dose (400g) stückige Tomaten
  • 1 Dose (400g) Cocktailtomaten oder eine weitere Dose stückige Tomaten
  • 1 TL Chiliflocken (ich habe Chipotle Chilis verwendet)
  • 1 Bund Basilikum
  • 500g Vollkornpenne
  • 100 g Ricotta und etwas zusätzlich zum überbacken
  • 400 ml Gemüsebrühe
  • 150 g Mozzarella
  • 2 Zweige Salbei
  • Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Die Kürbiswürfel auf einem Backblech ausbreiten, mit einem Schluck Olivenöl mischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Im Ofen für ca. 30 Minuten rösten lassen.

Den Knoblauch fein hacken, den Basilikum waschen, die Blätter abzupfen und für später aufheben. Die Basilikumstängel fein hacken und zusammen mit dem Knoblauch und etwas Olivenöl in einer großen (!) Pfanne bei mittlerer Hitze anbraten. Nach etwa 3-4 Minuten die Tomaten zugeben und aufkochen lassen. Die Chiliflocken dazugeben und weiterköcheln lassen, bis die Kürbiswürfel fertig sind.

Währenddessen die Pasta kochen und etwas zwei Minuten vor Ende der Garzeit abgießen, so dass sie noch sehr bissfest ist. Die Kürbiswürfel zu den Tomaten geben, die Gemüsebrühe, Basilikum und den Ricotta einrühren und alles erneut aufkochen lassen. Nach ca. 5 Minuten die Pasta zugeben, mit Salz und Pfeffer abschmecken und alles in eine ofenfeste Auflaufform geben. Mozzarella, Ricotta, sowie die Salbeiblätter (diese noch etwas mit Olivenöl einreiben) über den Auflauf geben und im Ofen ca. 15-20 Minuten überbacken.

Winter-Couscous mit Kürbis, Karotten und Aprikosen

Nachdem das grausige Wetter weiterhin anhält, traue ich mich nochmal, ein Rezept mit Wintergemüse vorzustellen. Damit ist dann aber genug – ab jetzt ist Frühling! Wir versuchen einfach, mit diesem letzten Winterrezept dem kalten Wetter den Garaus zu machen.

Bitte lasst euch nicht von dieser unglaublich langen Zutatenliste abschrecken – die meisten Dinge, die darauf stehen, hatte ich sogar zu Hause und so ist es gar nicht so schwierig. Die einzig wirklich „besondere“ und auch aufwändigere Zutat ist die Schale der einlegten Salzzitrone, die man in gut sortierten arabischen Supermärkten kaufen kann oder die man auch selbst zubereiten kann. Wie das funktioniert, habe ich hier beschrieben.

Das Rezept ist angelehnt an Ottolenghi aus Genussvoll vegetarisch. mediterran-orientalisch-raffiniert.

Winter CouscousZutaten für 4 oder mehr Personen:

  • 2 Karotten, geschält und in ca. 2 cm große Stücke geschnitten
  • 2 mittlere Pastinaken, geschält und in ca. 2 cm große Stücke geschnitten
  • 8 kleine Schalotten, geschält und in grobe Stücke geschnitten
  • 2 Zimtstangen
  • 2 Sternanis
  • 3 Lorbeerblätter
  • 5 EL Olivenöl
  • 1/2 Ingwer, gemahlen
  • 1/4 Kurkuma, gemahlen
  • 1/4 Paprika, scharf
  • 1/4 TL Chiliflocken
  • 300 g Kürbis (z.B. Hokkaido oder Butternut), in ca. 2 cm große Stücke geschnitten
  • 75 g getrocknete Aprikosen, in grobe Stücke geschnitten
  • 200 g gegarte Kichererbsen
  • 350 ml Kochwasser vom Garen der Kichererbsen
  • 170 g Couscous
  • einige Safranfäden
  • 260 ml Gemüsefond
  • 1 EL Butter
  • 25 g Harissapaste
  • 25 g eingelegte Salzzitrone
  • 30 g Korianderblätter
  • Salz

Winter Couscous IZubereitungszeit: ca. 75 Minuten

Zubereitung:
Den Ofen auf 190°C vorheizen. Die Karotten, Pastinaken und Schalotten in eine große, feuerfeste Form geben. Außerdem die Zimtstangen, Sternanis, Lorbeerblätter, 4 EL des Olivenöls, ca. 1 TL Salz und die anderen Gewürze dazugeben und gut miteinander vermischen. Im Ofen für etwa 15 Minuten backen.

Den Kürbis in die Form geben, mit dem Rest vermischen und weitere 35 Minuten backen. Das Gemüse sollte nach dieser Zeit weich sein, aber noch ein wenig Biss haben. Nun die getrockneten Aprikosen und die Kichererbsen mit der Garflüssigkeit zugeben und nochmal für ca. 10 Minuten in den Ofen schieben.

Während das Gemüse im Ofen gart, den Couscous mit einem Esslöffel Olivenöl, dem Safran und 1/2 TL Salz in eine Schüssel geben und mit der kochenden Gemüsebrühe übergießen. Die Schüssel abdecken und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Dann die Butter zugeben und den Couscous mit einer Gabel auflockern. Abgedeckt an einem warmen Ort lassen.

Zum Servieren den Couscous auf einen tiefen Teller geben. Das Harissa und die Schale der Salzzitronen zum Gemüse geben. Mit Salz abschmecken, falls notwendig. Das Gemüse mittig auf den Couscous geben und mit reichlich Koriander bestreuen.

Kürbisdip aus Butternutkürbis mit Tahini

Kürbisdip IIEin einsamer Butternutkürbis fristete hier bis vor kurzem noch sein Dasein, richtig leid tat er mir schon, weil ich irgendwie keine „ordentliche“ Verwendung für ihn fand. Irgendwie waren alle bewährten und beliebten Varianten durch, also musste mal wieder etwas Neues her. Da kam ein schönes Rezept aus dem neuen Ottolenghi „Jerusalem“ gerade recht – es verspricht optisch ein bisschen, Hummusersatz zu sein (falls es mal gerade keine Hülsenfrüchte sein sollen).

Nun, mit Hummus hat es geschmacklich nicht viel zu tun, durch den Butternutkürbis schmeckt der Dip süßlich, was durch den Zimt noch betont wird. Trotzdem – herrlich. Zusätzlich zum Originalrezept habe ich noch ein wenig Granatapfelsirup dazugegeben, der macht sich in immer mehr Gerichten gut und wird sicher in Zukunft häufig zum Einsatz kommen.

Fast glaube ich, dass „Jerusalem“ zu meinem neuen Lieblingskochbuch avanciert. Wobei der Spitzenplatz mit „Veggiestan“ schon echt heiß umkämpft ist…

Kürbisdip IZutaten für viiieeele Personen als Bestandteil einer Mezzetafel:

  • 1 großer Butternutkürbis (ca. 1-1,2 kg)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 70 g Tahini, hell
  • 120 g griech. Joghurt
  • 2 Knoblauchzehen, durchgedrückt
  • ggf. Granatapfelsirup zum Abschmecken
  • 1 TL schwarze und weiße Sesamsamen zum Garnieren
  • 1 1/2 TL Dattelsirup
  • Salz

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten (plus 70 Minuten Backzeit)

Zubereitung:
Ofen auf 200°C vorheizen. Den Butternutkürbis halbieren und von seinen Kernen befreien, dann schälen und in grobe Würfel schneiden. Die Würfel in eine Auflaufform geben und mit dem Olivenöl, 1/2 TL Salz und Zimt mischen. Die Auflaufform gut mit Alufolie abdecken und dann im Ofen ca. 70 Minuten backen (während der Backzeit die Würfel einmal wenden). Danach abkühlen lassen.

Den abgekühlten Kürbis in ein hohes Gefäß geben und mit dem Joghurt, Tahini und Knoblauch mischen. Mit einem Pürierstab kurz pürieren, so dass die Paste aber noch etwas stückig bleibt. Mit Salz, Zitronensaft und Granatapfelsirup abschmecken.

Den Kürbisdip auf einen Teller löffeln und flach hindrücken. Mit den Sesamsamen bestreuen und den Dattelsirup darüberträufeln.

Kürbisdip

Kürbis mit Salbei, Amaretto und Cantuccinikruste

Was für ein unspektakulärer Name für so ein spektakuläres Rezept, das im Original übrigens von hier stammt… Auch dieses Rezept stammt von meiner lieben amerikanischen Freundin, die mir in den Thanksgiving-Planungen so hilfreich mit ihrem Rat zur Seite gestanden hat. Und wir haben beschlossen: bei uns wird das Thanksgiving-Essen nun auch zur Tradition!

Ein kurzes Wort zum verwendeten Kürbis: ich wollte mich so nah wie möglich am Original halten, deshalb habe ich den im Originalrezept verlangten „Acorn Squash“ gesucht und auch gefunden. Übersetzt heißt er „Eichelkürbis“, unter diesem Namen habe ich ihn jedoch nirgends gesehen. Er hieß manchmal „Chamäleonkürbis“ oder auch „Fleckenkürbis“, aber am Aussehen erkennt man ihn auch ganz gut. Manchmal ist er komplett grün oder gesprenkelt und überhaupt – wen das näher interessiert, der kann das hier ganz gut nachlesen… Der Kürbis lässt sich auch extrem gut lagern und hält auch bei normalen Wohnungstemperaturen mehrere Monate.

Nun noch etwas zum Rezept: mein Kürbis hatte fast 1,5 kg, also hat einer ganz locker für 4 Personen als Beilage gereicht, aber es werden auch sicher 8 Personen satt. Kommt natürlich auf die Größe an. Und die Schale ist nicht zum Mitessen gedacht!

Beim ersten Durchlesen des Rezeptes war ich ehrlichgesagt ein bisschen skeptisch und dachte eher an ein Dessert als an eine Beilage zu einem herzhaften Essen. Meine Bedenken waren aber vollkommen unbegründet – gerade zu einem herzhaften Essen schmeckt es ganz besonders gut!

Zutaten für 4 Personen als großzügige Beilage:

  • 1 Eichelkürbis
  • 100 g Butter
  • 100 g brauner Zucker
  • 3 EL Amaretto
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • einige Salbeiblätter
  • 100 g Cantuccini

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten

Zubereitung:
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Den Eichelkürbis waschen, halbieren und von seinen Kernen befreien. Die Hälften dann entweder in Spalten oder „gefällige“ Stücke schneiden.

Butter in einem kleinen Topf oder der Mikrowelle leicht erhitzen, sie sollte sehr weich, aber nicht flüssig sein. Mit dem braunen Zucker und dem Amaretto vermischen, dann gut mit Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen. Die Kürbisstücke großzügig damit einpinseln (es sollte aber noch etwas davon übrig bleiben).

Die Salbeiblätter je nach Vorliebe in Streifen schneiden oder ganz lassen, dann auf die Kürbisstücke legen. Die Cantuccini im Mörser zerstoßen und über den Kürbis streuen. Dann im Ofen backen. Alle 15 Minuten erneut mit der Amarettobutter bestreichen, bis der Kürbis komplett gar ist.

Pumpkin Spice Sirup

Wer in der Herbstzeit schonmal in den USA war, wird sicher des Öfteren an einem für diese Zeit typischen Getränk vorbeigekommen sein: der Pumpkin Spice Latte. Quasi ein Cappucino mit Kürbis und Gewürzen. Selbst die amerikanischen Kaffeeketten in Deutschland führen dieses Getränk aber leider (noch?) nicht, also muss man selbst Abhilfe schaffen.

Die Idee zu dem Rezept stammt übrigens von Miri (Miri’s Kitchen) und ist hier zu finden. Maja (moey’s kitchen) hat hier auch nochmal eine andere Variante vorgestellt.

Und weil der Sirup so schnell und einfach herzustellen ist (natürlich vorausgesetzt, man hat das Kürbispüree zu Hause), ist er auch ein sehr gutes spontanes Mitbringsel für Feiern und Einladungen.

Zutaten für ca. 500 ml Sirup:

  • 340 g Zucker
  • 350 ml Wasser
  • 1 Zimtstange
  • 1/2 Vanilleschote
  • 3 Gewürznelken
  • 3 Pimentkörner
  • 1 Kapsel Kardamom
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1/2 TL geriebene Muskatnuss
  • 1 TL gemahlener Ingwer
  • 1 Ecke Sternanis
  • 4 EL Kürbispüree

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten

Zubereitung:
Wasser und Zucker zusammen erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Vanilleschoten längs halbieren, auskratzen und zusammen mit den anderen Gewürzen und dem Kürbispüree hinzufügen. Den Sirup erwärmen (aber nicht kochen) und dann abkühlen lassen. Die Gewürze dürfen gerne ein paar Stunden ziehen, müssen aber nicht.

Durch ein Sieb abgießen und in ein sauberes Gefäß geben. Im Kühlschrank aufbewahrt hält er sich mehrere Tage (vielleicht auch Wochen).

Kürbisstollen mit Pumpkin Pie Spice und Cantuccinifüllung

Deutsche Backtradition trifft auf amerikanische. Und die Herbstzeit auf die Vorweihnachtszeit. Hier wird jeder glücklich, der sich jetzt schon auf Weihnachten freut, aber noch nicht in Lebkuchen und Vanillekipferln schwelgen will…

Vor einigen Tagen habe ich erst das Kürbispüree und das sensationelle Pumpkin Pie Spice vorgestellt – heute kommt es bereits zum Einsatz. Und zwar bei einer kleinen Eigenkreation – einem wunderbar zarten, fluffigen, herbstlichen Stollen.

Zum Weihnachtsstollen habe ich aufgrund meiner Rosinen-Aversion ein etwas stiefmütterliches Verhältnis, was dazu geführt hat, dass ich natürlich die letzten 32 Jahre keinen gegessen habe. Doch die Idee reifte, dass dieses weihnachtliche Gebäck doch auch in einer Variante herzustellen sein müsste, die meinen Geschmacksnerven zusagt… Und so entstand eben dieses Stollenrezept. Und ich sage euch – weitere werden folgen! Ich bin gerade so richtig in Fahrt gekommen und habe Stollen zu meinem neuen weihnachtlichen Lieblingsgebäck erkoren!

Dieser Stollen schmeckt bestimmt auch wundervoll in der Adventszeit – aber warum so lange warten, wenn man ihn auch jetzt schon essen kann? Da im Teig Backpulver und Kürbispüree verwendet wird, muss der Stollen auch nicht ziehen, sondern kann gleich gegessen werden (und hält sich nach dem Backen auch nur ca. eine Woche).

Zutaten für einen Stollen (ca. 1,5 kg / 30 Scheiben):

  • 80 g Cantuccini oder Amarettini
  • 2-3 EL Amaretto
  • 500 g Mehl
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 2 Eier (Größe M)
  • 150 g Zucker
  • 3 EL Pumpkin Pie Spice
  • 250 g Kürbispüree
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt oder 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 200 g Butter
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 45 Minuten

Zubereitung:
Die Cantuccini im Mörser grob zerkleinern. In einer kleinen Schüssel mit dem Amaretto vermischen und beiseite stellen. Das Mehl und die gemahlenen Mandeln mit Salz, Backpulver, Zucker und Pumpkin Pie Spiece mischen, dann nacheinander die Eier, das Kürbispüree, Vanilleextrakt und 175 g der Butter (in Würfel geschnitten) dazugeben. Mit dem Knethaken des Rührgerätes oder mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten.

Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten und leicht bemehlten Backblech zu einer Größe von ca. 40×40 cm ausrollen. Die eingeweichten Cantuccini darauf verteilen, die Seiten zur Mitte übereinander klappen und einen Stollen formen. Bei 180°C etwa 45 Minuten backen.

Die restliche Butter schmelzen. Wenn der Stollen fertig ist, noch heiß mit der flüssigen Butter bestreichen und mit Puderzucker bestäuben. Dieser Vorgang darf auch gerne nochmal wiederholt werden!

Hält sich ca. 1 Woche, danach wird er trocken und bröselig.

 

Kürbispüree

Das ist jetzt sicher nicht das alleranspruchsvollste Rezept (muss ja auch nicht sein) – genaugenommen ist es gar kein Rezept, sondern eher eine Zubereitungsart. Kürbispüree wird in den nächsten paar Wochen häufiger gebraucht für diverse Leckereien, die es hier im Blog geben wird. Und da bietet es sich geradezu an, einfach mal kurz einen Exkurs in die (äußerst einfache und vielseitig einsetzbare) Zubereitung von Kürbispüree zu wagen.

Zur Zeit findet man ja an jeder Straßenecke diese wundervollen Ansammlungen verschiedener Kürbisse. Wer mal – aus Versehen natürlich – zu viel davon gekauft haben sollte und nicht weiß, wohin damit, der kann sie einfach backen, pürieren und einfrieren. Und dann zu gegebener Zeit – vielleicht sogar dann schon, wenn die Kürbissaison vorbei ist – wieder reaktivieren und leckere Dinge daraus zaubern.

Es kann natürlich jeder Speisekürbis verwendet werden, ich hatte gerade Hokkaido zu Hause, also habe ich den verwendet. Butternut ist auch immer gut – aber im Prinzip funktioniert die Zubereitung immer gleich. Die Backzeit verändert sich halt entsprechend, da hilft einfach die Messerprobe zwischendurch.

Viele Worte… Hier jetzt zum Wesentlichen:

Zutaten für ein Backblech:

1 großer oder zwei kleine Hokkaidokürbisse

Zubereitungszeit: ca. 5-10 Minuten
Backzeit: 30 Minuten

Zubereitung:
Backofen auf 200°C vorheizen. Die Hokkaidos waschen, ggf. mit einer Bürste säubern. Unschöne Stellen mit einem Sparschäler oder scharfem Messer entfernen. Dann halbieren, die Kerne auskratzen und den Kürbis in halbwegs gleichmäßige Spalten schneiden.

Ein Blech mit Backpapier auslegen und die Kürbisspalten nebeneinander auflegen. Bei 200°C etwa 30 Minuten backen (mit einem spitzen Messer prüfen, ob sie schon weich sind), dann auskühlen lassen. Mit dem Pürierstab fein pürieren.

Wer ein sehr feines Püree haben möchte, streicht das Püree einfach nochmal durch ein Sieb oder entfernt die Schale nach dem Backen.

 

Kürbis mit roten Zwiebeln

Von diesem Kürbisgericht kann man eigentlich gar nicht genug vorbereiten, übrig geblieben ist eigentlich noch nie etwas.

Gerade jetzt, wo man quasi an jeder Straßenecke die wunderbaren Hokkaido-Kürbisse findet ist es ein schnelles, leckeres Gericht, das mit recht wenig Zutaten auskommt und trotzdem das „gewisse Etwas“ hat.

Der Hokkaidokürbis hat den Vorteil, dass die Schale so dünn ist, dass man sie mitessen kann. Außerdem ist das Fruchtfleisch reich an Beta-Carotin, Vitamin A, Magnesium, Calcium und Kalium. Aber auch jede andere Kürbissorte schmeckt in diesem Gericht hervorragend.

Zutaten für 2 Personen oder für 4-6 Personen als Bestandteil eines größeren indischen „Buffets“:

  • 3 EL Senföl oder Sojaöl
  • 1 1/2 TL Bockshornkleesamen
  • 1 TL Kurkuma
  • 1/2 Hokkaidokürbis, in 1 cm große Würfel geschnitten
  • 2 TL Salz
  • 2-3 EL brauner Essig, z.B. Balsamico
  • 2-3 EL Zucker
  • 2 rote Zwiebeln, sehr grob gewürfelt

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Das Senf-/Sojaöl in einer großen Pfanne (die auch einen Deckel besitzt) erhitzen. Die Bockshornkleesamen und das Kurkuma ins heiße Öl geben und rösten, bis es zu duften beginnt. Den gewürfelten Kürbis und das Salz zugeben und vorsichtig rühren, bis alles gleichmäßig durchmischt ist. Mit einem Schuss Wasser ablöschen und ca. 15 Minuten abgedeckt bei mittlerer Hitze braten, dabei alle paar Minuten umrühren.

Wenn der Kürbis nahezu weich ist, die Zwiebelstücke dazugeben und nochmal ca. 5 Minuten abgedeckt mitbraten, dann Essig und Zucker zugeben. Nochmal ca. 2 Minuten auf kleiner Flamme köcheln lassen, dann mit Salz, Essig und Zucker abschmecken.