Steinpilz-Frischkäsedip

Ich hoffe, ihr habt noch nicht genug von den Pilz- und Kürbisrezepten, da sprudelt es zur Zeit nämlich nur so heraus aus mir. Nachdem das letzte Rezept mit Kürbis war, kommt nun wieder eines mit Pilzen, genauergesagt mit Steinpilzen.

 

Pilze kann man ja für viele verschiedene Speisen verwenden, aber meistens landen sie ja doch in einer Sauce. Dieses Mal wollte ich aber einen Dip daraus machen, der geeignet ist, erst am nächsten Tag gegessen zu werden oder sich auch als Mitbringsel eignet. Das Rezept für die Knoblauchzehen stelle ich euch auch noch bald vor!

Zutaten für mehrere Personen als Vorspeise:

  • 200 g Steinpilze
  • 2 Schalotten
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 confierte Knoblauchzehe (oder eine halbe unconfierte), sehr fein zerdrückt
  • 1 Schuss Noilly Prat
  • 1 Schuss Mirin (japanischer Kochwein, optional)
  • 1 TL Shiro Miso
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 EL Steinpilzpulver (optional)
  • 350 g Frischkäse
  • Abrieb einer viertel Bio-Zitrone

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Zubereitung:

Die Steinpilze und Schalotten sehr fein würfeln. In einer mittleren Pfanne Öl und Butter erhitzen und erst die Schalotten, dann die Steinpilze und den Knoblauch anbraten. Wenn keine Flüssigkeit mehr austritt, mit Noilly Prat und Mirin ablöschen und die Misopaste einrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen und abkühlen lassen.

In einer Schüssel Steinpilzpulver, Frischkäse und Zitronenabrieb verrühren und die abgekühlten Pilze untermischen. Im Kühlschrank noch bis zum Servieren durchziehen lassen.

Print Friendly, PDF & Email

Grüner Kritharaki-Nudelsalat mit Pistazienpesto, Zucchini und Oliven

Die Zeit der Beilagen zum Grillen ist ja nun leider vorbei (außer für die Hartgesottenen, die auch im Herbst und Winter am Grill stehen), aber ein Nudelsalat passt ja auch außerhalb der klassischen Grillsaison, oder? Diesen hier habe ich mal wieder bei Sally Butcher in ihrem tollen Buch Salmagundi entdeckt, wo ich schon oft Salate mit einem gewissen Etwas gefunden habe.

 

Die Nudeln sind zwar schwer auszusprechen – zumindest bis man sich das Wort kritharaki gemerkt hat, aber der Salat ist einfach zuzubereiten. Er besteht halt aus ein paar mehr Komponenten als der einfache und immer noch beste Nudelsalat der Welt. Aber durch die vielen Kräuter, die Zucchini und die Frühlingszwiebeln schmeckt er so unglaublich frisch und knackig. Knoblauch ist auch ein bisschen drin, den würde ich reduzieren, falls ihr den Salat mit ins Büro nehmen wollt. Aber auch dafür ist er sehr dankbar: er hält lange frisch und kann auch problemlos noch ein paar Tage gegessen werden, falls etwas übrigbleiben sollte.

Zutaten für viele Personen (mindestens 8 schätze ich):

  • 300 g Kritharaki (reisförmige kleine Nudeln)
  • 100 g Pistazien
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 1 Bund Basilikum
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Bund frischer Koriander
  • 2-3 EL Zitronensaft
  • 100 ml Olivenöl
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Bund Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 1-2 kleine grüne Zucchini, in kleine Würfel geschnitten
  • 150 g grüne Oliven ohne Stein, in Scheiben geschnitten

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:

Die Kritharaki-Nudeln in reichlich Salzwasser bissfest garen, dann abgießen und abkühlen lassen.

Währenddessen die Pistazien und Knoblauchzehen in ein hohes Gefäß füllen, die Kräuter grob gehackt dazugeben, ebenfalls den Zitronensaft und das Olivenöl. Mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Pürierstab pürieren. Mit Salz und Zitronensaft abschmecken.

Die Nudeln in einer großen Schüssel mit dem Pesto vermischen, dann nach und nach Frühlingszwiebeln, Zucchini und Oliven dazugeben und vorsichtig unterheben.

Print Friendly, PDF & Email

Sesam-Pilze mit Sojasauce

Herbstzeit ist Pilzzeit und neben dem dann verfügbaren Kürbis versüßt mir das den Abschied vom Sommer ein bisschen. Der Klassiker bei Pilzen ist natürlich eine Rahmsauce, die es dann zu Semmelknödeln gibt. Aber ich bin auch immer auf der Suche nach Alternativen, die (für uns) klassische Zubereitung soll ja schließlich nicht öde werden. Daher habe ich mich für diese Sesam-Pilze enschieden, die mit Sojasauce verfeinert werden.

Ich habe Kräuterseitlinge und braune Champignons verwendet, ihr könnt da aber natürlich auch jeden anderen bratbaren Pilz nehmen. Da die Würzung nicht so intensiv ist, geht das eigentliche Aroma der Pilze auch nicht verloren.

Zutaten für 2-4 Personen als Beilage:

  • 2 EL neutrales Öl
  • 250 g Pilze, in Scheiben geschnitten (ich habe eine Mischung aus Kräuterseitlingen und braunen Champignons verwendet)
  • 1 EL Sojasauce
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 TL Sesamöl
  • 1 TL geröstete Sesamsamen

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten

Zubereitung:

Öl in einer Pfanne erhitzen, die Pilze dazugeben und bei mittlerer Hitze 1-2 Minuten braten. Dann Sojasauce und Knoblauch dazugeben und eine weitere Minute braten.

Das Sesamöl dazugeben und unter Rühren weiterbraten.

In eine Schüssel geben und mit den gerösteten Sesamsamen bestreuen.

Print Friendly, PDF & Email

Zucchini-Tomaten-Minzsalat

Braucht ihr noch einen knackigen, sommerlichen Salat als Beilage zum Grillen fürs Wochenende? Dann habe ich heute das richtige für euch: einen Salat aus frisch gehobelter Zucchini, Tomaten, viel Knoblauch, Minze und Koriander. Ich sage euch – eine tolle Kombination!

 

Nicht nur geschmacklich ist der Salat toll, vor allem wenn der Knoblauch schön durchgezogen ist und sich die Aromen miteinander verbunden haben, auch optisch ist er ein Hingucker. Wer keinen Koriander mag, kann ihn einfach weglassen oder ggf. noch durch Petersilie ersetzen, aber auch „nur“ mit Minze schmeckt der Salat toll.

Wenn ihr mehr Tipps fürs Grillen braucht, findet ihr unter der Kategorie „Grillrezepte“ alles, was ihr braucht.

Zutaten für 6 Personen als Beilage:

  • 750 g Zucchini, gelb und grün gemischt (vorzugsweise kleine)
  • 1 TL getrocknete Minze
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL grob gemahlener schwarzer Pfeffer
  • ca. 100 ml Olivenöl
  • Saft von 2 Zitronen
  • 2 große oder 4 kleine Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 75 g Cranberries
  • 4 große oder 8-12 kleine feste Tomaten, in dünne Scheiben geschnitten
  • 75 g Pinienkerne
  • 1/2 Bund Minze, abgezupft und grob gehackt
  • 1/2 Bund frischer Koriander, gezupft

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten plus ein paar Stunden Zeit zum Marinieren

Zubereitung:

Die Zucchini waschen und längs fein hobeln (am besten mit einer Mandoline). In einer großen Schüssel mit Knoblauch, getrockneter Minze, Salz und Pfeffer vermischen. Dann Olivenöl und Zitronensaft mit untermengen. Abgedeckt im Kühlschrank einige Stunden oder über Nacht ziehen lassen, dabei immer mal wieder vorsichtig durchmischen.

Vor dem Servieren die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten und zusammen mit den Tomaten und Cranberries zum Zucchinisalat geben und unterheben. Zum Schluss frische Minze und Koriander darüberstreuen und servieren.

Print Friendly, PDF & Email

Ein perfektes Essen für heiße Tage – Prosciutto, Mozzarella, Nektarine

Eine liebe Freundin von mir (von der ich sehr hoffe, dass sie irgendwann hier mal einen Gastbeitrag schreibt) hat mir dieses Rezept verraten, das ich nun schon mehrfach zubereitet habe. Es ist un-glaub-lich gut. Ich übertreibe nicht. Gerade wenn es heiß ist und man eigentlich gar nicht Lust hat, irgendetwas zu essen, ist das einfach perfekt. Noch dazu ist es schnellstens zubereitet und sieht einfach super aus! Ein Name für dieses Gericht wollte uns aber leider nicht einfallen.

 

Ihr seid natürlich wie immer flexibel in den Komponenten. Statt Serranoschinken kann man natürlich auch Parmaschinken oder einen anderen luftgetrockneten Schinken verwenden, er sollte am besten nicht oder nur leicht geräuchert sein, damit er geschmacklich nicht alles andere übertüncht. Was das Obst angeht, habe ich schon Mango und Nektarine ausprobiert, ich kann mir aber z.B. auch eine reife Ananas, Pfirsiche oder Aprikosen vorstellen.

Als „Beiwerk“ zum Grillen passt so eine Platte natürlich ganz hervorragend oder auch als leichtes Mittag- oder Abendessen, wenn es viel zu heiß für etwas anderes ist.
Lasst es euch schmecken in diesem heißen Sommer!

Zutaten für 4 Personen als Beilage zum Grillen:

  • 1 Büffelmozzarella guter Qualität
  • 100 g Serranoschinken
  • 1 reife Mango oder 2 reife Nektarinen
  • 1 Bio-Limette
  • 1-2 TL Chiliflocken
  • ein paar Blättchen frischer Basilikum
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • einige EL gutes Olivenöl

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten

Zubereitung:

Die Mango schälen und das Fruchtfleisch in feine Scheiben schneiden. Auf einer großen Platte anrichten, den Serranoschinken zerpflücken und darüber drapieren. Mozzarella mit den Händen zerteilen und ebenfalls lose auf der Platte verteilen.

Limettenabrieb von der ganzen Limette über den Mozzarella streuen, eine halbe Limette darüber auspressen. Mit ein paar EL Olivenöl übergießen und mit Chiliflocken, Salz und Pfeffer würzen.

Falls nicht sofort serviert wird, die angerichtete Platte im Kühlschrank aufbewahren.

Print Friendly, PDF & Email

Burrata – Tomate mit Mozzarella ganz anders

Die japanische Serie muss ich kurz unterbrechen, da das Wetter jetzt anhaltend schön ist und an allen Ecken und Enden gegrillt wird. Heute also: die perfekte Beilage zum Grillen, Burrata mit Tomaten.

 

Dass Gutes so einfach sein kann, habt ihr wahrscheinlich schon häufiger erlebt. Mein Paraderezept dafür ist Spaghetti AOP, das ich immer und immer wieder essen kann, ohne dass es langweilig wird. Ganz wenige Zutaten von guter Qualität und schon hat man ein außergewöhnliches Gericht geschaffen. So ähnlich ist das hier auch, auch wenn hier nicht gekocht, sondern nur angerichtet wird. Aber ich möchte euch Burrata einmal näher bringen, weil ich immer mal wieder auf Unkenntnis treffe, wenn ich davon vorschwärme.

 

Burrata ist eine Art Mozzarella, allerdings ist sie innen ganz cremig, so dass sie nicht in Scheiben geschnitten wird, sondern am besten mit den Fingern oder einer Gabel zerteilt und dann mit gerösteten Brotscheiben gedippt wird. Ein besseres Abendessen an einem warmen Sommerabend gibt es nicht.

Wo kann man Burrata kaufen? Ich kaufe ja viel auf dem Augsburger Stadtmarkt ein, dort gibt es mindestens drei Stände, wo man gute Burrata bekommen kann. Ein gut sortierter italienischer Feinkostladen könnte erfolgversprechend sein, ebenso habe ich bei einigen Supermärkten schon Burrata gesehen.

Zutaten für 4 Personen als kleine Beilage zum Grillen oder für 2 Personen als leichtes Mittagessen:

  • eine möglichst frische Burrata
  • 2 Handvoll kleine Tomaten bester Qualität
  • etwas Basilikum
  • sehr gutes Olivenöl (darf gerne kräftig sein)
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 5 Minuten

Zubereitung:

Die Burrata abspülen und auf einen großen Teller oder eine Platte legen. Mit einer Gabel etwas zerpflücken.

Tomaten waschen, ggf. halbieren oder vierteln und um die Burrata anrichten. Kräftig mit Olivenöl übergießen, dann mit Salz und etwas Pfeffer würzen. Zum Schluss noch etwas Basilikum darüberzupfen.

Mit geröstetem Weißbrot servieren.

Print Friendly, PDF & Email

Zitronige Lauch-Fleischbällchen

Vor kurzem habe ich mal wieder mein absolutes Lieblings-Kochbuch ausgegraben – Jerusalem von Yotam Ottolenghi*. Und tatsächlich gibt es noch ein paar Rezepte, die ich noch nicht ausprobiert hatte. Als ich den Salat mit Kichererbsen zubereitet habe, kam mir das Rezept für die Zitronen Lauch-Fleischbällchen gerade recht, ich vermutete, dass sich die zwei Gerichte gut ergänzen.

 

Und recht hatte ich. Die Fleischbällchen sind so super zitronig und frisch, dass es eine wahre Freude ist. Durch die verhältnismäßig große Menge an Lauch sind sie ultra zart. Sie schmecken kalt, warm und heiß, als Vorspeise oder mit etwas gekochtem Reis auch als Hauptgericht. Ich kann mir auch gut vorstellen, sie zusammen mit dem Salat in ein Dönerbrot zu stecken.

 

Zutaten für 4-8 Personen als Vorspeise:

  • 800 g Lauch
  • 250 Rinderhackfleisch
  • 90 g Semmelbrösel
  • 2 Eier, Größe M
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 200 – 300 ml Hühnerbrühe
  • 80 ml Zitronensaft, frisch gepresst
  • etwas griechischer Joghurt
  • 1 EL Petersilie, fein geschnitten
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitungszeit: ca. 1,5 Stunden (inklusive Kühlzeit von 30 Minuten)

Zubereitung:

Den Lauch putzen, in ca. 2 cm große Stücke schneiden und etwa 20 Minuten dämpfen, bis er weich und süß ist. Abkühlen lassen und mit einem sauberen Küchentuch die Flüssigkeit aus dem Lauch drücken. Dann fein hacken und in eine Rührschüssel geben.

Hackfleisch, Semmelbrösel, Eier und einen gehäuften TL Salz und 1 TL schwarzen Pfeffer zum Lauch geben und gut verkneten. Dann Bällchen oder kleine Fladen daraus formen und abgedeckt im Kühlschrank ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Anschließend die Bällchen portionsweise in Öl in einer Pfanne anbraten. Dann genug Brühe angießen, dass sie fast bedeckt sind, schließlich Zitronensaft und 1/2 TL Salz dazugeben. Zum Kochen bringen und etwa 30-40 Minuten köcheln lassen. Zum Ende den Deckel abnehmen und die Flüssigkeit einkochen lassen.

Abkühlen lassen und zimmerwarm oder warm servieren. Nach Belieben einen Klecks Joghurt und etwas gehackte Petersilie über die Lauchbällchen geben.

 

*Amazon.de Affiliate-Link

Print Friendly, PDF & Email

Skrei mit Basilikum-Koriander-Misopaste in Lauch

Vor ein paar Monaten haben wir in Bangkok bei Gaggan einen sensationellen Fisch gegessen. Ich kann es nicht mehr wiedergeben, nach was er geschmeckt hat, aber seither liegt mir mein Mann in den Ohren, dass wir sowas ähnliches mal nachmachen sollten.

 

Was für eine sensationelle Idee das war, es ist so ein feines, edles und wohlschmeckendes Gericht geworden. Im Original wurde es in einem glimmenden Bananenblatt serviert, wir haben uns hier aber für die weniger spektakuläre Variante mit gedämpften Lauchblättern entschieden. Und diese Paste! Ein Traum! Wichtig ist, nicht überzudosieren, sonst geht der zarte Geschmack des Winterkabeljaus unter und das wäre schade.

 

Zutaten für 2 Personen als leichtes Hauptgericht oder für 4-6 Personen als Häppchenvorspeise:

  • 300 g Skreifilet oder anderer weißfleischiger Fisch
  • 1 große Stange Lauch
  • etwas neutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl)
  • ein guter Schuss Noilly Prat oder Weißwein

Für die Paste:

  • 1 EL Shiromiso
  • 1 Hand voll Basilikum
  • 1 kleine Hand voll frischer Koriander
  • 1 Doppelblatt Kaffirlimette, Stängel entfernt und fein gehackt
  • 1/2 TL Srirachasauce (scharfe thailändische Chilsauce)
  • 2 EL Fischsauce

Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten

Zubereitung:

Die Lauchstange halbieren und ca. 10 Minuten dämpfen (oder mit wenig Wasser in einen Topf geben und dünsten, bis die Blätter weich werden). Dann die Blätter vereinzeln und falls nötig nochmal abwaschen. Mit einem Küchentuch trockentupfen.

Für die Paste alle Zutaten in ein hohes Gefäß geben und geschmeidig pürieren.

Den Fisch in gleichmäßige Stücke schneiden, die etwa die Breite eines Lauchblattes haben. Auf die Mitte eines Lauchblattes ein Stück Fisch legen, etwas Paste darauf verteilen und das Lauchblatt um den Fisch wickeln. Mit einem Zahnstocher fixieren.

 

Etwas Öl in eine Pfanne geben und die Fischpäckchen hineinlegen. Bei mittlerer Hitze anbraten, nach einer Minute wenden und mit Noilly Prat / Weißwein ablöschen. Noch ein paar Minuten gar ziehen lassen, aber Fisch noch glasig lassen. Sofort servieren.

Print Friendly, PDF & Email

Zitronen-Couscous-Salat mit grünen Oliven und Pistazien

Ich habe echt so ein Faible für komplizierte Salate. Da gab es in der Vergangenheit zum Beispiel den Asiatischen Cole Slaw, den Schwarzwurzel-Kaki-Salat oder Winter-Tabouleh. Und einen weiteren habe ich noch in Planung, aber darauf müssen wir noch ein bisschen warten. Aber ich finde, dass man hier mit ein bisschen mehr Aufwand einen derartigen „Wow“-Effekt erzielen kann, was bei anderen Speisen nur mit sehr viel mehr Aufwand möglich ist. Daher: Daumen hoch für aufwändige Salate! Und für Couscous.

 

Dieser Couscoussalat ist etwas ganz besonderes. Er kann eine volle Mahlzeit sein, aber schmeckt auch als Beilage hervorragend. Einmal zubereitet hält er sich mehrere Tage und kann daher hervorragend vorbereitet und im Büro als gesundes Mittagessen dienen. Und er schmeckt so unglaublich frisch!

 

Dieses Rezept habe ich leicht abgewandelt aus dem Buch „Salat Samurai“*. Weitere leckere Salatrezepte findet ihr übrigens unter der Kategorie Salate.

Zutaten für 4-6 Personen:

  • 200g Moghrabieh (alternativ anderer Couscous)
  • eine Dose Kichererbsen, abgespült und abgetropft oder 400g gekochte Kichererbsen
  • 1 Bund Koriander, grob gehackt
  • 1 Handvoll frische Minze, gezupft
  • 2 Frühlingszwiebeln, fein geschnitten
  • 200g eingelegte Zitronenoliven (alternativ: 200g grüne Oliven, entsteint und etwas eingelegte Zitronen)
  • 80g getrocknete Aprikosen, fein gehackt
  • 1 kleine grüne Zucchini, gewürfelt
  • 3 EL geröstete Pistazien, gehackt

Dressing:

  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Schalotte, fein gehackt
  • 1 TL Koriander, gemahlen
  • 1/2 TL Kurkuma, gemahlen
  • 1/2 TL Zimt, gemahlen
  • 1/4 TL Chili, gemahlen
  • 1/2 TL Kreuzkümmel, gemahlen
  • 60ml frisch gepresster Zitronensaft
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 1/2 TL Salz

Zubereitungszeit: 45 Minuten

Zubereitung:

Couscous nach Packungsanleitung kochen (bei feinem Couscous reicht quellen lassen, Moghrabieh muss wie Nudeln gekocht werden) und abkühlen lassen.

Kichererbsen, Koriander, Minze, Frühlingszwiebeln, Oliven (halbiert), Aprikosen, Zucchini und Pistazien in einer großen Schüssel miteinander vermischen.

Für das Dressing Olivenöl in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Schalotten darin goldgelb anschwitzen. Die Gewürze dazugeben und kurz mitbraten. Von der Hitze nehmen, kurz abkühlen lassen und die restlichen Zutaten einrühren. Dann das Dressing mit dem Rest vom Salat mischen und vor dem Servieren noch einige Minuten durchziehen lassen.

 

*Amazon.de Affiliate-Link

Print Friendly, PDF & Email

Tom Kha Gai – Kokosmilchsuppe mit Huhn

Mein Mann ist als echter Schwabe nicht immer so überschwänglich mit Lob. Vorsichtig ausgedrückt. Bei der Tom Kha Gai (Tom ist Suppe, Gai ist Huhn auf thailändisch) ist er aber richtig ins Schwärmen gekommen und hat Dinge gesagt wie „ich nehme den Topf mit ins Bett“ oder „nein, die Suppe ist schon weg. Es ist NIIIIICHTS mehr da…“. Das freut mich natürlich sehr und deshalb möchte ich euch das super Rezept natürlich auch vorstellen. Wo kämen wir denn hin, wenn wir die ganzen leckeren Rezepte für uns behalten würden?

 

Zum ersten Mal gekocht haben wir die fantastische Suppe in Chiang Mai bei unserem thailändischen Kochkurs. Kim von der Thai Farm Cooking School hat uns Schritt für Schritt erklärt, wie man die Tom Kha Gai zubereitet. Und sie war zum Niederknien lecker. Bei heißem Wetter (das wir in Thailand ja meistens hatten), schmeckt die Suppe auch wunderbar nochmal kalt am nächsten Tag. Aber natürlich auch warm. Sie lässt sich prima vorbereiten, immer wieder aufwärmen und ist auch was den Inhalt angeht ein richtiges Multitalent. Statt Huhn kann man z.B. auch Shrimps oder Tofu verwenden und die Gemüseeinlage ist auch flexibel handhabbar. Wer sie vegetarisch haben möchte, muss auf die Fischsauce (und natürlich das Huhn) verzichten. Sojasauce ist eine adäquate Alternative.

Der einzige Nachteil: so wie unten angegeben ist sie ein bisschen schwierig zu essen. Es gibt ein paar Zutaten, die eigentlich nicht mitgegessen werden (Galgant, Zitronengras, Kaffirlimettenblätter, Chilischoten), die aber in der Suppe herumschwimmen und nicht so angenehm zum Draufbeißen sind – gerade bei den Chilischoten kann das spontane Tanzeinlagen am Esstisch zur Folge haben). Wenn ihr die Suppe für Gäste zubereitet, empfehle ich euch daher, die nicht gut essbaren Zutaten herauszufischen. Wenn es mir gelingt, stelle ich euch demnächst noch einen „Tom Kha Fond“ vor, der die Geschmäcker schon in sich hat, aber keine sperrigen Zutaten mehr hat.

 

Zutaten für 4 Personen:

  • 250 ml Wasser
  • 3 Stücke Galgant, in Scheiben geschnitten
  • 2 Stängel Zitronengras (in ca. 3 cm lange Stücke geschnitten)
  • 2 Schalotten, grob gewürfelt
  • 2 Handvoll Pilze (z.B. Egerlinge, Austernpilze oder Kräuterseitlinge), grob zerkleinert
  • 500 ml Kokosmilch
  • 200 g Hühnerbrust
  • ca. 4-10 Chilis (Bird’s Eye), mit dem Messerrücken kurz flachgeklopft
  • Fischsauce
  • 1 TL Zucker oder Agavendicksaft
  • eine Prise Salz
  • 6 Kaffirlimettenblätter
  • 2 Frühlingszwiebeln, in Ringe geschnitten
  • ein paar Stängel Koriander
  • 1-2 EL Limettensaft

Zubereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: 15 Minuten

Zubereitung:

Zuerst eine Brühe zubereiten – dazu Wasser mit Zitronengras, Galgant, Schalotten und Pilzen aufkochen. Dann die Kokosmilch, Hühnerbrust und Chilischoten dazugeben und köcheln lassen. Mit Fischsauce (2-3 EL), Zucker und etwas Salz würzen.

Wenn das Fleisch gar ist, den grob gehackten Koriander, die Kaffirlimettenblätter und die Frühlingszwiebeln unterrühren. Aufkochen lassen und von der Hitze nehmen. Erst dann den Limettensaft unterrühren. Mit Fischsauce abschmecken.

 

Print Friendly, PDF & Email