(M)ein Jahresrückblick 2018: #foodblogbilanz2018

Der letzte Tag des Jahres bietet sich immer an, um zurückzublicken auf die 365 Tage, die vergangen sind. Für pinch of spice war es ein richtig aktives Jahr – mit 89 Blogbeiträgen habe ich 2018 so viel veröffentlicht wie noch nie. Auch auf Instagram war ich aktiv und hier sind meine besten neun Beiträge:

Abgesehen vom Kochen war mein Jahr erfüllt mit einer wunderschönen Hochzeit mit freier Trauung im Sommer bei bestem Wetter und tollsten Gästen. Der Mann und ich waren anschließend in Norwegen, haben aber auch Augsburg sehr intensiv genossen. Herausforderungen gab es auch einige und insgesamt darf 2019 vor allem gesundheitlich ein bisschen ruhiger werden. Aber rasten werde ich auch im neuen Jahr nicht viel – es bleibt spannend!

Sina von giftigeblonde hat dieses Jahr aufgerufen zur alljährlichen Foodblogbilanz, die in den nächsten Tagen wieder unter dem Hashtag #foodblogbilanz2018 im Netz ihr Unwesen treiben wird. Bei ihr findet ihr auch die Linksammlung zu allen anderen Blogs, die an der Aktion teilnehmen.

1. Was war 2018 dein erfolgreichster Blogartikel?

Wie auch schon im letzen Jahr war der erfolgreichste Artikel wieder das Rezept für Havreflarn (schwedische Haferflockenkekse). Foto gibt es auch dieses Jahr noch kein neues, aber die Zutaten habe ich schon gekauft!

Havreflarn (schwedische Haferflockenkekse)

Aber zumindest monatsweise waren andere Beiträge an der Spitze: Im Juni, Juli und August zum Beispiel Der beste Nudelsalat der Welt (à la Jamie Oliver)und auch der Bunte Salat mit gebratenen Kichererbsen nach Ottolenghi kamen gut bei euch an. Kein Wunder, sind ja auch zwei super leckere Salate und gerade im Sommer passen sie perfekt zum Grillen.

2. Welche drei deiner eigenen Blogartikel aus diesem Jahr haben dir persönlich am meisten bedeutet?

Das waren diese drei:

3. Und welche drei aus anderen Blogs haben dich am meisten inspiriert?

Ohne Zweifel hat mich sehr der Beitrag von Christina von feines gemüse bewegt – „Warum wir aufhören sollten, uns mit Avocados vollzustopfen„. Seither habe ich keine Avocado mehr gekauft und es wird sicher eines der Nahrungsmittel bleiben, die ich mir zu wenigen ausgewählten Anlässen gönne.

Steph vom Kleinen Kuriositätenladen hat einen Artikel über ihren Waffeleisen-Fuhrpark veröffentlicht, der mich zum Kauf eines solchen inspiriert hat. Fast erscheint es verblüffend, dass mein Haushalt so viele Jahre ohne ein Waffeleisen ausgekommen ist. Die entsprechenden Rezepte werden sicher folgen :-).

Ansonsten haben mich noch viele andere Blogs bewegt, die im Rahmen der DSGVO das Handtuch geworfen haben. Leider sind uns da viele Schätzchen verloren gegangen und ich hoffe einfach sehr, dass sie doch auf die eine oder andere Weise wieder zum Bloggen zurückfinden.

4. Welches der Rezepte, die du 2018 veröffentlicht hast, hast du selbst am häufigsten gekocht – und warum?

Eindeutig war das Bacon Jam. Weil es so unglaublich schweinisch lecker ist. Ich hatte die Speckmarmelade zu einem Abend bei Freunden mitgebracht und sie wurde seither so oft eingefordert, dass ich ständig am nachproduzieren war.

Bacon Jam

5. Welches Koch- oder Blog-Problem hat dich 2018 beschäftigt? Und hast du es gelöst?

Zuallererst: die Umstellung aufgrund des Inkrafttretens der DSGVO. Ich habe versucht, den Aufwand so gering wie möglich zu halten – ich betreibe meinen Blog nämlich nur privat und verdiene damit kein Geld durch Werbung, Kooperationen oder ähnliches. Die Verordnung gilt natürlich trotzdem. Tatsächlich glaube ich, dass das unglaublich viel Aufwand für „den kleinen Mann“ generiert hat (schön, dass mich meine Zahnarztpraxis nun im vollen Umfang über die Verwendung meiner Daten informiert hat), aber „die Großen“ á la Facebook, Twitter & Co. weiterhin scheinbar alles tun können, was sie wollen.

Ein weiteres Problem, das mich im Zusammenhang mit Kochen im Sommer beschäftigt hat – und für das ich keine Lösung gefunden habe – war die Wespenplage auf der Dachterrasse. Obwohl das Wetter im August und September so schön war, haben wir kaum draußen essen können, weil in Nullkommanix Dutzende von Wespen angeschwärmt sind. Nichts hat geholfen – geknüllte Papierreste als Wespennestattrappe, Flaschen mit süßlicher Flüssigkeit, rauchendes Kaffeepulver, … – wir haben wirklich alles ausprobiert.

6. Was war deine größte kulinarische Neuentdeckung dieses Jahres – welches Lebensmittel, welches Rezept, welche Küchentechnik, welcher Geschmack hat dir eine völlig neue Welt eröffnet?

Smoken und wursten. Mein Mann hat hat anlässlich seines runden Geburtstages dieses Jahr einen Smoker geschenkt bekommen und hat sich damit auch intensiv beschäftigt. Wir hatten zum Beispiel tolle Spareribs oder Brisket, das jeweils viele Stunden im Smoker zugebracht hatte. Egal, was aus der großen Tonne wieder herauskam, es war einfach super. Und für mich auch relativ entspannt :-P.

Gesmoktes Brisket

Selbst Wurst herstellen wollte ich schon länger und habe es dieses Jahr zum ersten Mal gewagt. Und es gibt überraschend gut! Ich möchte hier die Rezepte auch noch vorstellen, aber ich warte wahrscheinlich noch, bis die Temperaturen wieder zulassen, dass man auch draußen sitzen kann, wenn man die Bratwürste grillt.

Selbstgemachte Salsiccia

7. Was war der beste (oder lustigste) Suchbegriff, über den Besucher auf dein Blog gekommen sind?

Gerade in der Weihnachtszeit sind unglaubliche Leser auf der Suche nach einer Soße zum Truthahn auf den Blog gekommen. Am lustigsten fand ich „Smoothies heute, gibt es sie noch?“ und nett „rezept schweinebauch kleiner koreaner münchen“. Der eine oder andere Rechtschreibfehler erheitert mich auch immer mal wieder (Truhthahn!).

8. Was wünschst du dir und deinem Blog für 2019?

Nicht nur mir, sondern auch allen meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich eine große Portion Gesundheit.

Für pinch of spice und meine Motivation, weiterzubloggen, wünsche ich mir mehr Interaktion und auch Austausch mit anderen Bloggern. Dafür hat mir 2018 die Zeit gefehlt, aber ich hoffe, dass ich 2019 mehr dazu komme. Ich überlege außerdem an neuen Rubriken und langfristig vielleicht an einem Ableger, der sich mit kreativen Themen beschäftigt. Das wird sich zeigen.

Euch allen einen guten Start ein gesundes und glückliches Jahr 2019 und danke für eure Treue! Peace ✌️!

Link zur Foodblogbilanz 2017 hier.

Lebkuchensirup

Braucht ihr noch ein ultraschnell zubereitetes Mitbringsel zu Weihnachten oder Silvester? Dann habe ich heute genau das Richtige für euch! Lebkuchensirup ist – vorausgesetzt natürlich, ihr habt alle Zutaten zu Hause – in einer viertel Stunde zubereitet und schmeckt ganz vorzüglich. Alternativ könnt ihr die Gewürze auch etwas länger im Sirup ziehen lassen, wenn ihr es nicht so eilig habt.

Verwenden könnt ihr den Sirup recht flexibel – zum Verfeinern von Desserts, als Alternative zu Zucker oder Honig im Tee, zu Eis oder sogar zum Aufgießen mit Prosecco. Klingt komisch – schmeckt aber überraschenderweise gut! Ich kann euch nur empfehlen, diesen schnellen Sirup einmal auszuprobieren.

Zutaten für ca. 1,8 Liter Sirup:

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten plus Abkühlzeit

Zubereitung:

Zucker und Wasser zusammen aufkochen, dann alle übrigen Zutaten hineingeben und zusammen abkühlen lassen.

Am nächsten Tag (oder – wenn es schneller gehen soll: nachdem der Sirup abgekühlt ist) den Sirup durch einen Kaffeefilter oder ein Passiertuch filtern. Nochmal aufkochen und in sterilisierte Flaschen abfüllen und sofort verschließen.

Orangen-Ingwer-Sirup mit Gewürzen

Heute kommt ein schneller Sirup für euch, der würzig-frisch schmeckt, einfach zuzubereiten ist und sich gerade jetzt für die Erkältungszeit super eignet. Ihr könnt den Orangen-Ingwer-Sirup selbstverständlich prima verschenken und macht damit sicher eine Freude.

Es spielt natürlich eine große Rolle, wie aromatisch euer Ingwer ist, nicht dass euer Sirup höllisch scharf wird. Meiner war nicht so scharf und so hat der Sirup jetzt eine angenehme Würze. Er eignet sich super, um ihn mit heißem Wasser aufzugießen, ihr könnt ihn aber auch in den Tee geben oder Desserts damit verfeinern – universell einsetzbar also.

Zutaten für ca. 600 ml Sirup:

  • 200 g Zucker
  • 300 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 2 Bio-Orangen (Saft von beiden, Zesten von einer)
  • 1 TL Zitronensäure
  • 1 TL Nelken
  • 1/2 Zimtstange
  • 1/2 Sternanis
  • ca. 60 g Ingwer

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen Topf geben, den Ingwer schälen und entweder mit einer Ingwerreibe fein reiben oder in feine Scheiben schneiden. Alles zusammen aufkochen und 10 bis 15 Minuten leise köcheln lassen.

Durch ein Tuch abgießen und heiß in sterilisierte Flaschen abfüllen.

Orangen-Mandel-Marzipanstollen

Die Stollenserie, die ich vor fünf bzw. sechs Jahren gestartet habe, braucht dringend eine Fortsetzung. Letztes Jahr hatte ich schonmal eine Zusammenfassung der bisher veröffentlichten Rezepte geschrieben. Da ich weder Rosinen mag, noch ein großer Fan von Orangeat und Zitronat bin, entwickle ich immer Stollenvarianten, die ohne diese Zutaten auskommen. Und da wir uns nun schon recht nah an Weihnachten herangearbeitet haben, backe ich mit euch lieber wieder Quarkstollen, der muss nämlich nicht durchziehen, sondern kann gleich gegessen werden.

Ich wollte mal einen Versuch machen und so viel Orangiges wie möglich mit verbacken. Herausgekommen ist ein toller Orangenstollen, der wundervoll orangig schmeckt und durch die Mandeln und das Marzipan auch schön fluffig und saftig wird. Der Versuch ist wirklich gelungen und hat viele Gäste auf einer Geburtstagsfeier begeistert. Wenn ihr also auch Stollenskeptiker seid oder welche kennt – probiert unbedingt mal diese Variante aus!

Zutaten für einen großen Stollen:

  • 250 g weiche Butter
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier
  • 200 g gemahlene Mandeln (ohne Haut)
  • 1 großzügiger Schuss Cointreau
  • 1 großzügiger Schuss Amaretto 
  • 2 Bio-Orangen (wir brauchen den Abrieb von beiden, den Saft nur von einer)
  • 2-3 EL Orangenmarmelade
  • 250 g Magerquark
  • 200 g Marzipan
  • 600 – 700 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 150 – 200 g Puderzucker

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 60-70 Minuten

Zubereitung:

Backofen auf 175°C vorheizen. 125 g Butter mit Zucker und einer Prise Salz schaumig schlagen, die Eier eins nach dem anderen zugeben. Dann nacheinander Mandeln, Cointreau, Amaretto, Orangenabrieb und -saft, Marmelade, Quark und kleingezupftes Marzipan unterrühren, bis sich alles gut verbunden hat.

In einer separaten Schüssel Mehl und Backpulver mischen. Das Mehl zum flüssigen Teil des Teiges geben und kurz verkneten. Ggf. noch etwas Mehl zugeben, falls der Teig zu klebrig sein sollte (er darf kleben, aber er sollte sich schon mit der Hand formen lassen).

Den Teig auf einem mit Backpapier ausgelegten und bemehlten Backblech zu einem Stollen formen und ca. 60 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!).

Die übrige Butter schmelzen. Den heißen Stollen mit 1/4 der flüssigen Butter bestreichen, dann mit Puderzucker bestäuben. Diesen Vorgang wiederholen, bis Butter und Puderzucker aufgebraucht sind.

Hält sich ca. eine Woche.

Lebkuchengewürz

Endlich geht es weiter auf pinch of spice – in den letzten Wochen war ich leider recht eingespannt, war viel beruflich  und privat unterwegs, hatte einen kleinen Urlaub in Hamburg und Bremen, so dass keine Zeit zum Bloggen war. Nun aber möchte ich euch in den nächsten zwei Wochen gerne ein paar (vor)weihnachtliche Rezepte präsentieren, die ihr schnell und mit relativ wenig Aufwand nachkochen oder -backen könnt und die sich allesamt auch als Geschenke aus der Küche eignen. Dafür habe ich vor einiger Zeit auch eine eigene Rubrik angelegt, schaut euch die gerne mal an!

Lebkuchengewürz

Heute wird weder gekocht noch gebacken, sondern einfach nur gemischt – ein Lebkuchengewürz soll es sein, das ihr in der Weihnachtsbäckerei natürlich ganz vielseitig einsetzen könnt, ganz klassisch für Lebkuchen natürlich, aber ich könnt damit auch Desserts verfeinern oder zum Beispiel einen leckeren Lebkuchensirup zaubern (Rezept dafür folgt dann in den nächsten Tagen).

Das Gewürz ist – vorausgesetzt, ihr habt alle Zutaten zu Hause – in Nullkommanix zusammengerührt und hält sich gut verschlossen in einem Glas oder einer Dose mehrere Monate.

Zutaten für ca. 50 g Gewürz:

  • 30 g Zimt, gemahlen
  • 9 g Nelken, gemahlen
  • 2 g Piment, gemahlen
  • 1 g Muskat, gemahlen
  • 2 g Koriander, gemahlen
  • 2 g Kardamom, gemahlen
  • 2 g Ingwer, gemahlen
  • 1 g Muskatblüte, gemahlen

Zubereitungszeit: 5 Minuten

Zubereitung:

Alle Gewürze in eine Schüssel geben und gut vermischen. In ein Glas oder eine Dose abfüllen und luftdicht verschließen.

Vollkorn-Kürbisspätzle mit Hähnchen-Pilzgeschnetzeltem

Spätzle sind neben Maultaschen das Lieblingsgericht meines Mannes. Hin und wieder probieren wir eine neue Variante aus (wobei Änderungen am Standard erstmal äußerst skeptisch beäugt werden, vor allem wenn auch noch Kürbis mit im Spiel ist) und meistens funktioniert das Experiment ganz gut. So gibt es diese Mal einen der jüngsten Versuche: mit Vollkornmehl und Kürbismus im Teig werden die Spätzle ganz schön kernig.

Dazu gibt es dann noch das Pilzgeschnetzelte, das nun wirklich die perfekte Ergänzung zu den Spätzle ist. Ihr könnt das natürlich auch gerne vegetarisch zubereiten, nehmt dann einfach ein paar mehr Pilze und lasst das Hähnchenfleisch weg und ersetzt den Hühnerfond durch Gemüsebrühe.

Zutaten für 4-6 Personen:

Für die Kürbisspätzle:

  • 350 g Mehl
  • 250 g Dinkel-Vollkornmehl
  • 2 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Muskat
  • 5 Eier
  • 600 g Kürbispüree
  • 2-3 EL Butter

Für das Hähnchen-Pilzgeschnetzelte:

  • 1 große Zwiebel
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 6 ausgelöste Hähnchenschenkel, in 2×2 cm große Würfel geschnitten
  • 600 g Portobellopilze oder Champignons, in Scheiben geschnitten
  • 1 Schuss Noilly Prat (etwa 75 ml)
  • 500 ml Hühnerfond
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 200 ml Sahne
  • 2 TL Maisstärke zum Abbinden

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:

Die trockenen Zutaten in eine Rührschüssel geben und vermischen. Die Eier zugeben, etwas verrühren und dann nach und nach das Kürbispüree dazugeben. Je nachdem, wie feucht das Püree ist kann es sein, dass etwas mehr oder weniger Kürbispüree benötigt wird.

Den Spätzleteig nur kurz verrühren. Parallel einen großen Topf Salzwasser aufsetzen. Die Spätzle mit der Spätzlereibe oder -presse in das siedende Salzwasser geben, dabei in Chargen arbeiten. Wenn sie an der Oberfläche schwimmen, mit dem Schaumlöffel abschöpfen und in eine Auflaufform geben. Mit Butterflocken belegen und warm halten.

Währenddessen die Zwiebel halbieren und in Streifen schneiden. In einer großen Pfanne Butter und Olivenöl erhitzen und die Zwiebel darin goldgelb anbraten. Die zerkleinerten Pilze dazugeben, leicht salzen und braten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Mit Noilly Prat und Hühnerfond ablöschen, noch 5 Minuten köcheln lassen, dann abschmecken.

Sahne und Maisstärke verquirlen und ins Geschnetzelte rühren. Aufkochen lassen, etwa eine Minuten kochen lassen und servieren.