Müsliriegel mit Honig und Trockenfrüchten

Lange ist es her, als ich das letzte Mal an einem Blogevent teilgenommen habe. Und dass ich Müsliriegel selbstgemacht habe, sowieso. Die letzte Variante waren die Granola Bars mit Beeren, Haferflocken und Rice Crispies aus The Sprouted Kitchen: A Tastier Take on Whole Foods*. Sara hat nicht nur einen wunderschönen Blog, sie hat auch bereits ein weiteres Kochbuch herausgebracht: The Sprouted Kitchen Bowl and Spoon: Simple and Inspired Whole Foods Recipes to Savor and Share*.

Müsliriegel II

 

Heute geht es aber um ein anderes Rezept. Müsliriegel wollte ich schon lange mal wieder machen und so traf es sich ganz gut, dass es zur Zeit ein schönes Blogevent bei zorra’s Blog 1x umrühren bitte aka kochtopf. Das Event hat die liebe Maja von moey’s kitchen organisiert, die ich ja auch schon ein paarmal treffen durfte und die mittlerweile ein tolles Müslibuch* auf den Markt gebracht hat. Und da mache ich doch gerne mit.

Blog-Event CXVII - Whats for breakfast? Müsli! (Einsendeschluss 15. März 2016)

Die Müsliriegel heute sind angelehnt an dieses Rezept, allerdings habe ich hier und da etwas abgeändert, das Rezept auf europäische Maßeinheiten umgerechnet und noch etwas Zimt hinzugefügt (das schadet nie). Die Riegel sind sehr schnell zubereitet und das Rezept ist durchaus ergiebig. Je nach Größe kommen locker 25 Riegel dabei raus, man kann sie aber natürlich noch kleiner schneiden und hat dann kleine Energiehappen, die sich nachmittags im Büro hervorragend naschen lassen.

Wer übrigens zum Thema Müsli noch mehr hier im Blog lesen möchte, dem empfehle ich die diesen Beitrag hier.

Müsliriegel I

 

Zutaten für 18-30 Riegel oder noch mehr Häppchen:

  • 210 g grobe Haferflocken
  • 150 g Mandeln, ganz
  • 100 g Kokosflocken
  • 50 g Weizenkleie
  • 60 g Butter
  • 130 Honig
  • 65 g heller Rohrzucker
  • 1 1/2 Vanilleextrakt oder etwas gemahlene Vanille
  • 1/4 TL Salz
  • 6-8 Stück Datteln, entkernt und gewürfelt
  • 100 g getrocknete Cranberries oder anderes Trockenobst
  • 1 TL Zimt, gemahlen

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: 12 Minuten und 25 Minuten

Zubereitung:
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und alle trockenen Zutaten darauf mischen. Im Ofen 10-12 Minuten leicht anrösten, dabei immer wieder wenden, damit nichts anbrennt.

Die Ofentemperatur auf 150°C reduzieren. Alle übrigen Zutaten in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze kurz aufkochen. Dann die trockenen Zutaten dazugeben und alles gut miteinander vermengen. Die Masse dann auf dem Blech verteilen und alles mit feuchten Fingern etwa 1 cm dick flach pressen (die Ränder dabei etwas glätten). Im Ofen für ca. 25 Minuten leicht goldbraun backen.

Wenn die Riegelmasse fertig gebacken ist, etwa 2 bis 3 Stunden auskühlen lassen, dann mit einem sehr scharfen Messer in Riegel oder Stücke schneiden.

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Amaretto-Mandel-Marzipanstollen

Endlich ist es wieder so weit – die vorweihnachtliche Stollenzeit ist angebrochen! Darauf habe ich mich ja schon seit dem letzten Jahr gefreut, wo ich zum ersten Mal dieses tolle weihnachtliche Gebäck für mich entdeckt habe.

Letztes Jahr gab es hier ja schon:

Und nachdem das Wetter garstig und regnerisch ist, passt es auch, schon wieder an Stollen zu denken. Diese Variante ist ohnehin mit Hefe, also darf er ruhig ein paar Wochen durchziehen, bevor er angeschnitten wird, dann schmeckt er ganz famos.

Amarettostollen IIZutaten für einen Stollen (ca. 1,8 kg):

  • 500 g Mehl
  • 200 g gemahlene Mandeln (geschält)
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 100 g Zucker
  • 200 ml Milch
  • 1 Bio-Zitrone
  • 200 g Amarettini
  • 200 g Marzipanrohmasse
  • 250 g weiche Butter
  • 1 EL Bittermandelaroma
  • 1 Prise Salz
  • 80 ml Amaretto
  • ca. 100 g Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitungszeit: ca. 90 Minuten
Backzeit: ca. 30 – 40 Minuten

Amarettostollen IIIZubereitung:
Mehl und Mandeln in einer großen Schüssel mischen und in die Mitte eine Mulde drücken. Die Hefe in die Mulde bröckeln, die Milch leicht erwärmen und mit in die Mulde gießen. 1 TL Zucker dazugeben und leicht verrühren, so dass der Vorteig in der Mulde entsteht. Zugedeckt ca. 30 Minuten gehen lassen.

Die Zitronenschale fein abreiben und die Zitrone auspressen, die Amarettini zerbröseln. Marzipanrohmasse zu zwei länglichen Rollen formen.

Zucker, 200 g Butter, Zitronenschale, Zitronensaft, Mandelaroma und Salz in die Mehlmischung geben und alles gut verkneten. Zugedeckt erneut 1 Stunde gehen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen.

Den Teig zu einem flachen Rechteck ausrollen. Die Amarettinimasse darauf verteilen und die Marzipanrollen der Länge Nach in die Mitte des Teiges legen. Dann den Teig längs zusammenfalten und einen Stollen formen. Im Backofen etwa 30 bis 40 Minuten backen.

Die übrige Butter schmelzen. Den heißen Stollen mit der flüssigen Butter bestreichen, dann mit Puderzucker bestäuben. Diesen Vorgang wiederholen, bis Butter und Puderzucker aufgebraucht sind.

Mandeltårta (schwedische Mandeltorte)

Die schwedische Woche geht zu Ende – und ich bin ganz schön außer Puste. Aber es hat Spaß gemacht! Ich hoffe, euch hat dieses Special auch gefallen und außerdem hoffe ich, dass wir heute eine traumhaft schöne Hochzeit von Madeleine von Schweden sehen dürfen!

Den Abschluss und gleichzeitig die Krönung der Woche bildet die schwedische Mandeltorte (auch die gibt es bei Ikea zu kaufen, aber natürlich schmeckt sie selbstgebacken noch viiieeel besser!), die zwar schon recht mächtig ist, aber auch unglaublich gut schmeckt.

Wenn ich ehrlich bin, war ich ja ein kleines bisschen skeptisch, ob ich das mit der Torte so gut hinbekomme. Mein Backofen und ich sind ja nicht immer die besten Freunde und eine richtige Torte habe ich tatsächlich noch nie selbst gebacken. Aber – sie ist ganz gut gelungen! Klar, an der Optik kann ich beim nächsten Mal noch ein bisschen feilen, aber der Geschmack…! Ganz wunderbar.

In diesem Sinne – dem Brautpaar von heute auch von hier alles Gute und ein zauberhaftes Fest!

Mandeltårta

Zutaten für eine Torte mit 26 cm Durchmesser (12-16 Stücke):

  • 8 Eier
  • 200 g Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 200 g Sahne
  • 225 g gemahlene Mandeln (mit Haut)
  • 225 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 125 g Butter, zimmerwarm
  • 60g Mandelblättchen

Zubereitungszeit: fast unendlich lange 😉

Zubereitung:
Die Eier vorsichtig trennen, die Eiweiße beiseite stellen. Zucker und Sahne in einem Topf erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann den Vanilleextrakt zugeben, die Eigelbe kurz verquirlen und mit in den Topf geben. Bei geringer Hitze rühren, bis eine puddingartige Creme entsteht (darauf achten, dass die Creme nicht anfängt zu kochen!).

Ein Stück Frischhaltefolie auf die Oberfläche der Creme legen (dadurch wird verhindert, dass sich eine unschöne Haut bildet) und kalt werden lassen.

Ofen auf 200°C vorheizen. Die Eiweiße steif schlagen und währenddessen löffelweise den Puderzucker zugeben, ebenso die Prise Salz. Weiterschlagen, bis sich im Eiweiß schöne Spitzen bilden, dann die gemahlenen Mandeln unterheben.

Mandeltårta IIEine Springform mit Backpapier auslegen und die Hälfte der Eischneemasse einfüllen. Im Ofen für ca. 20 Minuten backen. Kurz auskühlen lassen, dann aus der Springform nehmen und die zweite Hälfte genauso backen.

Beide Böden abkühlen lassen, dann die Eiercreme in der Küchenmaschine mit der Butter verrühren, bis es eine helle Creme ergibt (das kann durchaus ein paar Minuten dauern). Zuerst einen Boden mit der Hälfte der Creme bestreichen. Den zweiten Boden aufsetzen und den Rest der Creme auf dem oberen Boden verteilen.

Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten und auf der oberen Cremeschicht verteilen. Die Torte für mindestens 2-3 Stunden kalt stellen, dann direkt aus dem Kühlschrank servieren.

Granola Bars mit Beeren, Haferflocken und Reiscrispies

Zum allmonatlichen Müslitag gibt es heute mal keine Müslimischung, sondern Müsliriegel. Muss auch mal sein. Vor allem sind diese Müsliriegel richtig lecker geworden, sie haben einen tollen Crunch und durch den Zimt und die Beeren ein feines Aroma. Und schnell gemacht sind sie obendrein.

Natürlich lassen sich viele Zutaten auch durch andere ersetzen – das Braunhirsemehl durch Vollkornmehl (im Original wird Proteinpulver verwendet, das wollte ich aber nicht drin haben), der gepuffte Reis kann auch durch anderes gepufftes Getreide ersetzt werden, Amaranth zum Beispiel oder Weizenpops. Und dann die getrockneten Beeren: als Alternative gehen natürlich auch Rosinen (würde es bei mir niiieee geben) oder Cranberries – experimentiert einfach ein bisschen mit den unterschiedlichen Kombinationen herum.

Das Originalrezept ist hier zu finden: The Sprouted Kitchen: A Tastier Take on Whole Foods. Sara schreibt übrigens auch einen wundervollen Blog.

Granola BarsZutaten für 10 Müsliriegel:

  • 160 g grobe Haferflocken
  • 50 g Mandelblättchen
  • 75 g Cashewkerne, grob gehackt
  • 170 g Reissirup oder Agavendicksaft
  • 1 EL Wasser
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Puffreis
  • 70 g Braunhirsemehl oder Vollkornmehl
  • 150 g getrocknete Beeren, grob gehackt oder getrocknete Kirschen (ich habe eine Tüte „Superfrucht Selection“ von Seeberger verwendet)

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 10 + 25 Minuten

Zubereitung:
Den Ofen auf 175°C vorheizen. Die Haferflocken, Mandeln und Cashewkerne auf einem Backblech etwa 10 Minuten ganz leicht anrösten, dann abkühlen lassen.

Den Ofen auf 150°C runterdrehen. In einer großen Rührschüssel den Reissirup/Agavendicksaft, Wasser, Vanilleextrakt, Zimt und Salz zusammenrühren. Dann die gerösteten Nüsse, den Puffreis und die Braunhirse/Vollkornmehl dazugeben und umrühren, bis sich alles gut vermischt hat. Zum Schluss die Beeren dazugeben.

Die Mischung auf ein mit Backpapier ausgelegten Backblech schütten und flachdrücken, ggf. einen Backrahmen verwenden. Dann im Backofen bei 160°C etwa 25 Minuten backen.

Nachdem die Müsliriegel fertig gebacken sind, erstmal komplett auskühlen lassen, dann in Riegel schneiden. Entweder gleich essen oder in einer luftdicht abschließenden Dose aufbewahren (sie halten ein paar Wochen).

Granola Bars II

Knuspermüsli mit Nüssen, Kakao Nibs und Schokolade

Schokomüsli IIWieder ist ein „Müslitag“ gekommen. Und wieder gibt es ein neues Rezept, dieses Mal wieder eins mit Schokokolade. Und mit einer meiner neuen Lieblingszutaten im Müsli: Kakao Nibs. Bei Kakao Nibs handelt es sich um Kakaobohnen, die geschält und in winzige Stücke gebrochen werden, dazu manchmal noch geröstet (aber auch als Rohprodukt erhältlich). Leider sind sie nicht ganz so einfach erhältlich – in sehr (!) gut sortierten Gewürzläden, in der Kleinmarkthalle in Frankfurt oder eben im Onlinehandel kann man sie bekommen. Aber seit ich diese gesunde Variante der Schokolade für mich entdeckt habe, geht mir der Vorrat eigentlich nicht mehr aus.

Wer nun keinen Erfolg bei den Kakao Nibs hatte, der möge sie einfach weglassen, bzw. den Anteil an Kakaopulver und Haselnüssen ein wenig erhöhen.

SchokomüsliZutaten für ein großes Glas Müsli:

  • 500 g Hafer-, Dinkel- oder andere Flocken
  • 100 g Kakao Nibs
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 150 g grob gehackte Mandelkerne
  • 200 g grob gehackte Haselnusskerne
  • 150 ml Apfelsaft
  • 150 g Honig
  • 3 EL Kakaopulver
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 100 g Zartbitter-Schokotropfen

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: 30 – 40 Minuten

Zubereitung:
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Hafer- oder Dinkelflocken mit den gemahlenen Mandeln und den gehackten Nüssen in einer Rührschüssel vermischen. Dann Apfelsaft, Honig, Kakaopulver, Sonnenblumenöl und Vanilleextrakt in einem kleinen Topf verrühren und leicht erhitzen, damit sich der Honig auflöst und mit den restlichen Zutaten verbindet.

Die flüssige Mischung zu den Flocken gießen und alles sorgfältig vermischen. In eine beschichtete Auflaufform geben und  ausbreiten. Bei 180°C etwa 40 Minuten backen (wichtig! alle 7-8 Minuten umwälzen, damit die Ränder nicht verbrennen), bis das Müsli vollständig trocken und leicht gebräunt ist.

Wenn das Müsli vollständig abgekühlt ist, die Schokotropfen dazumischen und in ein luftdicht verschließbares Glas füllen.
Schokomüsli I

Orangen-Mandel-Polentakuchen

Mit Rührkuchen hab ich’s ja nicht so. Gar nicht eigentlich. Ständig die Angst im Nacken, dass der Kuchen WIEDER aus seiner Form läuft und WIEDER den ganzen Backofen versaut und WIEDER die ganze Mühe umsonst war, weil außer einer harten, schwarzen Kruste und einem vollflüssigen Inneren (und einem ganzen Haufen eingebrannter Kuchenreste auf dem Ofenboden) nichts übrig bleibt.

Trotzdem wage ich mich immer mal wieder an das Experiment und in letzter Zeit führt das auch immer öfter zum Erfolg (die oben beschriebenen – wiederholt festgestellten – Erfahrungen liegen zugegebenermaßen schon einige Zeit zurück, haben aber ein entsprechend großes Trauma hinterlassen). So auch dieses Mal, bei einem orientalischen Mandel-Grießkuchen.

Dieser Kuchen kommt nahezu ohne Mehl aus, daher ist er auch für Glutenallergiker ganz gut anpassbar (hier kann ich mir vorstellen, das kleine bisschen Mehl einfach durch Dinkel- oder ein anderes glutenfreies Mehl zu ersetzen). Er hat eine wundervolle Orangennote, was ich persönlich ganz besonders gerne mag. Und noch dazu ist er nicht so süß, sondern schön fruchtig.

Auch hier kommt Ottolenghi wieder zum Zug – dieses Mal aus seinem Buch Das Kochbuch mediterran*orientalisch*raffiniert.

PolentakuchenZutaten für eine Springform mit 20 cm Durchmesser:

  • 50 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 200 g Butter
  • 200 g Zucker
  • 3 Eier
  • 2 TL Orangenblütenwasser
  • 240 g gemahlene Mandeln
  • 120 g Instantpolenta

Karamelltopping:

  • 90 g Zucker
  • 2 EL Wasser
  • 20 g Butter, in Würfeln
  • 2 Bioorangen (ggf. noch eine mehr)

Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten

Zubereitung:
Die Springform (20 cm Durchmesser) leicht einfetten und sorgfältig mit einem Stück Backpapier auskleiden, so dass durch den Hebeboden kein Teig hindurchfließen kann.

Für das Karamelltopping 90 g Zucker und 2 EL Wasser in einem Topf vermischen und aufkochen lassen. Nach ein paar Minuten sollte das Wasser verdunstet sein und der Zucker sollte langsam karamellisieren. Immer unter Beobachtung halten, da der Übergang von karamellisiertem zu verbranntem Zucker sehr schnell geht. Wenn der Zucker eine schöne goldbraune Farbe angenommen hat, vorsichtig die Butter zugeben und mit einem Holzlöffel durchrühren. Dann das Karamell in die Kuchenform gießen und den Boden damit gleichmäßig bedecken.

Als nächstes die Orangenschale der zwei Orangen abreiben und beiseite stellen. Die Orangen mit einem Messer von ihrer Schale befreien (wie fürs Filetieren). Dann die Orangen in dünne Scheiben schneiden und die Kerne entfernen. Die Scheiben dann in die Kuchenform auf das Karamell auslegen und ggf. noch eine dritte Orange schälen und in Scheiben schneiden.

Den Ofen auf 170°C vorheizen. Mehl, Backpulver und Salz mischen und beiseite stellen. In einer Rührschüssel Butter und Zucker cremig rühren, dann bei niedriger Geschwindigkeit nach und nach die Eier zugeben.Als nächstes die Orangenschale und das Orangenblütenwasser zugeben, gefolgt von den Mandeln, Polenta und den anderen trockenen Zutaten. Sobald alles vermischt ist, mit dem Rühren aufhören.

Den Teig in die vorbereitete Kuchenform geben, glattstreichen und im Ofen bei 170°C ca. 45 Minuten backen. Dann den noch heißen Kuchen aus der Form stürzen, damit sich das Karamell lösen lässt. Das Backpapier ablösen, dann den Kuchen auskühlen lassen.

Polentakuchen I

Mandel-Dinkelknuspermüsli mit Marzipan

15. Januar – Müslitag! Bei diesem wundervollen Dinkelknuspermüsli war mein Ziel, es so „mandelig“ wie nur irgendwie möglich zu machen. Dazu gehören natürlich gehackte Mandeln (ganz wichtig!), gemahlene Mandeln, Marzipan und Mandelmus. Wer möchte, könnte auch noch Mandelblättchen mit einarbeiten, die machen sich sicher auch gut…

Was soll ich sagen? Es ist gelungen – es schmeckt so richtig mandelig und ein bisschen Zimt verleiht dem Müsli noch eine schöne vorweihnachtliche Note. Es ist so richtig gemütlich, wenn das Müsli im Ofen vor sich hinbäckt und die ganze Wohnung nach Zimt und Winter duftet. Es riecht so lecker, dass man eigentlich sofort von dem noch warmen Müsli naschen muss.

Wer kein Marzipan mag, kann es natürlich weglassen, allerdings schmeckt man es nicht als solches aus dem Müsli heraus, es unterstreicht einfach die süßliche Mandelnote noch ein bisschen stärker. Ich würde es diesbezüglich immer auf einen Versuch ankommen lassen…

Zutaten für ca. 1100 g:

  • 500 g Dinkelflocken
  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 300 g ganze Mandeln
  • ca. 130 g Honigmarzipan oder „normales“ Marzipan
  • 3 EL Sonnenblumenöl
  • 200 ml Apfelsaft
  • 3 EL Mandelmus
  • 2 EL Honig oder Agavendicksaft
  • 2 TL Zimt

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 45 Minuten

Zubereitung:
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die ganzen Mandeln grob hacken und zusammen mit den Dinkelflocken und den gemahlenen Mandeln in einer Rührschüssel vermischen. Dann Apfelsaft, Marzipan, Sonnenblumenöl, Mandelmus, Honig und Zimt in einem kleinen Topf verrühren und leicht erhitzen, damit sich Honig und Marzipan auflösen und mit den restlichen Zutaten verbinden.

Die flüssige Mischung zu den Flocken gießen und alles sorgfältig vermischen. In eine beschichtete Auflaufform geben und  ausbreiten. Bei 180°C etwa 45 Minuten backen (wichtig! alle 7-8 Minuten umwälzen, damit die Ränder nicht verbrennen), bis das Müsli vollständig trocken und leicht gebräunt ist.

Wenn das Müsli vollständig abgekühlt ist, in ein luftdicht verschließbares Glas umfüllen.

Power Cubes – Energiewürfel für frischgebackene Eltern, Prüfungsstress und andere Ausnahmesituationen des Lebens – oder auch einfach „nur so“

Power Cubes IIÜber dieses Rezept bin ich gestolpert, als Freunde von uns gerade Eltern geworden sind – die Zutaten sahen vielversprechend aus für eine ausreichende Energiezufuhr bei wenig Schlaf und kaum Zeit, um Essen zu kochen. Aber nicht nur für frischgebackene Eltern sind diese Powerwürfel genau das Richtige – auch bei Prüfungsvorbereitungen sind sie hilfreich und wenn man sie in der Schreibtischschublade in der Arbeit hat, ist der Nachmittag gerettet. Und halbwegs gesund sind sie auch noch – was will man mehr?

Was wirklich nochmal einen ganz besonders schönen Geschmack gibt, ist die geriebene Orangenschale. Dadurch bekommen die Würfel ein tolles, frisches Aroma. Aber natürlich sind die meisten Zutaten austauschbar durch alle möglichen Dinge – getrocknete Aprikosen machen sich gut, getrocknete Apfelstückchen usw. Die Art der verwendeten Flocken ist austauschbar und auch der Anteil der Kerne lässt sich variieren.

Vergessen zu erwähnen hatte ich noch, dass die „Power Cubes“ so richtig lecker schmecken… Selbstverständlich ist die Würfelform nicht vorgeschrieben, man kann sie auch wunderbar in längliche Riegel schneiden. In einer Blechdose gut verpackt halten sie ca. 4-6 Wochen.

Power Cubes IZutaten für etwa 50-60 Würfel:

  • 200 g Butter
  • 180 g heller Sirup (z.B. Grafschafter Goldsaft)
  • 130 g Erdnussbutter
  • 1/4 TL gemahlene Vanille
  • 30 g Mehl
  • 30 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Lebkuchengewürz
  • 300 g zarte Haferflocken
  • 1 TL Orangenschalenabrieb
  • 200 g brauner Rohrzucker
  • 50 g Kokosraspel
  • 50 g geröstete Sesamsamen
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 200 g gehackte oder durchgedrehte Datteln
  • 200 g Zartbitter-Kuvertüre (optional)

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten
Backzeit: ca. 25 Minuten

Zubereitung:
Butter und Sirup in einen Topf geben und zum Schmelzen bringen. Dann Erdnussbutter, Vanille, Orangenschalenabrieb und Lebkuchengewürz dazugeben und gut verrühren. Etwas abkühlen lassen.

Währenddessen die übrigen Zutaten in einer Rührschüssel mischen. Die erwärmte Buttermischung dazugießen und alles gut vermengen. Den Ofen auf 175°C vorheizen.

Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech befördern, am besten in einen Backrahmen. Mit den Händen andrücken, so dass sich alles ein bisschen verdichtet. Dann bei 175°C ca. 25 Minuten backen. Herausnehmen, abkühlen lassen und in Würfel schneiden.

Wer mag, kann die Würfel dann noch in Kuvertüre tauchen, sie können verpackt werden, sobald die Schokolade fest geworden ist.

Power CubesQuelle: Geschenke aus meiner Küche – Annik Wecker

Elisenlebkuchen

Lebkuchen IIILebkuchen gehören für mich einfach zu Weihnachten dazu. Als Kind habe ich es schon genossen, zusammen mit meiner Mutter Unmengen dieser kleinen Leckereien zu backen. Vom weihnachtlichen Plätzchenteller sind sie seitdem nicht mehr wegzudenken und das seit vielen Jahren.

Statt viel Orangeat und Zitronat zu verwenden (das ist ja immer nicht so jedermanns Sache), habe ich dieses Jahr noch fein durchgedrehte getrocknete Aprikosen zum Teig gegeben. Die machen das Endergebnis wunderbar saftig, wobei man natürlich bedenken muss, dass Lebkuchen immer ein bisschen brauchen, bis das Aroma schön durchgezogen ist. Mindestens eine Woche sollten sie in Ruhe gelassen werden (ich weiß, das fällt schwer!), bevor sie verzehrt werden. Sollten sie dann noch zu trocken sein, legt man einfach einen Apfelschnitz mit in die Lebkuchendose und nimmt diesen nach drei Tagen wieder raus.

Noch sind es ja ein paar Tage bis Weihnachten – also ran an die Lebkuchen!

Lebkuchen IZutaten für ca. 15 Stück (70 mm):

  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 150 g gemahlene Haselnüsse
  • 2 Eier
  • 100 g Zucker
  • 1/2 TL Vanille, gemahlen
  • 2 TL Lebkuchengewürz
  • 2 TL Zitronensaft
  • 100 g getrocknete Aprikosen, gewürfelt und fein durchgedreht
  • 50 g Orangeat + Zitronat gemischt (mehr Orangeat als Zitronat) und fein durchgedreht
  • 1/2 TL Kardamom
  • 1 Msp. Backpulver
  • ggf. etwas Flüssigkeit, z.B. Rotwein
  • Oblaten
  • Kuvertüre oder Glasur zum Bestreichen

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
Backzeit: ca. 30 Minuten pro Blech

Zubereitung:
Eier und Zucker in einer Schüssel schaumig schlagen, dann nach und nach alle anderen Zutaten dazugeben (die Nüsse zum Schluss dazugeben). Falls der Teig zu fest sein sollte und sich nicht formen lässt, noch etwas Flüssigkeit dazugeben. Auf alle Fälle sollte er jedoch stabil sein. Der Teig darf gerne kühlgestellt ein paar Stunden oder über Nacht reifen, muss aber nicht.

Die Oblaten auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen. Vom Teig mit einem angefeuchteten Esslöffel etwas abstechen, mit nassen Händen zu einer Kugel von etwa 4 cm Durchmesser formen. Die Kugel auf die Oblate drücken und die Ränder verstreichen. Genauso auch die restlichen Lebkuchen formen.

Im Ofen bei 160°C ca. 30 Minuten backen, dann auskühlen lassen. Die Glasur/Kuvertüre im Wasserbad erwärmen und auf die Lebkuchen streichen. Wer viel Schokolade möchte, wiederholt den Vorgang einfach nochmal.

Lebkuchen II

Knuspermüsli mit gebrannten Mandeln

An diesem 15. gibt es ein weihnachtliches Müsli – mittlerweile ist das sowas wie eine Lieblingsmischung für uns geworden. Die gebrannten Mandeln gibt’s ja derzeit überall auf Weihnachtsmärkten und in Fußgängerzonen, von der Firma Seeberger habe ich sogar schon welche in der Dose gesehen (und gekauft), die richtig gut schmecken.

Die Menge der gebrannten Mandeln ist mit 300g angegeben, das ist recht großzügig bemessen, weil die Erfahrung zeigt, dass es meistens dann doch nicht alle Mandeln ins Müsli schaffen. Wer also 300g gebrannte Mandeln auf dem Christkindlsmarkt kauft und auf dem Heimweg ein paar naschen muss, der hat dann immer noch genug, um dieses Müsli zu machen.

Und natürlich eignet sich das ganz hervorragend für ein schönes Weihnachtsmitbringsel oder als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum.

Zutaten für ca. 1300g Müsli:

  • 700 g Dinkelflocken, fein
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 300 g gebrannte Mandeln (vom Weihnachtsmarkt oder selbstgemacht)
  • 200 ml Apfelsaft
  • 2 gehäufte TL Lebkuchengewürz
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 6 EL Honig
  • 3 EL Sonnenblumenöl oder anderes neutrales Öl

Zubereitungszeit: ca. 5 Minuten

Zubereitung:
Den Ofen auf 180°C vorheizen. Die Dinkelflocken mit den gemahlenen Mandeln in einer Rührschüssel vermischen. Dann Apfelsaft, Lebkuchengewürz, Vanilleextrakt, Sonnenblumenöl und Honig in einem kleinen Topf verrühren und leicht erhitzen, damit sich der Honig auflöst und mit den restlichen Zutaten verbinden kann.

Die flüssige Mischung zu den Flocken gießen und alles sorgfältig vermischen. In eine beschichtete Auflaufform geben und  ausbreiten. Bei 180°C etwa 40 Minuten backen (wichtig! alle 7-8 Minuten umwälzen, damit die Ränder nicht verbrennen), bis das Müsli vollständig trocken und leicht gebräunt ist.

Wenn das Müsli vollständig abgekühlt ist, die gebrannten Mandeln dazumischen und in ein luftdicht verschließbares Glas füllen.