Rachel’s Granola

 

Hier kommt ein neues Lieblingsmüsli! Maja von moey’s kitchen hat mir ihr heißgeliebtes „Standardmüsli“ wärmstens ans Herz gelegt und das musste ich natürlich sofort ausprobieren. Und – was soll ich sagen? Es schmeckt absolut fantastisch. Gerade für den Sommer ist es perfekt, beliebig variierbar mit frischem Obst, Joghurt oder Milch und es ist sooo herrlich knusprig!

Rachels Granola

Zutaten für ein großes Glas Müsli:

  • 500 g grobe Haferflocken
  • 60 g Goldleinsamen
  • 125 g Haferkleie
  • 60 g Sonnenblumenkerne
  • 250 g gemischte Nüsse, gehackt (z.B. Cashewkerne und Mandeln)
  • 2 EL Ahornsirup oder Agavendicksaft
  • 2 EL Honig
  • 120 ml Rapsöl
  • 60 g brauner Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 1 TL Zimt, gemahlen
  • 1 TL Vanilleextrakt

Zubereitungszeit: ca. 25 Minuten

Zubereitung:
In einem kleinen Topf Ahornsirup, Honig, Rapsöl, Zucker, Salz, Zimt und Vanilleextrakt unter Rühren erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. In einer anderen Schüssel die trockenen Zutaten mischen.

Die flüssigen Zutaten zu den trockenen geben und alles gut durchmischen, so dass die Mischung gleichmäßig durchzogen ist.

Backofen auf 150°C vorheizen und zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Jeweils die Hälfte der Mischung auf einem Backblech verteilen und etwas glätten.

Jedes Blech für ca. 15 Minuten im Ofen backen, dann aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen. Das Müsli ist noch recht weich, wenn es aus dem Ofen kommt, wird aber sehr schnell knusprig, wenn man es abkühlen lässt. Bevor man es in ein Glas füllt, das Müsli noch in kleine Stücke brechen.

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Schwedische Woche, Teil VI: Mandeltårta (schwedische Mandeltorte)

Die schwedische Woche geht zu Ende – und ich bin ganz schön außer Puste. Aber es hat Spaß gemacht! Ich hoffe, euch hat dieses Special auch gefallen und außerdem hoffe ich, dass wir heute eine traumhaft schöne Hochzeit von Madeleine von Schweden sehen dürfen!

Den Abschluss und gleichzeitig die Krönung der Woche bildet die schwedische Mandeltorte (auch die gibt es bei Ikea zu kaufen, aber natürlich schmeckt sie selbstgebacken noch viiieeel besser!), die zwar schon recht mächtig ist, aber auch unglaublich gut schmeckt.

Wenn ich ehrlich bin, war ich ja ein kleines bisschen skeptisch, ob ich das mit der Torte so gut hinbekomme. Mein Backofen und ich sind ja nicht immer die besten Freunde und eine richtige Torte habe ich tatsächlich noch nie selbst gebacken. Aber – sie ist ganz gut gelungen! Klar, an der Optik kann ich beim nächsten Mal noch ein bisschen feilen, aber der Geschmack…! Ganz wunderbar.

In diesem Sinne – dem Brautpaar von heute auch von hier alles Gute und ein zauberhaftes Fest!

Mandeltårta

Zutaten für eine Torte mit 26 cm Durchmesser (12-16 Stücke):

  • 8 Eier
  • 200 g Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 200 g Sahne
  • 225 g gemahlene Mandeln (mit Haut)
  • 225 g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • 125 g Butter, zimmerwarm
  • 60g Mandelblättchen

Zubereitungszeit: fast unendlich lange ;-)

Zubereitung:
Die Eier vorsichtig trennen, die Eiweiße beiseite stellen. Zucker und Sahne in einem Topf erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann den Vanilleextrakt zugeben, die Eigelbe kurz verquirlen und mit in den Topf geben. Bei geringer Hitze rühren, bis eine puddingartige Creme entsteht (darauf achten, dass die Creme nicht anfängt zu kochen!).

Ein Stück Frischhaltefolie auf die Oberfläche der Creme legen (dadurch wird verhindert, dass sich eine unschöne Haut bildet) und kalt werden lassen.

Ofen auf 200°C vorheizen. Die Eiweiße steif schlagen und währenddessen löffelweise den Puderzucker zugeben, ebenso die Prise Salz. Weiterschlagen, bis sich im Eiweiß schöne Spitzen bilden, dann die gemahlenen Mandeln unterheben.

Eine Springform mit Backpapier auslegen und die Hälfte der Eischneemasse einfüllen. Im Ofen für ca. 20 Minuten backen. Kurz auskühlen lassen, dann aus der Springform nehmen und die zweite Hälfte genauso backen.

Beide Böden abkühlen lassen, dann die Eiercreme in der Küchenmaschine mit der Butter verrühren, bis es eine helle Creme ergibt (das kann durchaus ein paar Minuten dauern). Zuerst einen Boden mit der Hälfte der Creme bestreichen. Den zweiten Boden aufsetzen und den Rest der Creme auf dem oberen Boden verteilen.

 

Die Mandelblättchen in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten und auf der oberen Cremeschicht verteilen. Die Torte für mindestens 2-3 Stunden kalt stellen, dann direkt aus dem Kühlschrank servieren.

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Schwedische Woche, Teil V: Havreflarn (schwedische Haferflockenkekse)

Endspurt! Morgen ist es soweit und das (vorerst) letzte schwedische Rezept geht ins Rennen. Bevor morgen das große Finale kommt, gibt es heute nochmal etwas einfaches, schnelles. Die schwedischen Haferkekse sind ultraschnell zubereitet und schmecken richtig gut. Ich werde demnächst nochmal ein anderes Rezept ausprobieren, die von Ikea finde ich nämlich schon richtig lecker und diese hier schmecke zwar sehr gut, sind aber nicht genauso knusprig, wie ich sie mir vorstelle.

Das mit der schwedischen Woche hat echt Spaß gemacht und ich kann mir gut vorstellen, irgendwann wieder so ein “Special” hier zu präsentieren. Vielleicht mit einer etwas niedrigeren Beitragsfrequenz, das war nämlich schon ne Herausforderung, jeden Tag zu bloggen (ein bisschen arbeiten muss ich “nebenher” ja auch noch ;-) ). Aber – das wird sicher nicht das letzte Mal sein, dass ich eine fremde Küche ein bisschen ausführlicher vorstelle.

Haferkekse IIZutaten für 2 Bleche:

  • 100g Butter
  • 80g Zucker braun
  • 1 Prise Salz
  • 1 Ei
  • 200g feine Haferflocken
  • 30g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 TL Vanilleextrakt

Zubereitungszeit: ca. 10 Minuten
Backzeit: ca. 10 Minuten pro Blech

Zubereitung:
Den Backofen auf 200°C vorheizen. Butter in einem größeren Topf mit Zucker und Salz schmelzen lassen. Ei kurz verquirlen, mit den restlichen Zutaten untergeben und die Masse ein paar Minuten ruhen lassen.

Mit einem Teelöffel kleine Häufchen abstechen und mit ausreichend Abstand auf ein Backblech setzen und für etwa 10 Minuten bei 200°C backen. Die Ränder dürfen nur leicht braun werden.

Kekse noch auf dem Blech auskühlen lassen, sonst zerfallen sie. Dann – genießen!

Haferkekse I

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Schwedische Woche, Teil IV: Laxpaketer (Lachspäckchen mit Kartoffeln und Gemüse)

Es gibt wenige Gerichte, die ich für so vielseitig halte wie Lachspakete. Die leckeren Päckchen sind gerade im Sommer total praktisch, sind unglaublich schnell zubereitet und so schön abwechslungsreich! Man kann sie auf den Grill werfen, im Backofen garen – man kann aber auch eine andere Fischsorte wählen, das Gemüse schier unendlich variieren und letztendlich kann man auch “Potatis Paketer” daraus machen, indem man einfach den Lachs weglässt und das Ganze als Beilage verwendet.

Wen es stört, dass die Karotten noch recht knackig, das übrige Gemüse aber gleichmäßig gegart ist, kann die Karotten z.B. ein wenig vorblanchieren (ich mache das nicht). Und – wie gesagt – statt der unten angegebenen Zutaten kann man z.B. auch Paprika, Zwiebeln, saure Gurken, Kräuter, Sellerie, Lauch oder irgendwelches andere Gemüse verwenden – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Laxpaketer IZutaten für 2 Personen:

  • 2 Lachsfilets à 150 g
  • 2 große gekochte Kartoffeln (Pell- oder Salzkartoffeln), in ca. 5 mm Scheiben geschnitten
  • 2 Karotten, schräg in dünne Scheiben geschnitten
  • 1/2 Fenchelknolle, in dünne Streifen geschnitten
  • 3 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
  • 100 g Kräuterfrischkäse oder Kräuterquark
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

für die Kräuterbutter:

  • 100 g Butter, zimmerwarm
  • ein paar Zweige Zitronenthymian, fein gehackt
  • 1-2 EL Dill, fein gehackt
  • 1/2 TL Salz
  • 1 Knoblauchzehe, durchgedrückt

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Laxpaketer IIZubereitung:
Alle Zutaten bereitstellen. Die Zutaten für die Kräuterbutter zusammenmischen und ggf. noch ein bisschen kühl stellen. Zwei Stücke Alufolie bereitlegen und den Ofen auf 180°C vorheizen.

Etwas Kräuterbutter in der Mitte der Alufolie verstreichen. Die Kartoffelscheiben darauf legen, dann ein paar Klackse Kräuterfrischkäse auf die Kartoffeln geben. Übriges Gemüse darauf verteilen. Die Lachsfilets salzen und pfeffern, dann obenauf setzen. Kräuterbutter darauf legen und die Alufolie schließen.

Im Ofen bei 180°C ca. 20 – 25 Minuten backen, bis das Lachsfilet gegart, aber noch leicht glasig ist.

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Schwedische Woche, Teil III: Pytt i Panna, vegan (schwedisches Resteessen)

Lecker sieht dieses Gericht nun wirklich nicht aus – ganz im Gegensatz zum Geschmack. “Pytt i Panna” bedeutet so viel wie “winziges in der Pfanne” und deutet auf das kleingeschnittene Allerlei hin, das üblicherweise seinen Weg in dieses Gericht findet. Auf bayrisch würde man es wohl einfach als “Gröst’l” bezeichnen.

Eigentlich ist “Pytt i Panna” ein typisches Resteessen, wo sich Bratenreste, Wurst, Salami und andere fleischhaltige Zutaten wiederfinden. Da ich aber noch einen sehr feinen Räuchertofu im Kühlschrank hatte, habe ich mir eine vegetarisch/vegane Alternative überlegt, die komplett ohne Fleisch auskommt. Beim Räuchertofu gibt es enorme Unterschiede, was den Grad der Räucherung angeht. Manche sind nur ganz mild geräuchert, aber es gibt auch richtig würzige Varianten (mein Liebling ist der von dennree, der ganz ordentlich geräuchert ist und ich fast behaupten würde, dass der Unterschied zu einem Schwarzwälder Schinken nur sehr schwer herauszuschmecken ist).

Angelehnt ist das Rezept an Jamie Oliver, der hier eine ähnliche (wenn auch fleischhaltige) Variante präsentiert hat.

Pytt i PannaZutaten für ca. 4 Personen:

  • 4 gekochte Kartoffeln, in grobe Würfel geschnitten
  • 3 große Karotten, geviertelt und in Würfel geschnitten
  • 2 Zwiebeln, grob gewürfelt
  • 400 g Räuchertofu, gewürfelt
  • 1 Zweig Rosmarin
  • einige Zweige Zitronenthymian
  • Olivenöl
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

für das “Dressing”

  • 3 EL Olivenöl
  • 1 ordentlicher Schuss Cidreessig oder anderer Essig
  • 1 EL Senf
  • 1 Bund Dill, fein gehackt
  • 1 kl. Bund Petersilie, fein gehackt

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Etwas Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebel- und Karottenwürfel darin anschwitzen, bis sie etwas weich geworden sind. Kartoffeln und Räuchertofu dazugeben und etwas Farbe nehmen lassen. Rosmarin und Thymian fein hacken und mit dazugeben.

Die Zutaten für das Dressing mischen (die leichte Säure passt ganz hervorragend zu diesem deftigen Gericht) und am Ende über das Pytt i Panna geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Schwedische Woche, Teil II: Kanelbullar (schwedische Zimtschnecken)

Kaum ist der erste Beitrag fertig, so folgt auch schon der nächste. Kanelbullar sind wohl (fast) das tollste, was die schwedische Kaffeetafel zu bieten hat – mal abgesehen von einer schwedischen Mandeltårta, aber das ist was ganz besonderes, das Rezept dafür gibt’s erst ein bisschen später). Es ist einfach herrlich, wenn dieser leckere Zimtduft durch die Wohnung zieht und wenn man dann in so eine warme, duftende Zimtschneckt beißt, fühlt man sich einfach gleich wie im Himmel.

Das Kardamomaroma ist hier im Gegensatz zu dem finnischen Kardamom-Hefezopf sehr dezent, dafür schmecken die Kanelbullar schön intensiv nach Zimt.

Auch dieses Rezept (wie vor kurzem schon das Rezept für Pulla) stammt aus dem schönen Backbuch Zimtschnecken und Blaubeerkuchen – Die besten Backideen aus Skandinavien und ich habe den Verdacht, dass da noch einige weitere folgen werden.

KanelbullarZutaten für etwa 15 Zimtschnecken:

für den Teig:

  • 250 ml lauwarme Milch
  • 75 g Zucker
  • 1 Tütchen Trockenhefe
  • 1/2 TL Kardamomsamen, gemörsert
  • 90 g Butter, geschmolzen
  • 1 Ei
  • 500 g Mehl, Type 550

Füllung:

  • 50 g Butter, geschmolzen
  • 100 g brauner Zucker
  • 1 1/2 EL Zimt

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten (plus zweimal eine Stunde Gehzeit)
Backzeit: 20-25 Minuten

Zubereitung:
Milch, Zucker, Hefe, Kardamom, geschmolzene Butter und Ei in einer Schüssel verquirlen. Mit einem Knethaken nach und nach das Mehl unterkneten und einige Minuten weiterkneten, bis ein glatter Teig entsteht. Er sollte nicht mehr klebrig sein, also bei Bedarf ggf. noch etwas Mehl unterkneten. Teig mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen (bis sich das Volumen in etwa verdoppelt hat).

Nach einer Stunde den Teig nochmal durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Fläche von ca. 30 x 80 cm ausrollen. Dann die flüssige Butter auf den Teig streichen und den Zimtzucker gleichmäßig darüberstreuen. Dann von der langen Seite zu einer Rolle formen und in Stücke schneiden. Wenn man “genau” sein möchte, schneidet man diagonal nach unten und setzt dann den nächsten Schnitt entgegengesetzt diagonal nach unten an (keine Ahnung, ob das verständlich ist, aber aus der oben abgebildeten Form sollte es einigermaßen hervorgehen).

Die einzelnen Rollen auf zwei Backbleche verteilen und nochmal 30 bis 60 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen und die Zimtschnecken ca. 20 bis 25 Minuten backen. Sie schmecken warm und kalt ganz hervorragend!

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Schwedische Woche, Teil I: Köttbullar med Potatis och Lingonchutney (Fleischbällchen mit Kartoffeln und Preiselbeerchutney)

Heute beginnt die “schwedische Woche”. Die Idee hierzu entstand vor längerer Zeit im Hüttenhilfe-Forum und findet anlässlich der royalen schwedischen Hochzeit am kommenden Wochenende statt. Ich gebe es zu – 2010 war ich ganz verzaubert, als Victoria von Schweden ihren Daniel geheiratet hat und ich hoffe auf eine ähnlich schöne Hochzeit bei ihrer Schwester Madeleine.

Nun ja, das ist jedenfalls der Anlass für die Flut an schwedischen Rezepten, die sich in den nächsten Tagen hier im Blog breitmachen werden. Geplant ist, bis Samstag (da findet die Trauung statt) jeden Tag ein typisch schwedisches Rezept vorzustellen – ich bin gespannt, ob die Frequenz tatsächlich durchhalten kann

Den Anfang macht heute der Traum eines jeden Ikeabesuchers – die typischen Fleischbällchen mit Kartoffeln und Preiselbeeren. Anregungen für das untenstehende Rezept habe ich mir hier und hier geholt. Und – was soll ich sagen – es schmeckt sooo lecker! Schon so ähnlich wie bei Ikea, nur viel besser. Die Fleischbällchen haben eine tolle Konsistenz, sind ganz locker und zart und zergehen quasi auf der Zunge. Statt der Preiselbeermarmelade, die es üblicherweise zu diesem Gericht gibt, gab es bei uns Preiselbeerchutney, das ich vor einiger Zeit hier im Blog vorgestellt habe.

KöttbullarZutaten für 4 Personen als Hauptgericht:

für die Köttbullar:

  • 500 g Rinderhack
  • 1 Ei
  • 1 1/2 TL Salz
  • 75 g Semmelbrösel
  • 250 ml Milch
  • 1/2 TL Piment, gemahlen
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Zwiebel

für die Kartoffeln:

  • ca. 400 g kleine Kartoffeln
  • 1 EL Butter
  • 1 Zweig Petersilie

für die Sauce:

  • 100 g Butter
  • 2 EL Mehl
  • 50 ml Sahne
  • 250 ml Rinderfond
  • 1-2 EL rotes Gelée (z.B. Johannisbeere oder Preiselbeere)
  • 1/2 TL Piment
  • Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

zusätzlich: Preiselbeerchutney oder Preiselbeermarmelade

Zubereitungszeit: ca. 60 Minuten

Zubereitung:
Die Zwiebel in möglichst feine Würfel schneiden und in etwas Butter glasig dünsten. Beiseite stellen und abkühlen lassen.

In einer Schüssel Semmelbrösel mit Salz, gemahlenem Pfeffer und Piment mischen, dann die Milch einrühren. Diese Mischung zusammen mit den Zwiebeln zum Hackfleisch in eine Rührschüssel geben und (vorzugsweise mit einer Küchenmaschine) einige Minuten durchrühren, so dass alle Zutaten miteinander eine Bindung eingehen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Aus der Fleischmasse Bällchen formen und auf einem flachen Teller bereitstellen. Ca. 2 EL Butterin einer Pfanne zerlassen und richtig heiß werden lassen. Dann die Fleischbällchen ringsherum ganz kurz anbraten, sie sollen aber noch nicht durchgaren! In eine Auflaufform geben und im Ofen nochmal ca. 20 Minuten fertig garen.

Währenddessen die Kartoffeln schälen und in Salzwasser garen. Wenn sie fertig sind, die Petersilie fein schneiden und die Kartoffeln mit etwas Butter und der Petersilie anschwenken.

Parallel kann man in der Pfanne die Sauce zubereiten: nochmal etwas Butter zum Bratensatz geben und das Mehl einrühren und anbraten. Mit kalter Sahne und Rinderfond aufgießen und köcheln lassen, bis die Sauce eindickt. Gelée und Piment dazugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles gemeinsam auf einem Teller anrichten.

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Radieserlsalat mit Frühlingszwiebeln

RadieserlsalatZur Zeit halte ich es mit Karl Valentin. Der hat vor langer Zeit nämlich gesagt “Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es ja auch”. Also – er hätte momentan definitiv genug Grund zur Freude, es regnet ja seit Tagen Bindfäden.

Also muss der Frühling wenigstens auf den Teller – und wie geht das denn besser als mit einem erfrischenden Radieschen (in Bayern: Radieserl) salat? Radieschen sind in Europa noch gar nicht sooo lange heimisch, sie sind erst im 16. Jahrhundert eingeführt worden – woher weiß heute keiner mehr. Der scharfe Geschmack kommt vom enthaltenen Senföl, das den kleinen Knollen aber auch gleichzeitig eine antibakterielle Wirkung verschafft. Außerdem enthalten die Radieschen wichtige Vitamine und Mineralien und sie lassen sich auch für nicht so begabte Hobbygärtner einfach im eigenen Garten kultivieren.

Der Salat, den ich heute vorstelle, hat einen leicht asiatischen Touch und wurde in abgewandelter Form mal in der Zeitschrift “Essen und Trinken für jeden Tag” präsentiert. Was mir hier besonders gut gefiel: die so ganz andere Zubereitungsweise der Radieschen: sie werden nicht geschnitten, sondern gequetscht. Das vergrößert die “offene” Oberfläche und das Salatdressing kann so viel schöner in die Radieschen einziehen. Obendrein ist der Salat schnell zubereitet, also durchaus auch mal ein Gericht nach einem langen Tag im Büro.

Radieserlsalat IZutaten für 2-3 Personen:

  • 2 Bund Radieschen
  • 1 TL Salz
  • 1 EL Zucker
  • 2 EL Sojasauce
  • 2 EL Balsamessig
  • 1 TL Sesamöl
  • 2-3 Frühlingszwiebeln

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Die Radieschen von den Blättern befreien, putzen und waschen. Auf einem Brett mit dem Messerrücken andrücken und grob auseinanderpflücken (wenn die Radieschen gleichmäßig klein sind, kann man sie auch nur andrücken, aber im Ganzen lassen). In eine Schüssel geben, mit Salz und Zucker bestreuen und ca. 20 Minuten stehen lassen, so dass die Radieschen leicht Wasser ziehen.

Schließlich Sojasauce, Balsamico und Sesamöl dazugeben und unterheben. Frühlingszwiebeln in sehr feine Ringe schneiden und auf den Radieschensalat streuen.

Radieserlsalat II

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Pulla – finnischer Kardamom-Hefezopf

Pulla verbinde ich mit Kindheitserinnerungen. Mein Vater war geschäftlich viel im Norden Europas unterwegs und hin und wieder hat er tolle Leckereien von dort mitgebracht. Da die ganze Familie großer Fan von Kardamom ist, wurde “Pulla” zu einem geliebten Standardmitbringsel, das immer mal wieder den Weg in unseren Haushalt gefunden hat.. Der Hefezopf hat ein ganz tolles Kardamomaroma, schön intensiv und doch nicht so dominant. Außerdem kann man Pulla ganz hervorragend einfrieren oder backen und dann scheibenweise toasten – wieder eins dieser vielseitig einsetzbaren Backwerke, die ich echt gerne mag. Natürlich lässt es sich auch ganz fantastisch vorbereiten.

Als ich vor kurzem in Köln bei Maja von moey’s kitchen zu Besuch war und wir gemeinsam den Kochbuchabverkauf von Buchgourmet angekurbelt haben, fiel mir das schöne Buch “Zimtschnecken und Blaubeerkuchen – Die besten Backideen aus Skandinavien” in die Hand. Aus diesem Buch stammt das Rezept für den tollen nordischen Hefezopf – in leicht abgewandelter Form.

HefezopfZutaten für einen großen Zopf:

  • 700g Mehl
  • 1 1/2 Tütchen Trockenhefe
  • 120 g Zucker (plus Zucker extra zum Bestreuen)
  • 2 Eier, verquirlt
  • 250 ml Milch
  • 1 EL Kardamomsamen, gemörsert
  • 1/2 TL Salz

Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten (plus 1,5 Stunden Gehzeit)
Backzeit: ca. 30 Minuten

Zubereitung:
Die Milch lauwarm erhitzen, dann Zucker und Hefe einrühren. Die Kardamomsamen im Mörser zerstoßen und mit in die Milch geben, ebenso den Großteil der zwei verquirlten Eier (nur ein bisschen zum Bestreichen des Zopf zurückbehalten). Die Mischung ein paar Minuten stehen lassen, bis sich kleine Bläschen bilden.

Mehl und Salz in einer großen Rührschüssel vermischen und die Milchmischung dazugießen. Mit dem Knethaken einige Minuten zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen und an einem warmen Ort ca. eine Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.

Den Teig nochmal kurz durchkneten und in drei gleich große Stücke teilen. Diese zu Strängen von ca. 50 cm formen und einen Zopf daraus flechten. Nochmal ca. 30 Minuten gehen lassen. Dann mit der übrigen Eiermasse bestreichen und mit Zucker bestreuen.

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Zopf darin ca. 30 Minuten backen, bis er außen schön goldbraun ist.

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Spargelsalat – asiatisch angehaucht mit Frühlingszwiebeln und Ingwer

Spargelsalat ist bis dato immer noch meine liebste Variante aller Spargelgerichte. Eine klassisches Spargelsalatrezept werde ich bestimmt demnächst auch hier vorstellen, aber vor kurzem kam mir plötzlich die Idee, dass man den Salat doch bestimmt auch asiatisch angehaucht ganz gut essen kann.

Gedacht – getan: nun ziehen die Spargelstücke in einem Sud, der mit Ingwer, Sojasauce und Reisessig abgeschmeckt wird. Am Schluss werden frische Frühlingszwiebeln über den Salat gestreut, das gibt ein tolles frisches Aroma.

Die Geschmackskombination passt besser als gedacht. Was aber wirklich wichtig ist: der Salat braucht Zeit zum Marinieren, das hebt das Geschmackserlebnis ganz deutlich – mindestens 6 Stunden, gerne aber auch über Nacht.

SpargelsalatZutaten für 4 Personen:

  • 1 kg weißer Spargel, geschält und in ca. 5 cm lange Stücke geschnitten
  • 1 EL Salz
  • 1 1/2 EL Zucker
  • 1 Stück Ingwer, ca. 3 cm
  • Sojasauce
  • Reisessig
  • Agavendicksaft oder brauner Zucker
  • Salz
  • 2-3 Frühlingszwiebeln

Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten (plus Zeit zum Marinieren)

Zubereitung:
In einem großen Topf reichlich Wasser mit 1 EL Salz und dem Zucker zum Kochen bringen. Die Spargelstücke und -spitzen darin knapp unter dem Siedepunkt ca. 10 Minuten ziehen lassen, so dass die Stücke noch schön bissfest sind. Die Spargelspitzen 3 Minuten nach den übrigen Stücken in den Sud geben.

Die Spargelspitzen in eine Salatschüssel/Auflaufform geben und einen großzügigen Schuss des Kochsudes mit dazu geben. Ebenfalls ca. 4 EL Reisessig dazugeben, 2 EL Agavendicksaft (oder braunen Zucker), 1 TL Salz und drei Scheiben Ingwer. Das Ganze für 6 oder mehr Stunden marinieren lassen.

Vor dem Servieren den Sud mit Sojasauce, Salz, Essig und Agavendicksaft abschmecken und die Frühlingszwiebeln in feinen Ringen darüberstreuen.

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