Schweinemarmelade – Bacon Jam – Speckmarmelade

Das Rezept von heute ist nur mit zwei Worten zusammenzufassen: leider geil. Es ist irgendwie dekadent, ein bisschen übertrieben, aber auch schweinelecker. Im wahrsten Sinne des Wortes sogar, denn der Hauptbestandteil ist Bacon oder leicht geräucherter Schweinespeck. Der wird fein gewürfelt, angebraten und mit Ahornsirup und Gewürzen verfeinert, so dass man am Schluss eine salzig-süß-würzige Masse hat, mit mürben Speckwürfeln. Es ist so un-glaub-lich lecker, ihr müsst das unbedingt ausprobieren.

 

Man kann diesen tollen Bacon Jam ganz hervorragend zum Dippen für eine kleine Party vorbereiten. Oder auch für eine größere. Er schmeckt so reichhaltig, dass man eher nicht geneigt ist, sich eine große Scheibe Brot nur damit zu beschmieren, aber kleine Häppchen sind dafür einfach perfekt. Auf Baguette oder Crackern serviert ist der Bacon Jam ein wahrer Hochgenuss – natürlich ohne Butter darunter. Vor allem die Herren der Schöpfung scharen sich dann gerne um das Behältnis und sind gar nicht mehr davon wegzubekommen.

„Schweinemarmelade“ ist übrigens ein Begriff, der bei einer sehr netten Zusammenkunft sehr netter Menschen entstanden ist. Bacon Jam war irgendwie nicht so gut für die Beschreibung und so haben wir kurzerhand umgetauft. Für meine Version habe ich zwei Rezepte von moey’s kitchen und Kleiner Kuriositätenladen miteinander verknüpft.

 

Zutaten für ein mittleres Glas (ca. 350 ml):

  • 300 g Bacon, fein gewürfelt
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 2 confierte Knoblauchzehen (alternativ auch „ganz normale“ Knoblauchzehen), fein gehackt
  • 75 g brauner Zucker
  • 50 ml Ahornsirup
  • 1 Tasse Espresso oder 1/2 TL Kaffeegranulat
  • 1 EL Balsamico
  • 1 guter Schuss Whiskey
  • 1 Prise Chilipulver (ich habe Chipotle verwendet)

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten

Zubereitung:

Den Speck in einem Topf oder einer Pfanne bei niedriger bis mittlerer Temperatur goldbraun auslassen (das dauert schon 15 bis 20 Minuten). Falls der Speck Flüssigkeit verliert, sollte diese auf alle Fälle erst komplett verkochen, der Bratvorgang beginnt erst dann. Je nachdem, wie viel Fett beim Auslassen übrig bleibt, kann man davon gerne etwas abgießen.

Die Zwiebel und den Knoblauch zusammen mit dem ausgelassenen Speck anbraten, bis sie leicht Farbe genommen haben. Dann alle restlichen Zutaten dazugeben und alles nochmal ca. 15-20 Minuten einkochen lassen. Noch heiß in ein Glas mit Schraubverschluss abfüllen und fest verschließen. Im Kühlschrank lagern und vor dem Servieren leicht erwärmen.

Print Friendly, PDF & Email

Kürbisquiche

Die Kürbiszeit ist immer noch in vollem Gange und ich habe auch noch ein paar leckere in petto für euch. Heute gibt es Quiche. Für mich ein perfektes Essen, das man einmal zubereitet und dann öfter davon essen kann – egal ob zum Abendessen oder zum Mittagessen im Büro. Dazu ein knackiger Salat und das Glück kennt keine Grenzen.

 

Beim Kürbis habe ich einfach festgestellt, dass die Kombination mit Honig und Thymian wirklich sehr gut schmeckt, deshalb habe ich da jetzt auch schon mehrere Rezepte vorgestellt. Ihr könnt ihn natürlich auch beliebig anders würzen, wenn euch das lieber ist. Salbei ist bestimmt auch hervorragend und ich könnte mir sogar vorstellen, dass eine Variante von dem Kürbis mit Salbei, Amaretto und Cantuccinikruste sich gut in der Quiche machen würde.

Natürlich ist eine Quiche nicht im Handumdrehen zubereitet, aber um den Aufwand in Grenzen zu halten, mache ich immer gleich zwei, sie passen nämlich zusammen in den Ofen.

 

Zutaten für eine Quiche (Durchmesser 26 cm):

Für den Mürbteig:

  • 200 g Mehl (Type 550)
  • 90 g Butter
  • 1 Ei
  • etwas eiskaltes Wasser
  • nochmal 1 Ei (eigentlich weniger) extra zum Bestreichen des blindgebackenen Teigs (man kann auch einfach ein kleines bisschen von dem oben aufgeführten Ei abzweigen)

Für die Kürbis-Thymian-Füllung:

  • 1 kleiner Hokkaidokürbis
  • 2 EL Honig
  • 1 EL Thymian
  • 1 Schuss Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Für den Eierguss:

  • 3 Eier
  • 100 ml Sahne
  • 100 g saure Sahne
  • 200 ml Milch
  • Salz und Pfeffer

Zubereitungszeit: insgesamt 25 Minuten
Kühlzeit: mindestens 1,5 Stunden
Backzeit: zwei Mal ca. 30 Minuten

Zubereitung:

1. Mürbteig:
Mehl in eine Schüssel sieben, die kalte Butter in kleinen Würfeln dazugeben, dann das verquirlte Ei. Mit den Fingerspitzen oder mit dem Handrührgerät / der Küchenmaschine verkneten, so dass die Butter leicht krümelig wird. Genau soviel Wasser dazugeben, dass der Teig zusammenkommt, aber nicht klebrig ist. Sehr kurz kneten, dann in Frischhaltefolie einwickeln und im Kühlschrank mind. 1 Stunde ruhen lassen. Dann den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche kreisförmig ausrollen und eine Quicheform damit auslegen. Mit einer Gabel den Boden mehrfach einstechen, dann die Form erneut für mind. 1/2 Stunde kühlstellen.

2. Kürbisfüllung:
Ofen auf 200°C vorheizen. Den Kürbis gründlich waschen, halbieren und von seinen Kernen befreien. Dann in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Mit den restlichen Zutaten mischen und in eine flache Auflaufform geben. Im Ofen ca. 30 Minuten backen, die Ränder sollten leicht bräunlich werden. Abkühlen lassen.

3. Eiermilch:
Eier aufschlagen und verquirlen, dann Sahne, saure Sahne und Milch zugießen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Nachdem der Teig ausreichend gekühlt wurde, den Ofen auf 160°C herunterregeln. Ein Stück Backpapier auf den Teig legen und mit Backkugeln / Hülsenfrüchten befüllen, so dass der Teig beim Backen in Form bleibt. 30 Minuten blind backen, dann mit etwas verquirltem Ei bestreichen und nochmal ca. 3 Minuten backen. Dann die Kürbisfüllung auf dem Boden verteilen und mit der Eiermilch aufgießen. Die Form vorsichtig (!) zurück in den Ofen schieben und für etwa 30 Minuten fertigbacken.

Auskühlen lassen oder noch warm genießen.

Print Friendly, PDF & Email

Knusprige Pilzschnitzel mit Tonkatsu-Sauce

Inmitten der Pilzsaison sind mir im Bioladen wunderschöne frische Portobellopilze untergekommen, die gut und gerne einen Durchmesser wie meine Hand hatten. Mir schwebte schon länger ein Experiment vor – ich wollte nämlich aus diesen Pilzen so richtig schöne, knusprige „Schnitzel“ machen, die eine würdige Alternative zu einem fleischigen Schnitzel sein könnten.

 

Da ich ein bisschen Geschmack an die Pilze bringen wollte, habe ich sie in Sojasauce mariniert, was ihnen natürlich einen (zwar kaum merklichen) asiatischen Einschlag gibt. Ihr könnt alternativ natürlich gerne z.B. eine gut gewürzte Gemüsebrühe nehmen, wenn ihr es weniger sojalastig mögt. Das Panko kann ich euch aber nur ans Herz legen – es macht die Schnitzel so unglaublich knusprig! Ihr findet es sicher im Asialaden, allerdings führen auch viele Supermärkte mit größerer Asiaecke die japanische Version unserer Semmelbrösel. Natürlich könnt ihr auch diese gerne verwenden.

Die Idee kam mir beim Durchstöbern von Stevan Paul’s wundervollen Kochbuch „Meine japanische Küche„*, aus dem ich schon sehr viel nachgekocht und einiges ja auch schon hier vorgestellt habe. Die Tonkatsu-Sauce könnt ihr natürlich auch anderweitig einsetzen – auf einem Burger oder Hot Dog zum Beispiel, als Grillsauce oder klassisch zur japanischen Version des Schnitzels

 

Für vier Personen als Hauptspeise:

Für die Tonkatsu-Sauce:

  • 1 Zwiebel
  • Salz
  • 4 EL Öl
  • 20 g Ingwer, sehr fein gerieben
  • 1 Knoblauchzehe, fein gerieben
  • 100 g Ketchup
  • 50 g Apfelmus
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 TL scharfer Senf
  • 1 EL Pflaumenmus
  • je eine Msp Zimt, Muskat, Chili und Piment

Für die knusprigen Pilzschnitzel:

  • 4 große Portobello-Pilze á ca. 120-150 g, Stiele entfernt
  • 100 ml Sojasauce
  • 100 g Mehl
  • 3 Eier, mit etwas Wasser verquirlt
  • 100 g Panko
  • ca. 100 ml Sonnenblumenöl

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
Marinierzeit: 10 Minuten bis mehrere Stunden

Zubereitung:

Zunächst die Pilze zusammen mit der Sojasauce in einen Gefrierbeutel geben, gut verschließen und durchmischen und einige Zeit marinieren lassen. Währenddessen die Tonkatsu-Sauce zubereiten. Dafür die Zwiebel in einem kleinen Topf mit Salz und Öl bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten anbraten. Die restlichen Zutaten dazugeben, die Sauce aufkochen lassen, dann abkühlen und fein pürieren.

Die Pilze abtropfen lassen. Auf drei flachen Tellern das Mehl, die Eier und das Pankomehl vorbereiten. Die Pilze dann nacheinander in Mehl, Eiern und Panko wenden, dabei das Panko sehr gut andrücken.

Das Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Pilze darin von jeder Seite etwa 5 Minuten anbraten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen, dann sofort zusammen mit der Sauce servieren.

 

*Amazon.de Affiliate-Link

Print Friendly, PDF & Email

Apfel-Kürbis-Pancakes mit Pumpkin Spice [zuckerfrei]

Vor kurzem hatte ich dem Mann des Hauses Apfelpfannkuchen zum Sonntagsfrühstück ins Aussicht gestellt. Doch dann ging mein Improvisationstalent mit mir durch. Es war noch Kürbismus da – hier noch ein bisschen Pumpkin Spice vom letzten Guglhupf und da noch ein paar Äpfel vom Kollegen. Was dann dabei herauskam, entsprach nicht mehr so ganz der ursprünglichen Intention, war aber extrem lecker.

 

Das Kürbismus und das Buchweizenmehl machen die Pancakes so richtig schön zart und fluffig, es ist eine wahre Freude. Die Pancakes kommen ohne raffinierten Zucker aus und sind daher gesund und lecker. Und durch die geriebenen Äpfel im Teig wird das Ganze auch noch schön saftig. Nun ja – das Frühstück für mich ist gesichert!

Ein weiterer Vorteil an den Pancakes: sie sind wirklich in Nullkommanix zusammengerührt und so genau das Richtig für ein schönes Sonntags- oder Feiertagsfrühstück. Und bei der derzeitigen Apfelschwemme, die überall um sich greift, findet sich eine weitere leckere Verwendungsmöglichkeit.

 

Am besten, ihr verdoppelt das Rezept gleich, dann habt ihr für mehrere Tage ein gesundes und leckeres Frühstück. Die Pancakes lassen sich nämlich auch prima einfrieren oder mit ins Büro nehmen. Ein paar Sekunden in der Mikrowelle und sie duften wieder herrlich warm und wohlig.

Zutaten für ca. 15 Pancakes:

  • 70 g Weizenmehl (Type 405)
  • 70 g Buchweizenvollkornmehl
  • 40 g Dinkelvollkornmehl
  • 2 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Pumpkin Spice (alternativ: gemahlener Zimt)
  • 200 g Kürbismus
  • 2 EL Honig
  • 2 Eier
  • ca. 150 ml Wasser
  • 2 Äpfel
  • Butter zum ausbacken der Pancakes

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten

Zubereitung:

In einer Schüssel die Mehlsorten, Natron, Salz und Pumpkin Spice vermischen. Eier, Kürbismus, Honig und Wasser dazugeben und kurz verrühren. Dann die Äpfel in den Teig raspeln und unterheben.

In einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze etwas Butter zerlaufen lassen, den Teig esslöffelweise in die Pfanne geben und die Pancakes von beiden Seiten goldbraun ausbacken.

Mit Puderzucker bestreut servieren oder Sirup darübergeben.

Print Friendly, PDF & Email

Japanischer Krautsalat

Jedes Land hat für Krautsalat so seine eigene Variante. Der deutsche wird gerne mit gebratenem Speck und Kümmel serviert, der amerikanische mit Mayonnaise und Zitrone, hier habe ich auch schon einen koreanischen Krautsalat und einen asiatischen vorgestellt. Alle gemeinsam haben sie, dass sie leicht süß-säuerlich schmecken und immer einen guten Gegenpol zu einem deftigen Essen.

 

Nun kommt heute also eine japanische Variante und wie so oft in letzter Zeit habe ich mir die Anregung dazu aus dem tollen Kochbuch „Meine japanische Küche: Rezepte für jeden Tag„* von Stevan Paul geholt. Falls ihr dieses Kochbuch noch nicht besitzt, ich kann es euch nur wärmstens ans Herz legen. Und ja – ich wollte eine Rezension dazu schreiben, aber ich bin leider noch nicht dazu gekommen.

Der Krautsalat passt perfekt auf einen Burger oder Hot Dog, aber auch einfach so, zu Schnitzel oder ähnlichem.

Zutaten für 4 Personen als Beilage:

  • 1 kleiner Spitzkohl, ca. 500 g
  • Salz
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer
  • 2 EL Reisessig
  • 1 EL Honig (flüssig)
  • 2 EL gerösteter Sesam
  • 1 TL Sesamöl

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten (inkl. 20 Minuten Wartezeit)

Zubereitung:

Den Spitzkohl putzen und in sehr feine Streifen schneiden und leicht salzen. Den Ingwer sehr fein reiben und mit Essig und Honig verrühren. Über den Salat geben und 15-20 Minuten ruhen lassen.

Das Öl unter den Salat mischen und mit dem gerösteten Sesam bestreut servieren.

Print Friendly, PDF & Email

Apfel Scharlotka – russischer Apfelkuchen

Habt ihr schonmal etwas von Scharlotka gehört? Ich bis vor etwa einer Woche nicht, diese Form des Gebäcks war mir vollkommen neu. Meine Recherche hat nun ergeben, dass es sich hierbei um eine russische Variante des Apfelkuchens handelt, der sehr beliebt ist. Das kann ich gut verstehen! Der Apfelkuchen ist sehr schnell zubereitet, kommt ohne Fett aus und ist bei der derzeitigen Fülle an Äpfeln, die man überall bekommt, bestens geeignet, mehr Obst zu verarbeiten.

Der Teig besteht im wesentlichen nur aus Eiern, Zucker und Mehl und ist von der Konsistenz wie ein dickflüssiger Pfannkuchenteig. Der Kuchen schmeckt dann relativ süß, was aber natürlich auch von der verwendeten Apfelsorte abhängt. Beim nächsten Mal tendiere ich hier zu Boskop oder einem anderen sauren Apfel, bei meinem ersten Versuch war die Scharlotka recht süß (aber seeehr lecker!).
Das Rezept habe ich mir bei smitten kitchen abgeschaut und ein bisschen abgewandelt.

Zutaten für eine Springform mit 24 cm Durchmesser:

  • 6 säuerliche Äpfel
  • 3 Eier
  • 200 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 125 g Mehl
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: 60 Minuten

Zubereitung:

Ofen auf 180°C vorheizen. Die Äpfel schälen, vierteln und entkernen. Die Viertel längs nochmal halbieren und in feine Scheiben schneiden.

Die Springform mit Backpapier auskleiden, die Äpfel hineinschichten.

Eier, Zucker und Salz miteinander fluffig aufschlagen, dann Vanilleextrakt und den Abrieb der Bio-Zitrone dazugeben. Das Mehl ganz kurz unterrühren.

Den Teig über die Äpfel geben und festdrücken. Im Ofen bei 180°C 60 Minuten backen, dann in der Form 10 Minuten auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäuben.

Print Friendly, PDF & Email

Kartoffelsuppe mit Speck und Majoran

Heute ist das Wetter garstig und es wird wieder mal Zeit für eine leckere Suppe. Bei herbstähnlichen Temperaturen kann die Suppe auch gerne eintopfähnlich sein, wie ich finde, so ganz glatte Cremesuppen müssen nicht immer sein. Deshalb gibt es heute eine superleckere, stückige, nach Majoran schmeckende Kartoffelsuppe, wie ich sie ähnlich früher bei meiner Oma gegessen habe (und nicht so 100%ig gemocht habe, aber die Geschmäcker ändern sich ja glücklicherweise mit der Zeit).

 

Schön schnell geht es auch mit dem Vorbereiten und Kochen – in 30 Minuten habt ihr die wärmende Suppe auf dem Tisch stehen. Für Rezepte dieser Art habe ich übrigens eine eigene Kategorie, die findet ihr unter Schnelle Küche unter 30 Minuten.

Zutaten für 8 Personen:

  • 2 Zwiebeln, gewürfelt
  • 1 EL Öl
  • 300g geräucherter Schweinebauch, in Würfel geschnitten
  • 4-5 Karotten, längs geviertelt und in kleine Stücke geschnitten
  • 2 kg festkochende Kartoffeln, geschält und in 2 cm große Würfel geschnitten
  • 1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
  • ca. 1,5 Liter Gemüsebrühe oder Hühnerbrühe
  • 1-2 EL Majoran
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Kochzeit: 20 Minuten

Zubereitung:

Die Zwiebelwürfel in etwas Öl in einem großen Topf dünsten. Dann den geräucherten Schweinebauch dazugeben und mit anbraten. Als nächstes die Karottenwürfel kurz anbraten, die Kartoffeln dazugeben und alles mit Gemüsebrühe oder Hühnerbrühe bedecken.

Aufkochen lassen und nach ca. 5 Minuten die Lauchringe dazugeben. Die Suppe köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind, dann den Majoran einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer sie sämig haben möchte, nimmt beherzt einen Kartoffelstampfer zur Hand und stampft die Suppe zur gewünschten Konsistenz (bitte nicht pürieren! Dann wird sie nämlich schleimig).

Print Friendly, PDF & Email

Barbecue-Ketchup

Glücklicherweise verspricht der Spätsommer ja auch wettertechnisch schön zu werden und da springen sicher noch ein paar Grillabende heraus. Vielleicht mit weniger Wespen, als das noch im August der Fall war – ganz schlimm. Und Wespen mag ich ja echt so gar nicht. Aber ich schweife vom Thema ab…

 

Was ich nämlich schon mag, ist dieser super Ketchup. Der hat einen ganz tollen Geschmack und passt perfekt zu den besten Spareribs, die mein Mann da so aus dem Smoker zieht (ich mag eigentlich keine Spareribs, aber die letzten waren ein Traum!). Zu allem anderen Gegrillten kann man den Ketchup natürlich auch essen und zur Not kann man ihn wahrscheinlich auch einfach über eine Portion Nudeln gießen. Sicher freuen sich auch eure Freunde, wenn ihr ihnen was von dem Ketchup abfüllt und zur nächsten Grillfeier mitbringt, also auch noch ein perfektes Geschenk.

That being said – what are we waiting for?

Zutaten für ca. 750 ml Ketchup:

  • 500 ml Tomatenketchup
  • 125 ml Apfelsaft oder Apfelmus
  • 60 ml Obstessig
  • 2 EL Senf
  • 3 EL Rübensirup
  • 2 EL Worcestersauce
  • 1 TL Knoblauchgranulat oder 1 Zehe frischer Knoblauch, fein gehackt
  • 1/2 TL Chipotle-Chilipulver

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Zubereitung:

Alle Zutaten in einen kleinen Topf geben, aufkochen und etwa 20 Minuten köcheln lassen. In saubere Flaschen abfüllen und fest verschließen.

Print Friendly, PDF & Email

Bananenbrot mit Dinkel-Vollkornmehl

Bananenbrot ist eine Art Brot, die mir lange verborgen war. Erst als ich zum ersten mal in den USA war, habe ich das Brot probiert und bin seither ganz begeistert. Je nachdem, wie man es zubereitet, hat es eher eine festere oder fluffigere Konsistenz und so wirklich unterscheidet es sich nicht von einem Kuchen. Heißt aber halt Brot, weil es auch traditionellere Versionen gibt, die mit Hefe arbeiten und das Brot längere Zeit geht, bevor es gebacken wird. Ich probiere demnächst nochmal eine etwas gesündere Variante ohne Zucker, aber da möchte ich gerade noch nicht versprechen, wann das sein wird.

 

Das Rezept stammt aus dem Buch „Leon: Backen – Herzhaft & Süß„*, das sehr gute Anregungen für Backvergügen jeder Art bereithält.

Wichtig ist, dass ihr für das Bananenbrot richtig reife Bananen verwendet. Solche, die mindestens schon braune Punkte haben, sie können aber auch so aussehen, dass ihr sie lieber nicht mehr essen würdet. Dann sind sie am besten (vorausgesetzt, sie faulen oder schimmeln nicht). Bananen lassen sich übrigens auch super einfrieren! Falls ihr also mal welche habt, die schon extrem reif sind und gerade aber nicht zum Backen kommt – schält sie einfach und friert sie ein.

 

Zutaten für eine große Kastenform:

  • 50 g Pekannüsse
  • 150 ml Sonnenblumenöl
  • 150 g brauner Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 2 Eier
  • 5 mittelkleine reife Bananen
  • 75 g Naturjoghurt
  • 1 TL Natron
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Zimt, gemahlen
  • 1 Prise Salz
  • 225 g Vollkorndinkelmehl
  • 3 EL feiner Zucker zum Bestreuen

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 50 Minuten

Zubereitung:

Den Backofen auf 175°C vorheizen.

Pekannüsse auf einem Blech verteilen und im Ofen ein paar Minuten rösten, bis sie leicht bräunlich sind und duften. Abkühlen lassen.

Öl, Zucker, Vanilleextrakt und Eier miteinander verrühren.

4 Bananen mit der Gabel zerdrücken und zusammen mit dem Joghurt unter die Eiermasse rühren. In einer anderen Schüssel alle trockenen Zutaten (einschließlich der gerösteten Pekannüsse, die nach Belieben noch kleingehackt werden können, aber ohne den Zucker, den wir noch zum Bestreuen brauchen) miteinander vermengen, dann zu der Bananen-Eiermasse geben und gut verrühren.

Den Teig in die ausgekleidete Kastenform geben. Die übrige Banane längs halbieren und oben auf den Kuchen legen. Dann den Kuchenteig mit Zucker bestreuen. Im Ofen ca. 50 Minuten backen (Stäbchenprobe machen!), dann nochmal 10 Minuten in der Form ruhen lassen. Schließlich zum Auskühlen auf ein Kuchengitter geben.

 

*Amazon.de Affiliate-Link

Print Friendly, PDF & Email

Vietnamesische Sommerrollen / Glücksrollen

Eins meiner liebsten Snackrezepte stelle ich euch heute vor – vietnamesische Sommerrollen, manchmal heißen sie auch Glücksrollen. Im Gegensatz zu den allseits bekannten Frühlingsrollen vom Chinesen werden die Sommerrollen in Reispapier gewickelt und nicht frittiert oder gebacken. Das macht sie schön leicht und gesund und der Inhalt ist maximal lauwarm, daher bleibt der Rest auch knackig.

 

Das Rollen erfordert etwas Übung, da das geweichte Reispapier sehr filigran zu verarbeiten ist. Wir haben schon ein gesellschaftliches Event daraus gemacht, was enorm viel Spaß macht! Leute einladen, die Arbeitsfläche in der Küche freiräumen, alle Zutaten in Schüsseln in die Mitte stellen und dann kann jeder seine Rollen selbst zubereiten.

Ihr könnt natürlich den Inhalt abwandeln wie ihr möchtet – wenn ihr Fleisch und Garnelen weglasst, habt ihr vegetarische Rollen, die ihr aber auch durch gebratenen Tofu (genauso zubereitet wie die Garnelen) ergänzen könnt. Bezüglich Salat habt ihr die freie Wahl – Eisbersalat geht gut, ich habe aber auch schon Eichblatt oder Radiccio verwendet. Ein bisschen „Knack“ sollte er halt haben. Rucola geht aber z.B. auch. Und Gemüse könnt ihr natürlich auch x-beliebig austauschen, kleine Maiskölbchen schmecken sehr gut, Karottenstreifen oder auch Spargel.

 

Zutaten für 16 Rollen (für 4 Personen):

ein halbes Rezept asiatisches Hackfleisch

für die Glasnudeln:

  • 50 g Glasnudeln, nach Packungsangabe zubereitet
  • 2 EL dunkle Sojasauce
  • 1 EL helle Sojasauce
  • 1 EL Sesamöl

für die Garnelen:

  • 24 Garnelen (plus ein paar mehr zum naschen)
  • 1 EL neutrales Öl
  • ca. 4 EL Sweet Chili Sauce
  • 1 EL helle Sojasauce

außerdem:

  • 1/2 Bund frischer Koriander, gezupft
  • 1/2 Bund marokkanische Minze, gezupft
  • 1 rote Paprika, in Streifen geschnitten
  • ein paar Salatblätter
  • 16 Blätter Reispapier (rund)
  • Sojasauce, Sweet Plum und Sweet Chili Sauce als Dip

Zubereitungszeit: für die Zutaten ca. 30 Minuten, je nach Übung dauert es dann unterschiedlich lange fürs Rollen

Zubereitung:

Hackfleisch nach Rezept zubereiten und etwas abkühlen lassen. Die Glasnudeln nach Packungsangabe zubereiten, abtropfen lassen und mit Sojasauce und Sesamöl marinieren. Die Garnelen in etwas Öl kurz anbraten, dann mit Sojasauce und Sweet Chili Sauce „ablöschen“ und einreduzieren lassen, bis sie ganz klebrig sind.

Die restlichen Zutaten bereitstellen.

Wasser in eine große Pfanne füllen oder eine flache Schüssel und ein Blatt Reispapier durchziehen. Auf eine glatte Oberfläche legen und ca. eine Minute warten, bis das Wasser das Reispapier angeweicht hat. Dann die Sommerrolle nach Wunsch füllen – ich nehme erst Salat, dann Paprikastreifen, als nächstes Glasnudeln und ein paar Kräuter. Zum Schluss kommt dann Fleisch oder Garnelen. Wichtig ist, dass ihr die Füllung mittig-unten (von euch aus gesehen) platziert und nicht zu viel verwendet.

Die Ränder des Reispapiers zur Mitte klappen, dann von unten eine Rolle formen. Gleich essen oder erst sammeln und dann servieren.

 

Print Friendly, PDF & Email