Bulgursalat mit Kürbiskernpesto, Huhn und getrockneten Tomaten

Bulgursalat

 

Der Frühling ist da! Der Frühling ist da! Nach den grauen, regnerischen Tagen ist es eine wahre Wohltat, dass nun die Natur erblüht und alles grün wird. Das vergangene Wochenende habe ich genutzt, um Inventur auf der Terrasse zu machen, welche Pflanzen den Winter überlebt haben und die meisten Kräuter sprießen bereits wieder. Der Grill kam auch zum ersten Mal in diesem Jahr zum Einsatz und ich hoffe, dass das gute Wetter anhält, ich habe nämlich vor, demnächst einiges an Grillrezepten für euch aufzubereiten!

In der Zwischenzeit gibt es einen frischen, leckeren Bulgursalat mit Kürbiskernpesto. Das Pesto kann man auch prima für andere Dinge verwenden – ich kann es mir z.B. auch hervorragend zu Spaghetti vorstellen. Angelehnt ist es an dieses Rezept von dem wunderschönen Blog not without salt.

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Statt mit den getrockneten Tomaten kann man dieses Gericht auch mit geröstetem Gemüse zubereiten, z.B. Paprika, Kürbis, Süßkartoffeln, Spargel usw. Eignet sich vielleicht sogar besser als die getrockneten Tomaten, die ich verwendet habe, die waren nämlich ein bisschen zäh. Wenn ihr das Gemüse verwenden wollt, schneidet einfach eine beliebige Menge davon in mundgerechte Stücke, mischt die Stücke mit Olivenöl, Salz, Pfeffer und etwas feinem Zitronenabrieb, packt sie bei 200°C in den Ofen und lässt sie 20 bis 30 Minuten rösten.

Zutaten für 4 Personen als leichte Hauptspeise:

für den Bulgur:

  • 200 g Bulgur
  • ca. 400 ml Wasser
  • 2 TL Salz

für das Pesto:

  • ca. 70 g Kürbiskerne, in der Pfanne ohne Öl leicht angeröstet
  • 1 große Handvoll Basilikum
  • ca. 60 ml Olivenöl
  • Saft und Abrieb einer Zitrone
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Agavendicksaft

für das Huhn:

  • 2 Hühnerbrustfilets
  • 1 EL Olivenöl
  • Abrieb und Saft von 1/2 Zitrone
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

ansonsten:

  • ca. 100 g sonnengetrocknete Tomaten (ohne Öl) bzw. anderes Gemüse nach Wahl
  • 1 Avocado

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Den Bulgur in kochendes, gesalzenes Wasser einrühren, kurz aufkochen lassen und für ca. 20 bis 25 Minuten quellen lassen.

Für das Pesto die Basilikumblätter abzupfen und mit den restlichen Zutaten im Mixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Hühnerbrustfilets abwaschen, trockentupfen und salzen. In einer Pfanne mit Öl scharf anbraten, dann mit schwarzem Pfeffer, Zitronenzeste und -saft mischen und bei niedriger Hitze (gerne auch im Ofen bei 100°C) gar ziehen lassen.

Tomaten in feine Streifen schneiden, mit heißem Wasser überbrühen und ca. 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.

Zum Schluss das Pesto und den Bulgur vermischen, die Tomatenstreifen unterheben. Auf einem Teller mit dem Hühnerbrustfilet (in Scheiben geschnitten) und ein paar Streifen Avocado anrichten.

Dreikäsescones mit getrockneten Tomaten

Dreikäsescones II

 

Vor kurzem gab es (endlich!) mal wieder leckere Scones, dieses Mal zum Abendessen – sonst liebe ich Scones ja auch zu einem ausgiebigen Sonntagsfrühstück. Wie die allermeisten meiner Rezepte zu Scones ist auch dieses spontan entstanden. Dieses Mal sollten es herzhafte Scones werden – verschiedene Käsesorten und getrocknete Tomaten fanden sich im Kühlschrank und riefen förmlich danach, verwendet zu werden.

Welche Käsesorte genau verwendet wird, ist glaube ich nicht so entscheidend für das Endergebnis. Aus Gründen der aktuellen Verfügbarkeit in meinem Kühlschrank habe ich mich für einen Manchego entschieden, der gibt dem Teig schon mal eine käsige Grundnote. Der Rahm-Romadur und der L’Amour Rouge haben zum einen kräftige Aromen, zum zweiten zerfließen sie beim Backen schön und machen die Scones unglaublich saftig. Diese Käsesorten sind jedoch keine Bedingung – auch ein Emmentaler macht sich sicher gut oder ein kräftiger Bergkäse.

Dreikäsescones

 

Ganz hervorragend haben die Scones mit ein bisschen Butter und einem geräucherten Entenschinken vom G.L.d.V. (Geflügellieferanten des Vertrauens) geschmeckt, aber sie sind auch pur oder z.B. mit Frischkäse ein wahrer Genuss.

Zutaten für ca. 10 große Scones:

  • 400 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 2 TL Salz
  • 1 EL Zucker oder Agavendicksaft
  • 125 g kalte Butter, in kleinen Würfeln
  • 100 g geriebener Hartkäse (z.B. Pecorino, Parmesan, Manchego o.ä.)
  • 1 kleiner Rahm-Romadur oder anderer kräftiger Käse, mit oder ohne Rinde in Würfel geschnitten
  • 200 g aromatischer, cremiger Weichkäse (z.B. L’Amour Rouge), mit Rinde in Würfel geschnitten
  • 125 g getrocknete Tomaten in Öl, abgetropft und in feine Streifen geschnitten
  • ca. 350 ml Buttermilch

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Mehl, Backpulver, Zucker, und Salz in einer großen Schüssel mischen. Die kalte Butter mit den Fingerspitzen ins Mehl einarbeiten, bis alles leicht krümelig ist. Den geriebenen  und den gewürfelten Käse, sowie die getrockneten Tomaten unterrühren. Dann Buttermilch dazugeben (evtl. nicht die ganze Menge oder ein bisschen mehr verwenden) und nur ganz kurz durchmischen, bis der Teig zusammenkommt.

Ein Blech mit Backpapier auslegen und mit Mehl bestäuben. Mit einem Esslöffel oder mit der Hand Teilportionen abteilen und auf ein Backblech legen, die einzelnen „Haufen“ ggf. noch etwas in Form bringen. Dabei genug Platz zwischen den einzelnen Scones lassen, da sie im Ofen noch aufgehen.

Bei 200°C etwa 30 Minuten backen, bis die Scones goldbraun und knusprig sind.

Rauchiges Chili mit Linsen, Bohnen und Quinoa (vegetarisch/vegan)

Chili vegetarisch

 

Schon wieder stelle ich euch ein neues, wundervolles Rezept aus dem wundervollen Kochbuch „A Modern Way to Eat“ von Anna Jones vor – letzte Woche gab es ja schon die Tomatensuppe mit Süßkartoffeln und Bohnen. Wir bleiben gerade ein bisschen beim Thema Hülsenfrüchte, denn auch dieses Chili strotzt nur so vor gesunden Eiweißquellen. Mit Puy-Linsen, Bohnen und Quinoa dürfte es auch wirklich in die Kategorie „gesunde Küche“ fallen – geschmacklich überzeugt es vollkommen.

Sogar die „Fleischpflanze“ im Haushalt war vollkommen begeistert von diesem Chili. Bei meinem letzten USA-Aufenthalt hatte ich mich mit diversen Chilisorten eingedeckt, so dass ich für dieses Gericht tatsächlich die vorgesehenen Chipotle-Chilis verwenden konnte. Diese Sorte gibt eine aromatisch-rauchige Note, die sich ganz hervorragend in die übrigen Geschmacksrichtungen schmiegt. Wer jedoch „nur“ normales Chilipulver da hat, kann eventuell mit etwas Rauchsalz oder geräuchertem Paprikapulver nachhelfen.

Wir haben das Chili mit einem guten Klecks saurer Sahne gegessen und dann das Chiliöl darübergeträufelt (das gibt nochmal ordentlich Feuer!). Wer allerdings vegan bleiben möchte, kann das natürlich weglassen.

Ich merke schon – ich gerade ins Schwärmen. Das Kochbuch ist so toll! Ich muss mich jetzt wirklich mal an die Rezension setzen, damit ich euch meine Begeisterung vielleicht noch ein bisschen näher bringen kann…

Chili vegetarisch II

 

Zutaten für ca. 6-7 hungrige Esser oder 8-10 als Beilage:

  • Olivenöl zum Anbraten
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer, fein, gewürfelt
  • 1 rote oder grüne Chili, fein gehackt
  • 1 EL Chipotle-Chilipulver
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 EL Chipotle-Chilipaste
  • 3 Dosen stückige Tomaten (á 400g)
  • 300g Puy-Linsen
  • 100g Bulgur
  • 100g Quinoa
  • 400g gekochte Bohnen
  • 1-2 Liter Gemüsebrüne
  • 1 gehäufter EL Kakaopulver
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

zum Servieren:

  • 6 EL Olivenöl
  • 1-2 grüne Chilis
  • 1 kleines Bund Thymian
  • Naturjoghurt oder saure Sahne (optional)

als Beilage:

  • Tortillas aus Weizen- oder Maismehl
  • Reis
  • Chapatis

Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten

Zubereitung:
In einem großen Topf einen guten Schuss Olivenöl erhitzen und Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten anbraten. Chilipulver und Kreuzkümmel dazugeben und ein paar Minuten mitbraten.

Alle anderen Zutaten für das Chili nach und nach unter Rühren dazugeben. Erstmal einen Liter Gemüsebrühe angießen und den zweiten Liter aufheben und nachgießen, wenn die Bestandteile des Chilis anfangen zu quellen.

Das Chili etwa 30 bis 40 Minuten köcheln lassen.

Inwischen das Thymian-Chiliöl zubereiten. Dazu Olivenöl, Chilis und Thymian mit Salz und Pfeffer im Blitzhacker zerkleinern.

Chili mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Servieren in Schüsseln verteilen. Nach Belieben einen Klecks Joghurt oder Saure Sahne auf das Chili geben und etwas Chiliöl darüberträufeln.

Chili vegetarisch I

Tomatensuppe mit Süßkartoffeln und Bohnen

Tomatensuppe II (1)

Das Wetter draußen ruft immer noch nach wärmenden Eintopfgerichten und Suppen. Vor kurzem hatte mich noch eine fiese Grippe in den Fängen, da kam mir dieses Rezept ganz recht, da es hauptsächlich Zutaten beinhaltete, die ich schon zu Hause hatte.

Durch die diversen Gewürze bekommt die Suppe einen wundervoll komplexen Geschmack, der am nächsten Tag fast noch ein bisschen besser zur Geltung kommt. Die Basis lässt sich dann mit verschiedenen „Dreingaben“ komplettieren – wer mag, gibt ein pochiertes Ei darauf und/oder etwas kleingeschnittene Avocado, gezupfte Korianderblättchen oder (Ziegen)frischkäse machen sich ebenfalls gut. Und obendrein ist sie noch relativ schnell zubereitet, dementsprechend auch für schnelle Feierabendküche geeignet.

Das Rezept stammt ursprünglich aus dem wundervollen Buch „A Modern Way to Eat“ von Anna Jones*, das ich hier demnächst auch noch rezensieren werde, ich habe es nur ein kleines bisschen angepasst. Das Kochbuch ist so wunderschön und praktisch gestaltet, dass ich daran im Buchladen einfach nicht vorbeigehen konnte. Und es ist auf Apfelpapier gedruckt! Vorab schonmal eine Empfehlung dafür :-).Tomatensuppe I (1)

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Personen als wärmende Vorspeise:

  • 1 mittlere Süßkartoffel, geschält und in kleine Stücke geschnitten
  • 250 g Cherrytomaten, halbiert
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Dose (400g) stückige Tomaten
  • 1 Dose (400g) Bohnen (Kidney, schwarz oder weiß), abgetropft
  • 1 TL geräuchertes süßes Paprikapulver (Pimentón de la Vera dulce)
  • 1 TL Koriander, gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

zusätzlich (optional und wahlweise):

  • 1 Avocado, in Streifen geschnitten
  • einige Eier zum Pochieren
  • etwas frischer Koriander oder Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten.
  • Frischkäse oder Ziegenfrischkäse

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Süßkartoffelstücke und Cherrytomaten auf je eine Hälfte eines Backblechs ausbreiten, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Olivenöl beträufeln, dann im Ofen für ca. 20 bis 25 Minuten rösten.

Einen großen Topf mit etwas Öl erhitzen, dann die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch darin leicht anbraten. Die gemahlenen Gewürze dazugeben und einige Minuten mitbraten, bis alles zu duften beginnt. Die stückigen Tomaten dazugießen und etwa 5 Minuten köcheln lassen.

Die Brühe angießen, aufkochen lassen und etwas köcheln lassen, nach Belieben kann sie zu diesem Zeitpunkt auch püriert werden. Anschließend die Bohnen zugeben.

Nun sollten auch die Süßkartoffeln und Tomaten fertig sein. Das Backblech aus dem Ofen nehmen, die Süßkartoffeln in die Suppe geben und die Tomaten beiseite stellen. Alles nochmal ein paar Minuten leicht köcheln lassen.

Wer möchte, kann nun die pochierten Eier zubereiten (ein bis zwei Stück pro Portion), die dann beim Anrichten auf die Suppe gesetzt werden.

Schließlich wird die Suppe in Schüsseln geschöpft. Die Cherrytomaten, sowie eventuelle andere Zugaben (Koriander, Frischkäse etc.) über der Suppe verteilen, als Abschluss das pochierte Ei darauf setzen.

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Omas Spaghetti und Tomatensoße

Tomatensoße III

 

Im Mai 2015 hatte ich nach langer Zeit endlich wieder zum Bloggen gefunden. Ein paar Rezepte habe ich geschafft, dann kam dieser absolut geniale Sommer, diverse Umzüge, eine Masterarbeit und viel beruflicher und privater Kram. Wie das Leben eben so spielt – life is what happens while you are busy making other plans…

Nun versuche ich es erneut. Ich hoffe, ihr seid noch dabei?

Als Start könnte ich mir kein besseres Rezept als dieses vorstellen. Das ist ein sehr persönliches Gericht und es ist geschmacklich sicher nicht jedermanns Sache. Für mich ist es der Inbegriff von Seelenfutter. Diese Soße gibt es, wenn das Leben gerade besonders doof ist und ich ganz dringend einen Tröster für meine traurige Seele brauche. Oder wenn die lästige Erkältung nicht weggehen mag. Oder wenn alles gerade so besonders schön ist. Sie ist ein zuverlässiger Helfer in allen Lebenslagen. Das liegt daran, dass sie nach meiner Kindheit schmeckt und meiner lieben Oma und viele sehr schöne Erinnerungen ins Hier und Jetzt zurückholt.

Tomatensoße I

 

Nun muss ich natürlich zugeben, dass diese „Tomatensoße“ nur sehr entfernt etwas mit richtigen Tomaten zu tun hat. Sie kommt mit Ketchup und Tomatenmark aus, was allerdings den Vorteil hat, dass sie saisonal unabhängig zubereitet werden kann und die Zutaten nur in extremen Notfällen nicht im Hause sind. Außerdem ist sie relativ süß und die Nelken (die sind ein absolutes Muss!) geben ein so warm-weiches Aroma dazu, dass diese Tomatensoße einfach zum Reinlegen ist. Wenn ich mir bei meinen Großeltern etwas zum Essen wünschen durfte, dann war es immer dieses Gericht hier. Ich würde sagen, ich habe meinen Wunsch fast immer erfüllt bekommen. Natürlich kann man auch andere Nudeln dazu essen – Fusilli z.B. nehmen die Soße noch besser auf. Der Klassiker wurde aber immer mit Spaghetti serviert.

Nun lasst es euch schmecken! Auf eine gute Zeit und auf liebe Freunde, Familie und insbesondere Großeltern, die doch immer einen ganz besonderen Platz im Herzen innehaben.

Tomatensoße II

 

Zutaten für ca. 4 Personen und 500g Nudeln:

  • 1 EL Butter
  • 1 EL Mehl
  • ca. 500 ml kalte (!) Milch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Tube Tomatenmark
  • 1/2 Flasche Tomatenketchup
  • etliche ganze Nelken (ca. 15 Stück)
  • etwas gemahlene Nelke
  • Salz
  • ggf. etwas Honig oder Agavendicksaft
  • 500 g Spaghetti

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Die Zwiebel schälen und vierteln, und zwei der Viertel mit einer Gabel sporadisch einstechen.Tomatensoße Mit den Nelken spicken. Aus Butter und Mehl eine Mehlschwitze herstellen, 2-3 Minuten anschwitzen lassen. Das Tomatenmark unter ständigem Rühren ca. eine Minute mit anschwitzen, dann den Ketchup und später die kalte Milch einrühren. Mit dem Schneebesen sehr kräftig rühren, so dass keine Klümpchen entstehen. Die Zwiebelviertel mit in die Soße geben und etwa 20 Minuten (oder nach Belieben auch viel länger, das macht der Soße überhaupt nichts aus) abgedeckt vor sich hinköcheln lassen, bis die Zwiebel schön weich ist.

Währenddessen die Spaghetti in reichlich Salzwasser garen. Die Soße mit Salz und gemahlener Nelke – ggf. noch etwas Honig – abschmecken, dann servieren. Wer möchte, kann die Zwiebeln inkl. Nelken aus der Soße nehmen, ich lasse sie aber am liebsten drin. In diesem Fall nur die ganzen Nelken aus den Zwiebeln pulen.

One Pan Pasta

Ja – es gibt mich noch. Es ist nur warm. Meine Haut klebt. Und ich hatte die letzten Wochen daher ein bisschen einen Durchhänger, was Kochen und Bloggen angeht. Meistens gab es einfach nur einen Salat oder ein belegtes Brot oder wir waren sowieso außerhäusig essen. Jedenfalls habe ich einfach den Blog mal ein bisschen ruhen lassen – ich hoffe, ihr nehmt mir das nicht übel.

Heute aber, da habe ich ein Rezept ausprobiert, das mich beim Lesen zunächst skeptisch gestimmt hatte. Gefunden habe ich es im wunderschönen Blog Lottie + Doof.

Pasta IIDas Rezept ist so einfach und genial (und nicht nur das – das Ergebnis schmeckt auch noch fantastisch!), dass man sich unweigerlich fragen muss, warum man Pasta nicht schon die ganze Zeit so zubereitet hat. Einfach alle Zutaten zusammen in eine große Pfanne werfen, den Herd anschalten, immer mal wieder umrühren und dann servieren. Einfacher geht’s doch nicht, oder? Und das Ganze ist auch noch in ca. 15 Minuten fertig.

Die Zutaten sind eigentlich so gut wie immer im Haus – Pasta, Tomaten (am besten Cherrytomaten oder andere, aromatische Tomaten), Zwiebel, ein paar Gewürze, etwas Basilikum und Wasser – wenig später ist ein unglaublich leckeres Gericht fertig, das viele andere in den Schatten stellt. Dadurch, dass die Nudeln mit dem Rest mitgekocht werden, nehmen sie das ganze Aroma auf und alles schmeckt einfach unglaublich „rund“. Ihr merkt schon – ich gerate ins Schwärmen.

Pasta IIIAuf alle Fälle ist das hier ein perfektes Gericht, mit dem man Gäste überraschen kann („Was? Funktioniert das wirklich? In einer Pfanne?“) oder auch so, wenn man nicht lange in der Küche stehen will (weil es z.B. zu heiß ist…). Lasst es euch schmecken!
(und ich hoffe, euch nicht wieder drei Wochen warten zu lassen, bis ich hier das nächste Rezept vorstelle)

One Pan Pasta für 4 Personen
(leicht abgewandelt nach Lottie + Doof)

  • 500 g Linguine
  • 500 g Cherrytomaten, halbiert oder geviertelt
  • 1-2 Zwiebeln, in feine halbe Ringe geschnitten
  • 4 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten (oder wie bei mir: 1,5 TL Knoblauchgranulat, weil gerade kein frischer Knoblauch im Haus war)
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • 2 Zweige Basilikum (plus etwas mehr zum Garnieren)
  • 2-3 EL Olivenöl (plus etwas mehr zum Servieren)
  • 1 EL Salz
  • 1/4 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1100 ml Wasser, kalt
  • Parmesan oder Pecorino zum Servieren

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten

Zubereitung:
Alle Zutaten in eine große Pfanne geben und auf großer Hitze zum Kochen bringen. Mit einer Zange immer wieder umrühren, so dass die Nudeln nicht zusammenkleben. So lange kochen, bis die Nudeln al dente sind und das Wasser fast vollständig verdampft ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, etwas Olivenöl darüberträufeln, mit Basilikum garnieren und mit einem großen Stück Parmesan oder Pecorino servieren.

Pasta IV

Pasta mit sensationeller Tomaten-Kräuter-Sauce aka „Sommernudeln“

Endlich hat warmes Wetter Einzug bei uns gehalten, wenn man auch glauben könnte, dass es heute wieder eine Ausnahme gibt. Aber bei den Temperaturen der letzten Tage kommt bei mir sofort die Lust auf, etwas sommerliches zu kochen. Und eins meiner Lieblings-Sommer-Pastarezepte ist dieses hier .

Die Quelle des Rezepts kenne ich leider nicht, aber ein guter Freund hat sie vor langer Zeit mal für uns gekocht und seitdem gehören sie zu unserem festen Repertoire, sie sind einfach sensationell lecker. Die Kombination aus italienischen und thailändischen Aromen mag zunächst ein bisschen ungewöhnlich erscheinen, passt aber tatsächlich ganz hervorragend. Und ganz fix gemacht ist dieses Gericht obendrein.

Daves PastaZutaten für 4 Personen:

  • 500 g Spaghetti, Bavette oder Tagliatelle
  • 400 g Garnelen, roh
  • 2 Dosen à 400 g stückige Tomaten
  • 1 kleine Dose Kokosmilch (ca. 180 ml)
  • 3 Stängel Zitronengras, längs halbiert
  • 2 mittlere Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 2-3 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 1 Bund glatte Petersilie, fein gehackt
  • 1 Bund oder Strauch Basilikum, fein gehackt
  • 150 g schwarze Oliven, entsteint und in Scheiben geschnitten
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Chili
  • Sweet Chili Sauce

Zubereitungszeit: 30 Minuten

Zubereitung:
In einer großen, tiefen Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin anschwitzen. Die stückigen Tomaten, etwas Chili, das Zitronengras und die Oliven zugeben. Kokosmilch angießen und die Sauce für ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen.

Währenddessen die Nudeln aufsetzen und in reichlich Salzwasser bissfest garen.

Garnelen in die Sauce geben und bei geringer Hitze garziehen lassen. Die Kräuter dazugeben und mit Salz, Pfeffer und Sweet Chili Sauce abschmecken.

Die gekochte Pasta zur Sauce in die Pfanne geben und noch ca. 1 Minute ziehen lassen, so dass sich die Aromen schön verbinden.

Daves Pasta II

The World’s Best Chicken Curry

Es wird mal wieder Zeit für etwas indisches. Letztes Wochenende gab es bei meinen Eltern ein kleines indisches „Gelage“ mit vielen verschiedenen Speisen. Was bei solchen Gelegenheiten gut zusammenpasst, ist z.B. eine Zusammenstellung aus diesen Speisen:

Dann gibt es meistens noch verschiedene Dips, Saucen und Chutneys:

  • Tomatenchutney
  • Koriandersößchen
  • Joghurt mit Minze (hierbei rühre ich Joghurt mit englischer Mint Sauce zusammen)
  • Joghurt mit Kreuzkümmel (Rezept siehe unten)

Und was natürlich ganz hervorragend zu den oben aufgelisteten Leckereien passt, ist ein würziges Chicken Curry. Die Schärfe kann und sollte natürlich je nach Geschmack angepasst werden, aber ein bisschen brennen darf es schon (für den, der’s mag). Zimt und Nelken geben dem Gericht eine so tolle geschmackliche Note, dass es ganz oben auf meiner Favoritenliste gelandet ist.

Das Rezept unten ist abgewandelt nach dem tollen Roman „The Hindi-Bindi Club„, das neben einer schön erzählten Geschichte von indischen Auswanderern in den USA auch ein paar tolle Rezepte beinhaltet.

Chicken CurryZutaten für 4 Personen:

  • 500 g Hühnerbrustfilet, in grobe Würfel geschnitten

für die Marinade:

  • 1-2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 EL Ingwer, fein gehackt
  • 1/2 TL Chilipulver
  • 1/2 TL Korianderkörner, gemahlen
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL Kurkuma

für die Sauce:

  • 2 EL neutrales Öl oder Ghee
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zimtstange
  • 4-6 Nelken, ganz
  • 2 mittlere Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 1/2 Dose Pizzatomaten, ggf. etwas mehr
  • 250 ml Wasser
  • 1 TL Korianderkörner, gemahlen
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1/4 TL Kurkuma
  • 1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • ggf. Chilipulver
  • Zitronensaft
  • Salz

für die Joghurtsauce:

  • 250 g Naturjoghurt
  • 1/2 TL Salz
  • 1 geh. TL Kreuzkümmel, gemahlen

Zubereitungszeit: ca. 45 Min.

Chicken Curry IIZubereitung:
Die Zutaten für die Marinade miteinander vermischen, das Fleisch dazugeben und in einer Schüssel 1 Stunde bis 24 Stunden marinieren lassen.

In einer tiefen Pfanne mit Deckel das Öl erhitzen und die Zimtstange, Lorbeerblatt und Nelken dazugeben. Bei mittlerer Hitze etwa 2 Minuten anrösten. Die Zwiebelwürfel dazugeben und anbraten, bis sie leicht goldbraun sind, dann die Tomatenstücke einrühren und bei niedriger Hitze etwa 5 Minuten köcheln lassen.

Wasser zur Sauce geben, aufkochen und etwas einreduzieren lassen, dann die ganzen Gewürze einrühren. Ggf. nochmal etwas Wasser nachgießen oder Pizzatomaten. Wenn die Sauce gut eingedickt ist, das marinierte Hühnerfleisch dazugeben und bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten garen.

Die Sauce mit Zitronensaft, Salz und Chilipulver abschmecken. Mit etwas Wasser verdünnen, dann nochmal einreduzieren lassen. Zum Schluss noch Lorbeerblatt, Nelken und Zimtstange entfernen.

Die Zutaten für die Joghurtsauce zusammenrühren und abschmecken. Das Curry mit dem Joghurt und Chapatis oder Basmatireis servieren.

Graupenrisotto mit Tomate und mariniertem Feta

Dieses Gericht hat es in Nullkommanix auf unsere persönliche Favoritenliste geschafft – eine ganz fantastische Geschmackskombination ist das. Das „Risotto“ ist gleichzeitig würzig und mild, hat durch das geräucherte Paprikapulver eine leicht rauchige Note – um es kurz zu machen: es schmeckt herrlich! Und obendrein ist es auch noch in recht erträglicher Zeit herzustellen, die meiste Zeit muss es dann nur noch vor sich hinköcheln und man kann sich in dieser Zeit anderen Dingen widmen. So hab ich’s gerne.

Wegen der Kümmel-Feta-Kombination war ich zunächst ein bisschen skeptisch, aber Herr Ottolenghi hat sich auch da nicht geirrt – das passt ganz hervorragend zu dem Graupenrisotto und schmeckt richtig lecker.

Rezept angelehnt an Yotam Ottolenghi aus Jerusalem: Das Kochbuch.

Graupenrisotto IIZutaten für 4 Personen:

  • 200 g Perlgraupen
  • 1-2 EL Butter
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 Selleriestangen, in kleine Würfel geschnitten
  • 2 kleine oder 1 große Schalotte, fein gewürfelt
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 4 Thymianzweige
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 Lorbeerblatt
  • 4 Streifen Zitronenschale
  • 1/4 TL Chiliflocken
  • 1 Flasche Passata (ca. 700 g)
  • 700 ml Gemüsefond
  • 200 g Feta, grob in Stücke gebrochen
  • 1 geh. TL Kümmelsaat, ganz

Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten

Zubereitung:
Die Perlgraupen unter fließendem Wasser gut abspülen und in einem Sieb abtropfen lassen.

In einer großen Pfanne die Butter zusammen mit 2 EL Olivenöl schmelzen lassen und Sellerie, Schalotten und Knoblauch darin etwa 5 Minuten anschwitzen. Dann die Graupen, Thymian, Paprika, Lorbeerblatt, Zitronenschale, Chiliflocken, Passata, Gemüsefond und 1/2 TL Salz dazugeben und gut umrühren, damit sich die Zutaten verbinden. Alles gemeinsam aufkochen und dann bei geringer Hitze 45 Minuten köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit sich das Risotto nicht am Pfannenboden ansetzt. Wenn das Risotto fertig ist, sollten die Graupen weich und die meiste Flüssigkeit absorbiert sein.

In der Zwischenzeit die Kümmelsaat in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten. Dann leicht anmörsern, so dass aber noch einige ganze Samen übrig bleiben. Zusammen mit 2 EL Olivenöl zu den Fetastücken geben und umrühren. Bei Zimmertemperatur marinieren lassen.

Das Risotto abschmecken und zusammen mit dem marinierten Feta anrichten.

Graupenrisotto

Suppe aus verbrannter Aubergine mit Moghrabieh

AuberginensuppeWow – was für ein Geschmack! Diese Suppe ist eine wahre Geschmacksexplosion auf der Zunge und eine Wohltat für einen Gaumen, der Kräftiges liebt.

Am besten macht man dieses Rezept zusammen mit den verbrannten Auberginen mit Knoblauch, Zitrone und Granatapfelkernen, dann hat man die Arbeit und die Wartezeit nur einmal. Außerdem lässt sich die abgetropfte Flüssigkeit von dem anderen Rezept ganz hervorragend als Gemüsefond für diese Suppe verwenden. Allerdings geht es natürlich auch „ohne“.

Moghrabieh ist die libanesische Variante von Couscous und ist in den „einschlägigen“ libanesischen Supermärkten erhältlich. Wer kein Moghrabieh findet, kann auch „Fregola Sarda“, eine Nudelsorte aus Sardinien oder Maftoul verwenden.

Wie so vieles in letzter Zeit ist auch dieses Rezept aus meinem heißgeliebten Ottolenghi – Jerusalem: Das Kochbuch, das ich fast nicht mehr aus der Hand lege.

Auberginensuppe IIZutaten für 4-6 Personen:

  • 5 kleine oder 3 große Auberginen (ca. 1,2 kg)
  • etwas neutrales Öl zum Braten
  • 1 Zwiebel, in grobe Würfel geschnitten
  • 1 EL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 Dose (400 g) Pizzatomaten
  • 350 ml Hühner- oder Gemüsefond (oder Flüssigkeit vom Abtropfen der verbrannten Auberginen)
  • 400 ml Wasser
  • 4 Knoblauchzehen, durchgepresst
  • 2 1/2 TL Zucker
  • 100 g Moghrabieh (libanesischer Riesencouscous)
  • frische Kräuter zum Garnieren (Basilikum, Dill oder Petersilie)
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten (plus die Zeit, die zum Rösten der Auberginen benötigt wird)

Zubereitung:
Die Auberginen waschen und abtrocknen, dann drei kleine oder zwei große Auberginen mit einem spitzen Messer ringsum ein paarmal einstechen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Ofen unter dem Grill rösten, so dass die Haut richtig schwarz wird und Blasen wirft. Dabei ca. alle 15 – 20 Minuten wenden, so dass die Auberginen gleichmäßig „verbrennen“.

Die Auberginen etwas abkühlen lassen, so dass man sie anfassen kann, ohne sich die Finger zu verbrennen. Dann mit dem Messer aufschneiden und das gegarte Fleisch in langen, dünnen Streifen aus der Schale lösen. Die Schale entsorgen und das „verbrannte“ Auberginenfleisch grob hacken.

Die restlichen Auberginen (zwei kleine oder eine große) in Würfel schneiden. Das Öl in einer Pfanne erhitzen, dann die Auberginenwürfel für 10 – 15 Minuten darin braten. Dabei immer wieder umrühren, damit sie nicht anbrennen. Auf Küchenkrepp ein bisschen abtropfen lassen und leicht salzen.

1 EL Öl in die Pfanne geben, erhitzen und Zwiebelwürfel mit dem Kreuzkümmel darin für ca. 5 Minuten anbraten. Die Pizzatomaten dazugeben und etwa eine Minute aufkochen lassen, dann die weiteren Zutaten (Brühe, Wasser, Knoblauch, Zucker, Zitronensaft, 1 1/2 TL Salz und etwas schwarzen Pfeffer) zugeben. Für ca. 15 Minuten leicht vor sich hinköcheln lassen.

In der Zwischenzeit das Moghrabieh in Salzwasser (wie Nudeln) al dente kochen. Die Kochzeit ist dabei ein bisschen abhängig von der verwendeten Marke, aber ca. 15 – 18 Minuten sollten hinkommen. Nachdem das Moghrabieh fertig ist, abgießen und beiseite stellen.

Das „verbrannte“ Auberginenfleich zur Suppe geben und mit einem Pürierstab fein oder grob pürieren (je nach Geschmack). Dann den größten Teil der gebratenen Auberginenwürfel und des Moghrabieh mit hineingeben (ein bisschen was zum Garnieren aufheben) und nochmal ca. 2 Minuten köcheln lassen. Abschmecken und ggf. nachwürzen.

Heiß servieren und mit den übrigen Auberginenwürfeln, etwas Moghrabieh und frischen Kräutern bestreut servieren.

Auberginensuppe I