Kokosmilchsuppe mit Süßkartoffeln und Reisnudeln [vegan]

Mittlerweile macht das Wetter so richtig Lust auf eine wärmende Suppe. Heute gibt es wieder eine Variante mit einem thailändischen Einschlag, da hatte ich euch ja zum Beispiel schon eine Tom Kha Gai – Kokosmilchsuppe mit Huhn und eine Tom Yum Goong – sauer-scharfe Suppe mit Garnelen vorgestellt. Dieses Mal gibt es eine vegane Variante mit Reisnudeln und Süßkartoffeln, die ebenfalls sehr lecker ist. Falls das für euch nicht wichtig ist, empfehle ich euch, statt der Sojasauce Fischsauce zu verwenden, das macht den Geschmack noch etwas authentischer.

 

Was mich besonders freut: auf dem Augsburger Stadtmarkt habe ich bei der Gemüsehändlerin meines Vertrauens Süßkartoffeln aus regionalem Anbau bekommen. Die werden ja sonst leider oft tausende Kilometer weit durch die Gegend geschippert, was mir in der Vergangenheit oft die Lust darauf vermiest hat. Aber so sind wir wieder Freunde geworden und ich mag Süßkartoffeln wirklich sehr gerne.

Zutaten für 4-6 Personen:

  • 800 ml Kokosmilch
  • 4 EL Sojasauce (wenn es nicht vegetarisch sein muss: Fischsauce)
  • 4 Kaffirlimettenblätter
  • 1 Stange Zitronengras, grob in Stücke geschnitten
  • 5 cm Ingwer, in Scheiben geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • je 1 gelbe und rote Paprika, grob gewürfelt
  • 1 große Süßkartoffel, grob gewürfelt
  • 2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • 100 g Reisnudeln
  • 1 EL Sriracha
  • 2 Stiele Thai-Basilikum
  • frischer Koriander

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Kochzeit: ca. 15 Minuten

Zubereitung:

Kokosmilch und Sojasauce/Fischsauce in einen großen Topf geben. Die Kaffirlimettenblätter von ihren harten Mittelstegen befreien, leicht andrücken (hierdurch werden die ätherischen Öle noch besser freigesetzt) und zusammen mit dem Zitronengras und dem Ingwer zur Kokosmilch geben. Alles zusammen aufkochen.

Schließlich die restlichen Zutaten (bis auf Thai-Basilikum und Koriander) dazugeben und etwa 10 Minuten köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind. Suppe abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen. Zum Schluss die frischen Kräuter noch in die Suppe geben oder darüberstreuen, aber nicht mehr kochen. Sofort servieren.

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Kartoffelsuppe mit Speck und Majoran

Heute ist das Wetter garstig und es wird wieder mal Zeit für eine leckere Suppe. Bei herbstähnlichen Temperaturen kann die Suppe auch gerne eintopfähnlich sein, wie ich finde, so ganz glatte Cremesuppen müssen nicht immer sein. Deshalb gibt es heute eine superleckere, stückige, nach Majoran schmeckende Kartoffelsuppe, wie ich sie ähnlich früher bei meiner Oma gegessen habe (und nicht so 100%ig gemocht habe, aber die Geschmäcker ändern sich ja glücklicherweise mit der Zeit).

 

Schön schnell geht es auch mit dem Vorbereiten und Kochen – in 30 Minuten habt ihr die wärmende Suppe auf dem Tisch stehen. Für Rezepte dieser Art habe ich übrigens eine eigene Kategorie, die findet ihr unter Schnelle Küche unter 30 Minuten.

Zutaten für 8 Personen:

  • 2 Zwiebeln, gewürfelt
  • 1 EL Öl
  • 300g geräucherter Schweinebauch, in Würfel geschnitten
  • 4-5 Karotten, längs geviertelt und in kleine Stücke geschnitten
  • 2 kg festkochende Kartoffeln, geschält und in 2 cm große Würfel geschnitten
  • 1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
  • ca. 1,5 Liter Gemüsebrühe oder Hühnerbrühe
  • 1-2 EL Majoran
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Kochzeit: 20 Minuten

Zubereitung:

Die Zwiebelwürfel in etwas Öl in einem großen Topf dünsten. Dann den geräucherten Schweinebauch dazugeben und mit anbraten. Als nächstes die Karottenwürfel kurz anbraten, die Kartoffeln dazugeben und alles mit Gemüsebrühe oder Hühnerbrühe bedecken.

Aufkochen lassen und nach ca. 5 Minuten die Lauchringe dazugeben. Die Suppe köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind, dann den Majoran einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer sie sämig haben möchte, nimmt beherzt einen Kartoffelstampfer zur Hand und stampft die Suppe zur gewünschten Konsistenz (bitte nicht pürieren! Dann wird sie nämlich schleimig).

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Winterlicher Stampf aus Karotten, Pastinaken, Kartoffeln und Sauerkraut

Dieses Rezept wollte ich euch schon lange mal vorstellen – ein richtiges Winteressen mit saisonalem Gemüse. Es ist unfassbar gesund und vitaminreich und fällt für mich auch unter die Kategorie „Comfort Food“, weil ich es gar so gerne esse.

Natürlich könnt ihr das verwendete Gemüse je nach Verfügbarkeit anpassen – ich habe den Stampf auch schon mit Sellerie oder Petersilienwurzel zubereitet. Und wer kein frisches Sauerkraut zur Hand hat (ich bin da recht verwöhnt durch den Augsburger Stadtmarkt, da kann man bei den Bauern den ganzen Winter über frisches, leckeres Sauerkraut kaufen), der kann natürlich auch Sauerkraut aus der Dose oder dem Beuteil verwenden – gar kein Problem!

Zutaten für 6 Personen:

  • 1 kg Pastinaken, geschält und grob gewürfelt
  • 1,5 kg Karotten, in grobe Stücke geschnitten
  • 1 kg Kartoffeln, mehlig, geschält und grob gewürfelt
  • 1 kg frisches Sauerkraut
  • 100 g Butter oder Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Muskat, frisch gerieben

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Kochzeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Das grob geschnittene Gemüse in einen Topf geben salzen, den Boden mit Wasser bedecken und aufkochen lassen. Ca. 20 Minuten kochen lassen, bis das Gemüse weich ist. Butter/Öl zugeben und mit dem Kartoffelstampfer auf die gewünschte Konsistenz zerdrücken, dazu immer wieder heißes Wasser oder Gemüsebrühe zugeben.

Schließlich das Sauerkraut (gut ausgedrückt) zugeben und nochmal gemeinsam erhitzen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

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Harira – marokkanische Suppe aus Tomaten, Kichererbsen und Lamm

Das Wetter draußen ist so kalt und ungemütlich, dass geradezu die perfekte Zeit angebrochen ist für wärmende Suppen und Eintöpfe (bei uns hat es heute zum ersten Mal geschneit!). Dagegen habe ich überhaupt nichts, schließlich kann man sich dann zu Hause einkuscheln, Tee trinken und sich eine schöne Suppe kochen. Eine meiner Lieblingssuppen ist diese marokkanische Harira (mein Mann hat Schwierigkeiten, sich den Begriff zu merken – im Zweifelsfall gibt es bei uns eben auch mal „Harakiri“-Suppe).

 

Im Originalzustand ist sie nicht scharf, sondern einfach „rund“, ein bisschen zimtig und sorgt für ein wohlig-warmes Gefühl. Allerdings kann man wunderbar mit ein bisschen Chili nachhelfen und noch ein bisschen Feuer zu der ganzen Sache geben. Ebenso kann man sie natürlich auch vegetarisch zubereiten – das Fleisch macht sich zwar echt gut, kann aber auch weggelassen werden.

Noch eine kleine Zusatzinformation: beim Würzen von Hülsenfrüchten wie Linsen oder Kichererbsen ist wichtig, dass erst zum Schluss Salz zugegeben wird, da sie sonst nicht weich werden.

Das Rezept stammt übrigens aus einem super Kochbuch – streng genommen ist es eher eine Kochzeitschrift – Australian Women’s Weekly „Soups“*. Diese Zeitschriftenreihe finde ich generell sehr empfehlenswert – schöne Fotos, keine Werbung und gelingsichere Rezepte.

 

Zutaten für 6 Personen als sättigendes Hauptgericht:

  • 100 g getrocknete Kichererbsen, über Nacht eingeweicht
  • 500 g Lammschulter oder Rinderbraten, gewürfelt
  • 1 große Haushaltszwiebel, grob gewürfelt
  • 2 TL Ingwer, gemahlen
  • 1 EL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 2 TL Koriander, gemahlen
  • (ggf. Chiliflocken, falls etwas Schärfe gewünscht ist)
  • 6 Safranfäden
  • 3 Selleriestangen, in kleine Stücke geschnitten
  • 1,2 kg Dosentomaten (stückig oder zerteilte Eiertomaten)
  • 2 Liter Wasser oder Gemüsebrühe
  • 100 g braune Linsen
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • frischer Koriander

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten (plus Einweichzeit)
Kochzeit: ca. 2,5 Stunden

Zubereitung:

Etwas Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebel darin weich dünsten. Die Gewürze hinzugeben und unter Rühren ca. 2 Minuten mit anbraten, bis sie zu duften beginnen, dann Lamm/Rind und Selleriestangen hinzugeben und kurz mit anbraten.

Nun kommen die Tomaten dazu und werden etwa 10 Minuten eingeköchelt, dann wird mit Wasser aufgegossen und die Kichererbsen eingerührt. Alles zum Kochen bringen und zugedeckt etwa 1 1/2 Stunden köcheln lassen, dabei gelegentlich umrühren.

Die Linsen zufügen und zugedeckt weitere 30 Minuten kochen lassen, bis die Linsen und Kichererbsen gerade weichgekocht sind. Mit Salz, Chili und Pfeffer abschmecken (wichtig! Salz erst am Schluss zugeben, sonst werden die Kichererbsen und Hülsenfrüchte nicht weich).

Vor dem Servieren etwas gehackten Koriander in die Suppe rühren und anrichten.

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Kabeljau á l’Orange

Kaum zu glauben, dass ich dieses Rezept – einer meiner All-Time-Favorites – noch nie hier vorgestellt habe. Dieses Versäumnis muss ich umgehend bereinigen und euch ein weiteres Gericht vorstellen, dass auch im Berufsalltag problemlos seinen Platz findet.

 

Das ist fantastische, schnelle und gesunde Feierabendküche, die noch dazu hervorragend schmeckt. Die Orange gibt der Tomatensauce ein tolles Aroma und die Kapern sind (für mich) das gewisse Etwas. Wer sie nicht mag, kann sie gerne weglassen, aber für mich gehören sie einfach dazu. Der Gatte hat mittlerweile auch Gefallen am Kabeljau á l’Orange gefunden – bei unserem ersten gemeinsamen Versuch hatte ich ein Stück Fisch erwischt, das trocken und zäh war. Umso schöner ist es, dass es eine zweite Chance gab und das Gericht nun einen festen Platz in unserem „Stamm-Repertoire“ gefunden hat.
Achtet bei dem Fisch unbedingt auf eine gute Qualität, das zahlt sich bei Geschmack und Konsistenz auf alle Fälle aus.

 

Zutaten für 4 Personen:

  • ca. 600 g Kabeljaufilet, grätenfrei
  • 1 große Zwiebel, fein gewürfelt
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 Zehen Knoblauch, fein gehackt
  • 3 Dosen stückige Tomaten oder geschälte Eiertomaten
  • 2 Orangen
  • 1 Glas Kapern in Salzlake
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: 10 Minuten
Kochzeit: 25 Minuten

Zubereitung:

Die Zwiebel bei mittlerer Hitze in Olivenöl leicht bräunen, dann den Knoblauch dazugeben, kurz anschwitzen und mit den Tomaten aufgießen, salzen und pfeffern (Vorsicht mit dem Salz, wenn ihr Kapern verwendet). 5-10 Minuten einköcheln lassen, dann die Orangen filetieren und die Filets in die Tomatensauce geben. Anschließend Kapern und Fisch zugeben und gar ziehen lassen.

Während der Zubereitung kann parallel Reis gekocht werden (ich mag gerne Basmati- oder Jasminreis dazu), alternativ passt auch Weißbrot oder Kartoffeln als Beilage.

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Rauchiges Chili mit Linsen, Bohnen und Quinoa (vegetarisch/vegan)

Chili vegetarisch

 

Schon wieder stelle ich euch ein neues, wundervolles Rezept aus dem wundervollen Kochbuch „A Modern Way to Eat“ von Anna Jones vor – letzte Woche gab es ja schon die Tomatensuppe mit Süßkartoffeln und Bohnen. Wir bleiben gerade ein bisschen beim Thema Hülsenfrüchte, denn auch dieses Chili strotzt nur so vor gesunden Eiweißquellen. Mit Puy-Linsen, Bohnen und Quinoa dürfte es auch wirklich in die Kategorie „gesunde Küche“ fallen – geschmacklich überzeugt es vollkommen.

Sogar die „Fleischpflanze“ im Haushalt war vollkommen begeistert von diesem Chili. Bei meinem letzten USA-Aufenthalt hatte ich mich mit diversen Chilisorten eingedeckt, so dass ich für dieses Gericht tatsächlich die vorgesehenen Chipotle-Chilis verwenden konnte. Diese Sorte gibt eine aromatisch-rauchige Note, die sich ganz hervorragend in die übrigen Geschmacksrichtungen schmiegt. Wer jedoch „nur“ normales Chilipulver da hat, kann eventuell mit etwas Rauchsalz oder geräuchertem Paprikapulver nachhelfen.

Wir haben das Chili mit einem guten Klecks saurer Sahne gegessen und dann das Chiliöl darübergeträufelt (das gibt nochmal ordentlich Feuer!). Wer allerdings vegan bleiben möchte, kann das natürlich weglassen.

Ich merke schon – ich gerade ins Schwärmen. Das Kochbuch ist so toll! Ich muss mich jetzt wirklich mal an die Rezension setzen, damit ich euch meine Begeisterung vielleicht noch ein bisschen näher bringen kann…

Chili vegetarisch II

 

Zutaten für ca. 6-7 hungrige Esser oder 8-10 als Beilage:

  • Olivenöl zum Anbraten
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 daumengroßes Stück Ingwer, fein, gewürfelt
  • 1 rote oder grüne Chili, fein gehackt
  • 1 EL Chipotle-Chilipulver
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 EL Chipotle-Chilipaste
  • 3 Dosen stückige Tomaten (á 400g)
  • 300g Puy-Linsen
  • 100g Bulgur
  • 100g Quinoa
  • 400g gekochte Bohnen
  • 1-2 Liter Gemüsebrüne
  • 1 gehäufter EL Kakaopulver
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

zum Servieren:

  • 6 EL Olivenöl
  • 1-2 grüne Chilis
  • 1 kleines Bund Thymian
  • Naturjoghurt oder saure Sahne (optional)

als Beilage:

  • Tortillas aus Weizen- oder Maismehl
  • Reis
  • Chapatis

Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten

Zubereitung:

In einem großen Topf einen guten Schuss Olivenöl erhitzen und Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten anbraten. Dann Chilipulver und Kreuzkümmel dazugeben und ein paar Minuten mitbraten.

Alle anderen Zutaten für das Chili nach und nach unter Rühren dazugeben. Erstmal einen Liter Gemüsebrühe angießen und den zweiten Liter aufheben und nachgießen, wenn die Bestandteile des Chilis anfangen zu quellen.

Das Chili etwa 30 bis 40 Minuten köcheln lassen.

Inwischen das Thymian-Chiliöl zubereiten. Dazu Olivenöl, Chilis und Thymian mit Salz und Pfeffer im Blitzhacker zerkleinern.

Chili mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Servieren in Schüsseln verteilen. Nach Belieben einen Klecks Joghurt oder Saure Sahne auf das Chili geben und etwas Chiliöl darüberträufeln.

Chili vegetarisch I

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Tomatensuppe mit Süßkartoffeln und Bohnen

Tomatensuppe II (1)

Das Wetter draußen ruft immer noch nach wärmenden Eintopfgerichten und Suppen. Vor kurzem hatte mich noch eine fiese Grippe in den Fängen, da kam mir dieses Rezept ganz recht, da es hauptsächlich Zutaten beinhaltete, die ich schon zu Hause hatte.

Durch die diversen Gewürze bekommt die Suppe einen wundervoll komplexen Geschmack, der am nächsten Tag fast noch ein bisschen besser zur Geltung kommt. Die Basis lässt sich dann mit verschiedenen „Dreingaben“ komplettieren – wer mag, gibt ein pochiertes Ei darauf und/oder etwas kleingeschnittene Avocado, gezupfte Korianderblättchen oder (Ziegen)frischkäse machen sich ebenfalls gut. Und obendrein ist sie noch relativ schnell zubereitet, dementsprechend auch für schnelle Feierabendküche geeignet.

Das Rezept stammt ursprünglich aus dem wundervollen Buch „A Modern Way to Eat“ von Anna Jones*, das ich hier demnächst auch noch rezensieren werde, ich habe es nur ein kleines bisschen angepasst. Das Kochbuch ist so wunderschön und praktisch gestaltet, dass ich daran im Buchladen einfach nicht vorbeigehen konnte. Und es ist auf Apfelpapier gedruckt! Vorab schonmal eine Empfehlung dafür :-).Tomatensuppe I (1)

Zutaten für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 Personen als wärmende Vorspeise:

  • 1 mittlere Süßkartoffel, geschält und in kleine Stücke geschnitten
  • 250 g Cherrytomaten, halbiert
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 1 Dose (400g) stückige Tomaten
  • 1 Dose (400g) Bohnen (Kidney, schwarz oder weiß), abgetropft
  • 1 TL geräuchertes süßes Paprikapulver (Pimentón de la Vera dulce)
  • 1 TL Koriander, gemahlen
  • 1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

zusätzlich (optional und wahlweise):

  • 1 Avocado, in Streifen geschnitten
  • einige Eier zum Pochieren
  • etwas frischer Koriander oder Frühlingszwiebel, in feine Ringe geschnitten.
  • Frischkäse oder Ziegenfrischkäse

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Süßkartoffelstücke und Cherrytomaten auf je eine Hälfte eines Backblechs ausbreiten, mit Salz und Pfeffer würzen und mit Olivenöl beträufeln, dann im Ofen für ca. 20 bis 25 Minuten rösten.

Einen großen Topf mit etwas Öl erhitzen, dann die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch darin leicht anbraten. Die gemahlenen Gewürze dazugeben und einige Minuten mitbraten, bis alles zu duften beginnt. Die stückigen Tomaten dazugießen und etwa 5 Minuten köcheln lassen.

Die Brühe angießen, aufkochen lassen und etwas köcheln lassen, nach Belieben kann sie zu diesem Zeitpunkt auch püriert werden. Anschließend die Bohnen zugeben.

Nun sollten auch die Süßkartoffeln und Tomaten fertig sein. Das Backblech aus dem Ofen nehmen, die Süßkartoffeln in die Suppe geben und die Tomaten beiseite stellen. Alles nochmal ein paar Minuten leicht köcheln lassen.

Wer möchte, kann nun die pochierten Eier zubereiten (ein bis zwei Stück pro Portion), die dann beim Anrichten auf die Suppe gesetzt werden.

Schließlich wird die Suppe in Schüsseln geschöpft. Die Cherrytomaten, sowie eventuelle andere Zugaben (Koriander, Frischkäse etc.) über der Suppe verteilen, als Abschluss das pochierte Ei darauf setzen.

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Linsen orientalisch mit grüner Chili und Pfirsich

Hier kommt eins meiner Lieblingsgerichte aus einem meiner Lieblingskochbücher – Veggiestan. Sally Butcher hat glücklicherweise danach auch wieder ein weiteres Kochbuch herausgebracht, das auch ganz sensationelle Gerichte beinhaltet.

Jedenfalls – dieser leckere Linseneintopf ist etwas ganz besonderes. Er verknüft alle Komponenten, die ein leckeres Essen braucht: die Säure kommt durch Berberitzen bzw. Cranberries (ich habe schon beide Varianten probiert und es schmeckt beides sehr lecker), Süße durch Paprika und ein bisschen braunen Zucker, dann natürlich Salz und um das Ganze abzurunden. Bitterstoffe durch Kurkuma, Zimt und Muskatnuss. Ein bisschen Schärfe durch grüne Chilischoten und das Gericht ist perfekt. Wer es nicht so scharf mag, der sollte bei den Chilis ein bisschen vorsichtig sein, für mich ist es jedes Mal eine Überraschung, ob sie nun höllenscharf sind oder eher mild.

Die verwendeten Puy-Linsen zeichnen sich dadurch aus, dass sie beim Kochen recht bissfest bleiben, was natürlich ganz angenehm ist. Wichtig ist hier (wie bei allen anderen Gerichten mit Hülsenfrüchten): erst am Ende der Garzeit salzen, sonst funktioniert das alles nicht, dann werden die Linsen niemals weich.

Linsen mit Chili und PfirsichZutaten für 4 Personen als Hauptgericht:

  • 75 g getrocknete Berberitzen, Rote Johannisbeeren oder Cranberries
  • 1 große Zwiebel, gehackt
  • 1 rote Paprikaschote, gewürfelt
  • 100 g Butter zum Braten
  • 2-3 grüne Chilischoten (wer es nicht so gerne scharf mag, nimmt am besten erstmal nur eine)
  • 1 cm Ingwer, geschält und fein gewürfelt
  • 1 TL Kurkuma, gemahlen
  • ¼ TL geriebene Muskatnuss
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 2 TL Tomatenmark
  • 250 g Puy-Linsen
  • ca. 500 ml Wasser
  • 50 ml Weißwein
  • Saft von 1 Limette
  • 1 EL brauner Zucker
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 4-5 reife Pfirsiche

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten

Zubereitung:

Die Berberitzen etwa 10 Minuten in lauwarmem Wasser einweichen (Cranberries müssen nicht eingeweicht werden).

Zwiebel und Paprika in der Hälfte der Butter anbraten. Sobald das Gemüse weich wird, Chili, Ingwer und die Gewürze zugeben, anschließend das Tomatenmark und die Linsen hinzufügen und gut durchrühren.

Wasser und Wein angießen, zum Kochen bringen und alles etwa 35 Minuten köcheln lassen. Die Linsen sollten gar, aber nicht verkocht sein. Falls zu wenig Wasser im Topf ist, während dem Kochen weiteres Wasser nachgießen. Dann Limettensaft und Zucker unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Währende die Linsen vor sich hin köcheln, kann man schonmal die Pfirsiche waschen, in Spalten schneiden und die Berberitzen abgießen (falls nicht schon geschehen). In einer Pfanne die restliche Butter zerlassen und die Pfirsiche und Berberitzen etwa 2 Minuten braten (oder bis der Pfirsichsaft leicht karamellisiert).

Zum Schluss die gebratenen Pfirsiche vorsichtig unter die Linsen heben und mit Reis oder Fladenbrot servieren.

Linsen Pfirsich

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Eintopf aus grünem und weißem Spargel mit Huhn und Kartoffeln

Bei den aktuellen Außentemperaturen kann man schonmal ein Eintopfgericht servieren, dachte ich mir. Nachdem ich zur Zeit wirklich kiloweise Spargel im Kühlschrank habe, braucht es ein paar verschiedene Ideen – ich esse zwar sehr, sehr gerne Spargelsalat, aber mehrmals pro Woche ist das auch nicht so spannend.

Von der letzten Hühnerfond-Einkochaktion hatte ich noch ein bisschen Hühnerfleisch im Gefrierschrank, das habe ich für den Eintopf mitverwendet. Im Prinzip erhält man dadurch eine Art Frikassee, man kann aber das Fleisch auch weglassen und den Hühnerfond durch Spargel- oder Gemüsefond ersetzen.

SpargeleintopfZutaten für 4-6 Personen als Hauptgericht:

  • 500 g weißer Spargel
  • 500 g grüner Spargel
  • 1 EL Salz
  • 1,5 EL Zucker
  • 500 g Kartoffeln, festkochend
  • 700 ml Hühner- oder Spargelfond
  • 2 EL Butter
  • 3 EL Mehl
  • gekochtes Hühnerfleisch oder zwei Hühnerbrüste
  • Stärke zum Abbinden
  • ein Schuss Sahne
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten

Zubereitung:
Den weißen Spargel schälen und kurz abwaschen. Beide Spargelsorten von ihren holzigen Enden befreien und in ca. 1,5 lange Stücke schneiden, die Spitzen dabei stehen lassen.

In einem großen Topf reichlich Wasser mit 1 EL Salz und dem Zucker zum Kochen bringen. Die Spargelstücke und -spitzen darin knapp unter dem Siedepunkt ca. 10 Minuten ziehen lassen, so dass die Stücke noch schön bissfest sind. Die Spargelspitzen 3 Minuten nach den übrigen Stücken in den Sud geben.

Den Fond abgießen (und aufheben! Er lässt sich hervorragend weiterverwenden) und die Spargelstücke beiseite stellen.

In einem großen Topf die Butter zerlassen und mit dem Mehl eine Mehlschwitze herstellen. Mit dem Hühnerfond aufgießen und ca. 300 ml von dem Kochwasser der Spargelstücke dazugeben. Aufkochen lassen. Währenddessen die Kartoffeln schälen und in gleich große Würfel schneiden. Die Kartoffeln in die Flüssigkeit geben und etwa 15-20 Minuten gar kochen. Die Spargelstücke und das gekochte Hühnerfleisch dazugeben (wer kein gekochtes Hühnerfleisch hat, die Hühnerbrüste würfeln und ca. 5 Minuten vor Ende der Garzeit in den Eintopf geben), mit Salz und Pfeffer abschmecken und ggf. mit Speisestärke abbinden. Zum Schluss noch einen Schuss Sahne unterrühren.

Spargeleintopf II

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Graupenrisotto mit Tomate und mariniertem Feta

Dieses Gericht hat es in Nullkommanix auf unsere persönliche Favoritenliste geschafft – eine ganz fantastische Geschmackskombination ist das. Das „Risotto“ aus Graupen ist gleichzeitig würzig und mild, hat durch das geräucherte Paprikapulver eine leicht rauchige Note – um es kurz zu machen: es schmeckt herrlich! Und obendrein ist es auch noch in recht erträglicher Zeit herzustellen, die meiste Zeit muss es dann nur noch vor sich hinköcheln und man kann sich in dieser Zeit anderen Dingen widmen. So hab ich’s gerne.

Wegen der Kümmel-Feta-Kombination war ich zunächst ein bisschen skeptisch, aber Herr Ottolenghi hat sich auch da nicht geirrt – das passt ganz hervorragend zu dem Graupenrisotto und schmeckt richtig lecker.

Rezept angelehnt an Yotam Ottolenghi aus Jerusalem: Das Kochbuch.

Graupenrisotto IIZutaten für 4 Personen:

  • 200 g Perlgraupen
  • 1-2 EL Butter
  • 3 EL Olivenöl
  • 2 Selleriestangen, in kleine Würfel geschnitten
  • 2 kleine oder 1 große Schalotte, fein gewürfelt
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 4 Thymianzweige
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • 1 Lorbeerblatt
  • 4 Streifen Zitronenschale
  • 1/4 TL Chiliflocken
  • 1 Flasche Passata (ca. 700 g)
  • 700 ml Gemüsefond
  • 200 g Feta, grob in Stücke gebrochen
  • 1 geh. TL Kümmelsaat, ganz

Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten

Zubereitung:

Die Perlgraupen unter fließendem Wasser gut abspülen und in einem Sieb abtropfen lassen.

In einer großen Pfanne die Butter zusammen mit 2 EL Olivenöl schmelzen lassen und Sellerie, Schalotten und Knoblauch darin etwa 5 Minuten anschwitzen. Dann die Graupen, Thymian, Paprika, Lorbeerblatt, Zitronenschale, Chiliflocken, Passata, Gemüsefond und 1/2 TL Salz dazugeben und gut umrühren, damit sich die Zutaten verbinden. Alles gemeinsam aufkochen und dann bei geringer Hitze 45 Minuten köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren, damit sich das Risotto nicht am Pfannenboden ansetzt. Wenn das Risotto fertig ist, sollten die Graupen weich und die meiste Flüssigkeit absorbiert sein.

In der Zwischenzeit die Kümmelsaat in einer kleinen Pfanne ohne Fett anrösten. Dann leicht anmörsern, so dass aber noch einige ganze Samen übrig bleiben. Zusammen mit 2 EL Olivenöl zu den Fetastücken geben und umrühren. Bei Zimmertemperatur marinieren lassen.

Das Risotto abschmecken und zusammen mit dem marinierten Feta anrichten.

Graupenrisotto

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