Pfirsich-Zitronenthymiansirup

Es ist wieder Zeit, die wundervollen Geschmäcker des Sommers einzufangen und für die übrigen Jahreszeiten zu konservieren. Ich liebe diese Zeit des Jahres – es ist fantastisch, die aromatischen Früchte und das bunte Gemüse einzumachen. Weil es derzeit die besten Pfirsiche gibt und ich noch Zitronenthymian in großen Menge auf der Terrasse habe, habe ich die zwei kurzerhand in einem sommerlichen Sirup vereint: ein Pfirsich-Zitronenthymiansirup.

 

Die Zutatenliste ist überschaubar. Wenn ihr das Aroma des Zitronenthymians bestmöglich erhalten wollt, rate ich euch, den Sirup nicht nochmal aufzukochen. Wenn ihr ihn allerdings länger aufheben wollt, kommt ihr um diesen Schritt nicht herum. Dann schmeckt halt der Pfirsich deutlicher heraus, was natürlich auch super ist.

Ihr könnt den Pfirsich-Zitronenthymiansirup super mit Mineralwasser aufgießen und habt einen sommerlichen Durstlöscher, aber auch mit Prosecco kann man ihn natürlich super kombinieren.

 

Zutaten für etwa 2 Liter Sirup:

  • 1 kg Zucker
  • 1 Liter Wasser
  • 2 TL Zitronensäure
  • 1 Topf Zitronenthymian
  • 1 kg reife, aromatische Pfirsiche
  • 100 ml Zitronensaft
  • 1 Bio-Zitrone

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Wartezeit zum Ziehen: etwa 30 Minuten

Zubereitung:

Zucker, Wasser und Zitronensäure aufkochen und etwa 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. Die Herdplatte ausschalten und den Zitronenthymian in den Sirup geben. 30 Minuten oder länger ziehen lassen, dabei ggf. den Sirup auf niedrigster Hitze halten.

Pfirsiche halbieren, entkernen und pürieren. Das Püree, Zitronensaft und Abrieb der Zitrone zum Sirup geben und diesen nochmal vorsichtig erhitzen. Nun den Sirup über ein Tuch abseihen (Geduld mitbringen!) und falls der Sirup nicht länger konserviert werden soll, gleich in sterilisierte Flaschen füllen. Oder man kocht ihn nochmal auf und füllt ihn dann ab. Flaschen sofort fest verschließen.

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Holunderblütensirup

Leider bin ich ein bisschen spät dran mit diesem Rezept – die meisten Holunderblüten sind schon verblüht, nur in höheren oder versteckten Lagen könntet ihr noch Erfolg haben. Aber trotzdem wollte ich nicht bis nächstes Jahr warten, bis ich euch den tollen Sirup endlich präsentiere. Seit sechs Jahren schlummert das Rezept schon hier bei mir und wartet auf euch.

 

Holunderblütensirup ist aus meiner Küche nicht mehr wegzudenken. Früher habe ich das tolle Getränk immer fertig gekauft, aber mittlerweile verwandle ich meine Küche lieber einmal im Jahr in ein klebriges Paradies und es wird Sirup hergestellt.

Am besten erntet man die Holunderblüten auf dem Land, an einem Ort, der nicht direkt an der Autobahn liegt. Ich habe Glück und eine Freundin von mir hat einen schönen Holunderstrauch im Garten stehen, von dem ich ernten darf. Optimal ist es außerdem, wenn man an einem sonnigen Tag erntet, am besten um die Mittagszeit.

Die Blüten werden auf keinen Fall gewaschen, sondern maximal ganz leicht ausgeschüttelt, so dass die kleinen Minifliegen, die sich darauf befinden, entfernt werden. Der Blütenstaub gibt nochmal ein ganz besonderes Aroma. Er setzt sich auch in der Flasche später ab (und sieht evtl. ein bisschen komisch aus, weil er Schlieren zieht), aber der Sirup ist deshalb keineswegs verdorben!

Wenn man sauber arbeitet (sprich: alle verwendeten Utensilien gut sterilisiert worden sind), dann hält der Sirup ein bis zwei Jahre. Danach verliert er sein Aroma. Verwenden kann man ihn natürlich nicht nur im „Hugo“, sondern auch mit Mineralwasser aufgegossen. Ich verwende den Sirup auch gerne in Salatdressings, Desserts oder Müsli zum Süßen, das gibt nochmal eine schöne Holunderblütennote. Und als Mitbringsel ist er natürlich auch immer eine super Idee (da findet ihr noch mehr Anregungen unter der Kategorie Geschenke aus der Küche).

Zutaten für etwa 3 Liter Sirup:

  • 2 kg Zucker
  • 1,5 l Wasser
  • 25 g Zitronensäure
  • ca. 35-40 Holunderblütendolden
  • 2 Zitronen
  • 2 Orangen

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten (plus 5 Tage Wartezeit)

Zubereitung:

Wasser, Zucker und Zitronensäure aufkochen und dann lauwarm abkühlen lassen. Die Zitronen und Orangen abspülen und in Scheiben schneiden.

Die Holunderblüten knapp über der Blüte abschneiden und in den Sirup fallen lassen (dabei einfach so wenig Stiel wie möglich mit in den Sirup

Den Sirup 4-5 Tage im Kühlschrank ziehen lassen, dann durch ein Tuch passieren. Im Topf sprudelnd aufkochen lassen und in sterilisierte Flaschen abfüllen.

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Orangensirup

So langsam glaube ich, dass ich wieder hier „angekommen“ bin. Ich habe wieder viel mehr Spaß, in der Küche zu stehen (Schlechtwetter sei Dank) und ich kann mir wieder ein bisschen mehr Zeit nehmen, die Blogbeiträge zu schreiben. Ich hoffe, dieser Zustand hält ganz lange an.

Der Orangensirup ist mir eingefallen, weil ich vor kurzem ganz tolle Bioorangen gefunden habe – diesen wundervollen Geschmack wollte ich mir „für schlechte Zeiten“ ganz gerne konservieren. Und so kam es zu diesem Sirup. Eigentlich hätte ich noch eine Zitrone gebraucht – wenn man nur Orangensaft und -abrieb verwendet ist der Sirup nämlich ein bisschen arg süß. Zitrone war keine im Haus, aber von der letzten Holunderblütensirupaktion (was für ein Wort!) hatte ich noch ein bisschen Zitronensäure übrig – funktioniert auch!

Wenn man sauber arbeitet, hält der Sirup quasi ewig. Wofür ich ihn verwende, weiß ich noch nicht so genau, aber ich kann schonmal verraten, dass er mit sprudeligem Mineralwasser aufgegossen jeder gekauften Limo den Rang abläuft!

OrangensirupZutaten für ca. 600 ml Sirup:

  • 400 g Zucker
  • Abrieb von 2 Orangen
  • Saft von 3 Orangen
  • ca. 100 ml Wasser
  • 1/2 TL Zitronensäure (alternativ: Saft einer ausgepressten Zitrone)

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten

Zubereitung:
Alle Zutaten in einem Topf vermischen, gut umrühren und aufkochen lassen. Durch ein feines Sieb in eine sterile Flasche abfüllen und sofort verschließen.

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Pumpkin Spice Sirup

Wer in der Herbstzeit schonmal in den USA war, wird sicher des Öfteren an einem für diese Zeit typischen Getränk vorbeigekommen sein: der Pumpkin Spice Latte. Quasi ein Cappucino mit Kürbis und Gewürzen. Selbst die amerikanischen Kaffeeketten in Deutschland führen dieses Getränk aber leider (noch?) nicht, also muss man selbst Abhilfe schaffen.

Die Idee zu dem Rezept stammt übrigens von Miri (Miri’s Kitchen) und ist hier zu finden. Maja (moey’s kitchen) hat hier auch nochmal eine andere Variante vorgestellt.

Und weil der Sirup so schnell und einfach herzustellen ist (natürlich vorausgesetzt, man hat das Kürbispüree zu Hause), ist er auch ein sehr gutes spontanes Mitbringsel für Feiern und Einladungen.

Zutaten für ca. 500 ml Sirup:

  • 340 g Zucker
  • 350 ml Wasser
  • 1 Zimtstange
  • 1/2 Vanilleschote
  • 3 Gewürznelken
  • 3 Pimentkörner
  • 1 Kapsel Kardamom
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1/2 TL geriebene Muskatnuss
  • 1 TL gemahlener Ingwer
  • 1 Ecke Sternanis
  • 4 EL Kürbispüree

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten

Zubereitung:
Wasser und Zucker zusammen erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Vanilleschoten längs halbieren, auskratzen und zusammen mit den anderen Gewürzen und dem Kürbispüree hinzufügen. Den Sirup erwärmen (aber nicht kochen) und dann abkühlen lassen. Die Gewürze dürfen gerne ein paar Stunden ziehen, müssen aber nicht.

Durch ein Sieb abgießen und in ein sauberes Gefäß geben. Im Kühlschrank aufbewahrt hält er sich mehrere Tage (vielleicht auch Wochen).

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